Unterbrechungen, Job

Die 23-Minuten-Regel: So teuer sind Unterbrechungen im Job

04.02.2026 - 17:27:12

Studien belegen: Nach einer Unterbrechung benötigt das Gehirn über 23 Minuten zur vollen Konzentration. Diese ständigen Störungen verursachen jährlich Milliardenschäden in deutschen Unternehmen.

Eine Unterbrechung kostet 23 Minuten Konzentration. Diese wissenschaftliche Erkenntnis offenbart den stillen Produktivitätskiller in deutschen Büros. Studien zeigen: Ständige Störungen durch E-Mails und Co. verursachen Milliardenkosten.

Die Wissenschaft hinter der verlorenen Zeit

Forschung der Informatik-Professorin Gloria Mark von der University of California liefert die harten Fakten. Ihr Team fand heraus: Nach einer Störung braucht das Gehirn durchschnittlich 23 Minuten und 15 Sekunden, um wieder voll konzentriert zu sein.

Büroangestellte arbeiten im Schnitt nur wenige Minuten, bevor sie unterbrochen werden – oder sich selbst ablenken. Dieser ständige Task-Wechsel erhöht die Fehlerquote und treibt den Stress in die Höhe. Ein Teufelskreis beginnt: Externe Unterbrechungen führen oft zu mehr Selbstunterbrechungen.

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Ständige Unterbrechungen kosten laut Studie wertvolle Zeit — oft 23 Minuten, um wieder konzentriert zu arbeiten. Wenn Sie dieses Problem kennen, helfen bewährte Zeit-Techniken: Pomodoro, ALPEN und geblocktes E‑Mail‑Handling. Unser kostenloses E‑Book stellt sieben praxiserprobte Methoden vor, mit denen Sie Fokusfenster planen, Prioritäten setzen und echte Konzentrationszeit zurückgewinnen. Inklusive Tagesplan‑Vorlage und 25‑Minuten‑Sprint-Anleitungen. Jetzt kostenloses Zeitmanagement-E‑Book sichern

Milliardenschaden durch ständige Erreichbarkeit

Die Summe aller 23-Minuten-Blöcke wird für Unternehmen zum finanziellen Albtraum. Der Thinktank „Next Work Innovation“ beziffert die jährlichen Mehrkosten für deutsche Firmen auf bis zu 114 Milliarden Euro.

Die Untersuchung basiert auf Befragungen von 637 Beschäftigten. Das Ergebnis: Wissensarbeiter werden alle vier Minuten unterbrochen. Pro Monat summiert sich das auf drei volle Arbeitstage reiner Konzentrations-Verlust. Die größten Störfaktoren?
* E-Mails
* Unwichtige Anrufe
* Messenger-Diense

Die Kultur der permanenten Erreichbarkeit, oft noch als Engagement missverstanden, erweist sich als kontraproduktiv. Sie macht tiefgründiges Arbeiten nahezu unmöglich.

So erobern Sie sich den Fokus zurück

Gegen die Flut der Ablenkungen helfen klare Strategien – für Mitarbeiter und Unternehmen.

Für Einzelpersonen:
* Zeitblöcke definieren: Planen Sie feste Fokus-Fenster und kommunizieren Sie diese.
* Benachrichtigungen killen: Schalten Sie Push-Meldungen in Konzentrationsphasen konsequent aus.
* Signale setzen: Kopfhörer oder ein „Bitte nicht stören“-Schild wirken Wunder.
* Ablenkungen bündeln: Bearbeiten Sie E-Mails geblockt zu festen Zeiten, nicht sofort.

Für Unternehmen:
* Kommunikationsregeln etablieren: Führen Sie E-Mail-freie Zeiten ein oder begrenzen Sie CC-Verteiler.
* Fokuskultur leben: Führungskräfte müssen ungestörtes Arbeiten vorleben und wertschätzen.
* Rückzugsorte schaffen: Stillarbeitsplätze oder Ruhezonen helfen gegen den Bürolärm.

Die Zukunft gehört den Fokussierten

Die Digitalisierung wird weitere Ablenkungen bringen. Die 23-Minuten-Regel ist daher eine klare Mahnung: Konzentration ist eine endliche, wertvolle Ressource. Unternehmen, die sie schützen, gewinnen langfristig einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Die Fähigkeit zum fokussierten Arbeiten wird zur Schlüsselkompetenz jedes Einzelnen.

@ boerse-global.de