Aktien, Frankfurt

Aktien Frankfurt Schluss: Vom Tagestief erholt - Trump eskaliert nicht weiter

21.01.2026 - 17:54:03

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben am Mittwoch erleichtert auf das Ausbleiben einer weiteren Eskalation im Grönland-Konflikt durch US-Präsident Donald Trump reagiert.

Der Dax DE0008469008, der mit 24.350 Punkten zeitweise auf den tiefsten Stand seit Ende Dezember gefallen war, erholte sich am Nachmittag deutlich. Mit einem Minus von 0,58 Prozent auf 24.560,98 Punkte ging er aus dem Tag. Der MDax DE0008467416 drehte ins Plus und schloss 0,46 Prozent höher auf 30.945,30 Zählern.

Dass sich Trump während des Weltwirtschaftsforums in Davos "mehr über verlustbringende Windräder ausließ, statt in der Grönland-Frage zu eskalieren, hat am deutschen Aktienmarkt Schlimmeres verhindert", kommentierte Christine Romar, Europa-Chefin bei CMC Markets. "Auch wenn Trump in seiner Rede von seinen Ambitionen bezüglich Dänemarks Territorium nicht abgerückt ist, sorgte zumindest der Ausschluss von militärischer Gewalt zur Erreichung seines Ziels für Erleichterung auf den Finanzplätzen rund um den Globus. Das Thema ist jetzt zwar nicht vom Tisch, aber der Zündstoff etwas herausgenommen."

Marktexperte Timo Emden ergänzte: "Für die Märkte zählt aktuell weniger, was gesagt wird, sondern dass der Ton moderater ausfällt als befürchtet." Er warnte allerdings, dass sich die Börsen derzeit im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und Unsicherheit erholten und diese Erholung auf "tönernen Füßen" stehe, solange keine konkreten wirtschafts- oder handelspolitischen Maßnahmen folgten.

Erleichterung herrschte auch europaweit und jenseits des Atlantiks: Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 verringerte sein Minus auf 0,16 Prozent und schloss damit bei 5.882,88 Punkten. Außerhalb des Euroraums beendete der SMI CH0009980894 den Tag nur minimal unter seinem Vortagesschluss, während der FTSE 100 GB0001383545 seinen Schlussstand vom Dienstag leicht übertraf. In den USA legten die wichtigsten Indizes um rund ein Prozent zu.

@ dpa.de

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