Deutschlandticket, Euro

Deutschlandticket steigt auf 63 Euro – Was Nutzer jetzt wissen müssen

27.12.2025 - 23:22:12

Das Deutschlandticket wird ab dem 1. Januar 2026 um fünf Euro auf 63 Euro monatlich teurer. Die zweite Preisanpassung seit Einführung soll eine Finanzierungslücke schließen.

Ab 1. Januar 2026 wird das beliebte Deutschlandticket fünf Euro teurer. Für rund 14 Millionen Abonnenten bedeutet das: Statt 58 Euro fallen dann monatlich 63 Euro an. Der Preissprung ist beschlossene Sache – doch für viele Kunden gibt es in den letzten Taten des Jahres noch entscheidende To-dos.

Zweite Preiserhöhung seit Einführung

Die Erhöhung auf 63 Euro im Monat bestätigt einen Beschluss der Verkehrsminister von Bund und Ländern aus dem Herbst. Es ist bereits die zweite deutliche Anpassung seit dem Start zum 49-Euro-Tarif im Jahr 2023. Grund ist eine Finanzierungslücke: Die jährlichen Zuschüsse von Bund und Ländern in Höhe von je 1,5 Milliarden Euro reichen nicht mehr, um die gestiegenen Betriebskosten der Verkehrsunternehmen zu decken.

Trotz des Aufschlags bleibt das Ticket im Vergleich zu früheren, teureren Regionalabos attraktiv. Die stetige Preisspirale – von 49 auf 58 und nun 63 Euro – wirft jedoch Fragen zur langfristigen Erschwinglichkeit des Mobilitätsangebots auf.

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Dringender Handlungsbedarf für Abonnenten

Ein kritischer Punkt betrifft die Zustimmung zur Preiserhöhung. Bei vielen Anbietern war eine aktive Einwilligung der Kunden bis Ende November 2025 nötig. Wer diese Frist verpasst hat, riskiert die automatische Kündigung seines Abos zum 31. Dezember.

Betroffene sollten umgehend den Status in der App oder im Kundenportal prüfen. Sonst droht am Neujahrstag bei Kontrollen ein ungültiges Ticket. Auch für Jobticket-Nutzer gilt der neue Preis, wobei die staatliche Förderung die Ersparnis gegenüber dem Normalpreis erhält.

Gemischte Reaktionen und politischer Streit

Die Stimmung unter den Nutzern ist gespalten, aber mehrheitlich pragmatisch. Eine aktuelle Forsa-Umfrage zeigt: Rund 82 Prozent der Abonnenten wollen das Ticket trotz Preisaufschlags behalten.

Verbraucherschützer wie Ramona Pop vom vzbv warnen jedoch vor einer Abwärtsspirale. Steigende Preise könnten Gelegenheitsnutzer vertreiben, was die Einnahmen weiter schmälern und weitere Erhöhungen nötig machen würde. Die Verkehrsunternehmen kontern: Ohne die Mehreinnahmen wären Qualitätseinbußen und Angebotskürzungen unvermeidbar.

Politisch offenbart die Debatte den alten Konflikt um die Finanzierung des ÖPNV. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) betont, nur mit der Erhöhung sei der Fortbestand des Tickets 2026 gesichert worden. Der Kompromiss sieht vor, die Finanzierung bis 2030 zu stabilisieren – verbunden mit der klaren Botschaft, dass die Nutzer einen Teil der Kostensteigerungen mittragen müssen.

Vom Lockangebot zum Nischenprodukt?

Ökonomisch betrachtet verändert sich die Rolle des Deutschlandtickets. Zum Start war es ein aggressiv preisgesetztes Disruptions-Angebot, um Autofahrer zum Umstieg zu bewegen. Bei 63 Euro (756 Euro im Jahr) ist es zwar noch immer günstiger als ein eigenes Auto. Die psychologische Schwelle steigt jedoch.

Für Wenigfahrer verschiebt sich der Break-even-Point – die Anzahl nötiger Fahrten, damit sich das Abo lohnt. Experten befürchten, dass aus dem einstigen “No-Brainer” allmählich ein Produkt vor allem für Berufspendler und Vielfahrer werden könnte.

Ausblick: Indexierung soll Planbarkeit bringen

Um die jährlichen politischen Preiskämpfe zu beenden, denken die Verkehrsminister über eine automatische Preisanpassung nach. Ab 2027 könnte der Ticketpreis an objektive Indikatoren wie die Inflationsrate oder die Kostenentwicklung im Verkehrssektor gekoppelt werden.

Für 2026 gilt nun die Planungssicherheit von 63 Euro. Die Details des neuen Mechanismus – und damit möglicherweise der Preis für 2027 – sollen im Laufe des kommenden Jahres verhandelt werden. Bis dahin bleibt das Deutschlandticket die zentrale Säule des öffentlichen Nahverkehrs – auch wenn sie für manche etwas teurer geworden ist.

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