Deutsche Wirtschaft setzt auf Standort-Produktivität
22.01.2026 - 20:46:12Die deutsche Wirtschaft macht die Produktivität an jedem einzelnen Standort zum Schlüssel für ihren Aufschwung. Experten sehen in der Steigerung der Effizienz vor Ort den zentralen Motor, um aus der Stagnation zu kommen. Das Bruttoinlandsprodukt verharrt derzeit auf dem Niveau von 2019, während private Investitionen zurückgehen.
Gleichzeitig kämpft das Land mit einem tiefgreifenden Strukturwandel. Dekarbonisierung, Digitalisierung, der demografische Wandel und geopolitischer Umbruch stellen Unternehmen vor enorme Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund wird die Fähigkeit, lokal effizienter zu wirtschaften, zur Überlebensfrage.
Die Produktivitätslücke: Warum es jetzt drängt
Eine zentrale Herausforderung ist die demografisch bedingte „Produktivitätslücke“. Da immer weniger Menschen im erwerbsfähigen Alter sind, muss die verbleibende Arbeit deutlich effizienter werden. Um den Wohlstand zu halten, wäre eine jährliche Produktivitätssteigerung von 1,8 Prozent nötig.
Die Realität sieht anders aus. Technische und organisatorische Neuerungen haben das Wachstum in den letzten fünf Jahren im Schnitt sogar gebremst. Die Stimmung in den Unternehmen ist verhalten: Nur 8 Prozent der vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) befragten Firmen rechnen mit einer beschleunigten Dynamik. Die Hälfte erwartet nur schwaches Wachstum.
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Digitalisierung und KI als Effizienz-Turbo
Können Digitalisierung und künstliche Intelligenz die Lücke schließen? Sie gelten als wichtigster Hebel. Moderne Technologien automatisieren Routinen und vermeiden Fehler. Digitale Vorreiter-Unternehmen zeigen bereits heute starke Effekte.
Doch der Weg dorthin braucht Zeit. Analysen des ifo Instituts belegen, dass messbare Produktivitätssprünge oft erst Jahre nach der Einführung folgen. Unternehmen müssen Prozesse umstellen, Mitarbeiter schulen und Infrastruktur aufbauen. Die Investition in digitale Tools für Buchhaltung, Projektmanagement oder Kundenservice ist daher ein entscheidender Schritt.
Bürokratie und Fachkräftemangel bremsen aus
Trotz der Technologie werden zwei massive Bremsklötze sichtbar: der Fachkräftemangel und die Bürokratie. Rund zwei Millionen Stellen sind laut DIHK vakant. Dieser Mangel lähmt nicht nur den Betrieb, sondern auch die für Innovationen nötige Forschung und Entwicklung.
Gleichzeitig behindern Regulierungswut und umfangreiche Reportingpflichten die Unternehmen. Sie nennen diese Hürden als wesentliches Hemmnis für mehr Produktivität. Die Kombination aus Personalmangel und administrativem Aufwand frisst Kapazitäten, die für Investitionen und Veränderungen gebraucht werden.
Das Paradox: Viel Innovation, wenig Breitenwirkung
Deutschland steckt in einem Paradox. Das Land investiert Rekordsummen in Forschung und zählt zu den Innovationsführern. Doch dieses Feuer brennt nicht in der Breite. Eine McKinsey-Studie zeigt ein klares Bild: Nur 13 Unternehmen waren für 65 Prozent des Produktivitätsfortschritts in einer Gruppe von 3.000 Firmen verantwortlich.
Der Fortschritt konzentriert sich also auf wenige Leuchttürme. Vielen kleinen und mittleren Unternehmen fällt es schwer, in Technologie zu investieren. Im internationalen Vergleich, vor allem mit den USA, fällt Deutschland zurück. Die Forderung der Experten ist klar: Die Politik muss die Rahmenbedingungen für alle verbessern, nicht nur für die Champions.
Weichenstellung für die Zukunft
Die Prognosen für die kommenden Jahre bleiben verhalten. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für 2026 mit einem Wachstum von 1,1 Prozent, warnt aber vor Risiken durch Handelskonflikte.
Die Weichen für einen Aufschwung müssen jetzt gestellt werden. Drei Hebel sind entscheidend:
* Der Abbau bürokratischer Hürden, um Investitionen zu erleichtern.
* Massive Investitionen in Bildung und Weiterbildung, um den Fachkräftemangel zu bekämpfen.
* Anreize für Unternehmen, in Digitalisierung und Automatisierung zu investieren.
Die Fähigkeit, lokal effizienter zu werden, wird darüber entscheiden, welche Standorte im globalen Wettbewerb der Zukunft bestehen können.
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