Demenz: Verleugnung und Misstrauen als frühe Warnzeichen
11.02.2026 - 04:13:12Verleugnung und plötzliches Misstrauen können erste Alarmsignale für eine Demenz sein. Diese subtilen Persönlichkeitsveränderungen werden von Angehörigen oft übersehen oder als „Marotten“ abgetan. Dabei sind sie entscheidende Hinweise auf neurodegenerative Prozesse im Gehirn. Eine frühzeitige Erkennung ist wichtig, da neue Therapien im Anfangsstadium am wirksamsten sind.
Psychologischer Schutz statt Boshaftigkeit
Die hartnäckige Verleugnung von Gedächtnislücken ist häufig ein Schutzmechanismus. Betroffene spüren ihr Nachlassen und reagieren mit Angst. Das Überspielen von Fehlern oder das Zurückweisen von Hilfe sind Versuche, die eigene Kontrolle und Identität zu wahren. Es handelt sich nicht um bewusste Täuschung, sondern um eine Form der Krankheitsbewältigung.
Parallel kann ein starkes, oft paranoid wirkendes Misstrauen entstehen. Wenn Erinnerungen lückenhaft werden, füllt das Gehirn diese mit falschen Erklärungen. Das führt zu Vorstellungen, Gegenstände seien gestohlen oder Angehörige würden Böses im Schilde führen – obwohl die Schlüssel nur verlegt sind.
Passend zum Thema frühe Demenz-Anzeichen: Wenn Sie oder Angehörige öfter Namen, Termine oder Alltagsdetails vergessen, können einfache, tägliche Übungen helfen, Gedächtnis und Konzentration zu stärken. Der kostenlose Report „Gehirntraining leicht gemacht“ liefert 11 praxistaugliche Übungen, 7 leicht umsetzbare Geheimnisse und einen kurzen Selbsttest, mit dem Sie Ihr persönliches Risiko einschätzen können. Ideal für Betroffene und Angehörige, die aktiv vorbeugen möchten. Jetzt kostenlosen Gehirntraining-Report anfordern
Diese weiteren Symptome sollten aufhorchen lassen
Neben den Verhaltensänderungen deuten weitere subtile Anzeichen auf eine beginnende Demenz hin:
* Praktische Probleme: Schwierigkeiten mit komplexen, aber vertrauten Aufgaben wie dem Bezahlen von Rechnungen oder dem Kochen nach bekanntem Rezept.
* Sprachliche Auffälligkeiten: Häufiges Suchen nach Worten oder der vermehrte Gebrauch von Füllwörtern.
* Sozialer Rückzug: Verlust des Interesses an Hobbys und der Rückzug aus dem Freundeskreis, oft aus Scham oder Überforderung.
* Stimmungsschwankungen: Ungewohnte Reizbarkeit, Ängstlichkeit oder depressive Verstimmungen.
Warum die frühe Diagnose so wichtig ist
Oft wird die Diagnose erst gestellt, wenn die Symptome schon stark ausgeprägt sind. Dabei ist die Früherkennung entscheidend. Neue medikamentöse Therapien können den Krankheitsverlauf verlangsamen – besonders wenn sie früh einsetzen.
Eine frühe Diagnose gibt Betroffenen und Familien zudem Zeit, sich vorzubereiten. Rechtliche und finanzielle Dinge können geregelt und Unterstützungsnetzwerke früh aktiviert werden. Moderne Bluttests könnten künftig eine Diagnose sogar vor dem Auftreten von Gedächtnisverlust ermöglichen.
Die stille Herausforderung für Angehörige
Die Erkennung dieser Frühwarnzeichen erfordert viel Sensibilität. Oft werden sie mit normalen Alterserscheinungen oder einer Depression verwechselt. Die Angst vor der Diagnose und einer Stigmatisierung führt häufig dazu, dass der Arztbesuch hinausgezögert wird.
Es braucht daher mehr Aufklärung und einen offeneren Umgang mit der Krankheit. Beratungsstellen und Angehörigengruppen sind zentral, um Familien im Umgang mit den Verhaltensänderungen zu schulen und zu entlasten. Verleugnung und Misstrauen sollten nicht ignoriert, sondern als mögliche Hilferufe verstanden werden.
@ boerse-global.de
Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt anmelden.


