Deutschland-Ticket: Jobticket wird teurer – was Arbeitgeber jetzt wissen müssen
03.02.2026 - 20:31:12Der beliebte Firmentarif für den öffentlichen Nahverkehr wird ab Januar 2026 teurer. Die Verkehrsminister der Länder haben den Preis für das Deutschland-Ticket auf 63 Euro festgelegt. Das hat direkte Auswirkungen auf das Jobticket-Modell und zwingt Unternehmen zur Neuberechnung ihrer Mitarbeiter-Vorteile.
Neues Preismodell: So teuer wird das Jobticket
Die Basis für das Jobticket liegt künftig bei 63 Euro. Doch ein altbekannter Anreiz bleibt: Subventioniert der Arbeitgeber mindestens 25 Prozent (15,75 Euro), erhält er einen Rabatt von fünf Prozent (3,15 Euro) von den Verkehrsverbünden. Für den Mitarbeiter kann sich der Preis so auf bis zu 44,10 Euro reduzieren. Firmen können die Förderung auch erhöhen – bis hin zum kostenlosen Ticket. Das soll den höheren Grundpreis abfedern und Unternehmen im Wettbewerb um Fachkräfte halten.
Warum die Preiserhöhung nötig wurde
Hinter der Entscheidung steckt der Wunsch nach finanzieller Nachhaltigkeit. Die Verkehrsunternehmen verweisen auf gestiegene Energie- und Personalkosten. Die Verkehrsministerkonferenz sieht die Anpassung als notwendigen Kompromiss, um das Angebot langfristig zu sichern. Die Finanzierung ist nun bis 2030 gesichert.
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Die Reaktionen fallen gemischt aus. Während die Verkehrsbetriebe die Planungssicherheit begrüßen, zeigen sich Arbeitgeberverbände besorgt. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen fürchten höhere Kosten. Kritiker wie die Grünen fordern zusätzliche Entlastungen für Geringverdiener und Auszubildende.
Was Personalabteilungen jetzt prüfen müssen
Für HR- und Gehaltsabteilungen heißt es: nachrechnen. Entscheidend ist, ob die Firma die Mehrkosten trägt oder teilweise an die Belegschaft weitergibt. Die steuerliche Behandlung bleibt ein zentraler Punkt. Der Arbeitgeberzuschuss ist steuerfrei möglich, solang er zusätzlich zum Gehalt gezahlt wird. Allerdings mindert er dann den Anspruch auf die Entfernungspauschale. Alternativ kann die Firma eine pauschale Besteuerung wählen. Eine klare Kommunikation gegenüber den Mitarbeitern ist jetzt entscheidend.
Wird das Jobticket seinen Reiz behalten?
Die Zukunft des Modells hängt davon ab, wie Unternehmen den neuen Preis bewerten. Die Verkehrsminister hoffen, dass die langfristige Finanzierung und das Subventionsmodell weitere Arbeitgeber anlocken. Die Jobticket bleibt ein starkes Instrument für nachhaltige Mobilität und als Sozialleistung. Ob es diesen Status behält, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Die Anpassung markiert eine Weichenstellung für eine der prägendsten Verkehrsinnovationen der letzten Jahre.


