Deutsche Wirtschaft 2026: Institute korrigieren Wachstum nach unten
31.12.2025 - 06:51:12Während die Sektkorken knallen, dämpfen führende Wirtschaftsinstitute die Erwartungen für 2026. Nach einem Jahr der Stagnation steht die deutsche Wirtschaft vor einer mühsamen Erholung.
Die optimistischen Frühjahrsprognosen sind Geschichte. Kurz vor Jahresende mussten das ifo Institut, die Deutsche Bundesbank und das RWI ihre Wachstumsvorhersagen für das kommende Jahr deutlich nach unten korrigieren.
- Das ifo Institut senkte seine Prognose Mitte Dezember auf nur noch 0,8 Prozent Wachstum.
- Die Deutsche Bundesbank rechnet mit einem kalenderbereinigten Plus von lediglich 0,6 Prozent.
- Auch das RWI passte seine Erwartungen auf 1,0 Prozent an – eine klare Abwärtskorrektur.
Die Botschaft der Ökonomen ist eindeutig: Von einem kräftigen Aufschwung kann keine Rede sein. Stattdessen bremsen Bürokratie, veraltete Infrastruktur und geopolitische Spannungen die Dynamik.
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Trotz der gedämpften Gesamtaussichten gibt es einen Hoffnungsträger: die privaten Haushalte. Ökonomen sehen im privaten Konsum den wichtigsten Konjunkturmotor für 2026.
Der Grund: Die Inflation geht spürbar zurück und bewegt sich laut Bundesbank auf die 2-Prozent-Marke zu. Gleichzeitig kommen die kräftigen Lohnsteigerungen der letzten Tarifrunden nun real bei den Bürgern an. Die Kaufkraft kehrt zurück.
Marktbeobachter erwarten, dass sich die in unsicheren Zeiten angestiegene Sparquote wieder normalisiert. Das könnte dem Einzelhandel und dem Dienstleistungssektor dringend benötigte Impulse geben. Doch reicht das, um die gesamte Wirtschaft zu ziehen?
Industrie unter Druck: US-Zölle und Strukturprobleme
Während der Binnenkonsum anziehen könnte, bleibt die exportorientierte Industrie das große Sorgenkind. Der Sektor kämpft 2026 an zwei Fronten.
Ein massiver Belastungsfaktor kommt aus Übersee: Die Handelspolitik der USA. Das ifo Institut beziffert die negativen Effekte der US-Zölle konkret. Allein diese Maßnahmen könnten das deutsche Wachstum 2026 um bis zu 0,6 Prozentpunkte dämpfen. Diese Unsicherheit lässt viele Unternehmen bei Investitionen zögern.
Hinzu kommen die hausgemachten Standortprobleme:
* Hohe Energiekosten im internationalen Vergleich
* Anhaltender Fachkräftemangel
* Ein schmerzhafter Transformationsprozess, vor allem in der Automobilbranche
Die Industrieproduktion wird daher voraussichtlich auch im kommenden Jahr nur unterdurchschnittlich zum Wachstum beitragen.
Arbeitsmarkt stabil – aber mit Rissen
Erstaunlich robust zeigt sich derweil der Arbeitsmarkt. Trotz der wirtschaftlichen Stagnation 2025 wird die Arbeitslosenquote 2026 voraussichtlich stabil bleiben oder leicht sinken. Der demografische Wandel verknappt das Arbeitskräfteangebot und verhindert so einen starken Anstieg der Arbeitslosigkeit.
Doch Experten berichten von einer Zweiteilung: Während im Dienstleistungssektor und Gesundheitswesen händeringend Personal gesucht wird, baut die verarbeitende Industrie stellenweise Stellen ab.
Ein Jahr des vorsichtigen Übergangs
Das Jahr 2026 wird von Ökonomen als Übergangsjahr charakterisiert. Es markiert den Versuch, die Stagnation hinter sich zu lassen. Die Rückkehr zu früheren Wachstumsraten von über 1,5 Prozent scheint jedoch vorerst in weiter Ferne.
Die Risiken bleiben hoch. Eine weitere Eskalation geopolitischer Konflikte oder ein härterer Protektionismus könnten die zarte Erholung zunichtemachen. Für den Moment dominiert in den Prognosen ein vorsichtiger Realismus – die Euphorie bleibt aus.
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