DGE, Kantinen-Standard

DGE setzt mit 75-Prozent-Regel neuen Kantinen-Standard

23.12.2025 - 16:30:12

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) verankert ihre „75-25-Formel“ als verbindlichen Maßstab für Kantinen und Mensen. Die pflanzenbetonte Ernährung wird damit zum neuen Goldstandard in der Gemeinschaftsverpflegung.

Kurz vor dem Jahreswechsel bestätigen aktuelle Berichte: Die Transformation der deutschen Kantinenkultur ist in vollem Gange. Die einfache wie radikale Formel lautet: Mindestens 75 Prozent pflanzliche, maximal 25 Prozent tierische Lebensmittel auf dem Teller. Diese Quote soll nicht nur die Gesundheit fördern, sondern auch die Klimaziele der Regierung unterstützen.

Die Zeiten des Kantinen-Schnitzels als unangefochtene Nummer eins neigen sich dem Ende zu. Die DGE hat ihre mathematisch optimierten Empfehlungen erfolgreich in den „Qualitätsstandaten 2025“ verankert. Die Richtlinie für den Fleischverzehr liegt nun bei maximal 300 Gramm pro Woche für Erwachsene – eine Menge, die früher oft in einer einzigen Mahlzeit verzehrt wurde.

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„Wir empfehlen, bunt und gesund zu essen und dabei die Umwelt zu schonen“, betonen DGE-Vertreter. Diese Neuausrichtung ist keine bloße Empfehlung mehr, sondern die operative Basis für Millionen täglicher Mahlzeiten in Kitas, Schulen und Betrieben. Die Akzeptanz entscheidet über den Erfolg der nationalen Ernährungsstrategie.

Mathematik statt Mythos: So entstand die Formel

Die 75-Prozent-Hürde basiert nicht auf willkürlichen Annahmen. Sie ist das Ergebnis einer komplexen „Multikriteriellen Optimierung“, die seit 2024 als Standard gilt. Das Modell berechnet die ideale Ernährung unter drei Gesichtspunkten gleichzeitig:

  • Gesundheit: Abdeckung aller lebensnotwendigen Nährstoffe
  • Umwelt: Minimierung von Treibhausgasen und Landverbrauch
  • Praktikabilität: Berücksichtigung deutscher Essgewohnheiten

Das eindeutige Ergebnis: Nur mit mindestens 75 Prozent pflanzlicher Nahrung lassen sich alle Ziele erreichen. Hülsenfrüchte und Nüsse rücken damit vom Rand ins Zentrum des Tellers.

17 Millionen Mahlzeiten als Hebel

Die wahre Wirkung entfaltet die Regel durch ihre schiere Masse. In Deutschland werden täglich rund 17 Millionen Menschen in der Gemeinschaftsverpflegung versorgt. Die Umstellung ihrer Rezepturen hat massive Auswirkungen auf Agrarmärkte und Volksgesundheit.

Die Bundesregierung nutzt diesen Hebel in ihrer Strategie „Gutes Essen für Deutschland“. Öffentliche Kantinen werden zunehmend verpflichtet, die DGE-Standards einzuhalten. Interessanter Nebeneffekt: Die Reduktion tierischer Produkte setzt oft Budget frei, das in hochwertigere Bio-Zutaten fließen kann.

Politisches Nudging ohne Verbote

Die 75-Prozent-Regel markiert den radikalsten Wandel in der über 70-jährigen DGE-Geschichte. Ernährung wird zur Frage der planetaren Belastbarkeit. Politisch ist die Regel ein geschickter Schachzug: Sie ermöglicht das Erreichen von Klimazielen im Ernährungssektor, ohne harte Verbote aussprechen zu müssen.

Kantinen, die staatliche Förderungen wollen, müssen sich an die Vorgabe halten. So entsteht ein „Nudging“-Effekt, der Essgewohnheiten sanft, aber bestimmt lenkt. Während die Fleischindustrie Kritik übt, bezeichnen Umweltverbände und Wissenschaftler den Schritt als längst überfällig.

Was 2026 auf den Teller kommt

Mit dem Jahreswechsel rückt die Verbindlichkeit der Standards in den Fokus. Experten erwarten strengere Vorgaben für die öffentliche Beschaffung. Ein weiterer Trend: die Steigerung des Bio-Anteils in Kantinen auf 30 Prozent.

Die Rechnung für 2026 könnte aufgehen: Kosteneinsparungen durch mehr pflanzliche Proteine finanzieren hochwertigeres Bio-Fleisch in kleineren Mengen. Für Verbraucher bedeutet das: Der Kantinenbesuch wird grüner, nussiger und hülsenfruchtreicher. Die Currywurst bleibt – aber verliert ihren Status als tägliche Selbstverständlichkeit.

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