Demenz, Angehörige

Demenz: So erkennen Angehörige versteckte Schmerzen

24.01.2026 - 21:10:12

Bei Demenzpatienten werden Schmerzen oft übersehen, da sie nicht mehr kommuniziert werden können. Spezielle Beobachtungsskalen und neue KI-Tools helfen bei der Erkennung.

Die verbale Selbstauskunft wird bei fortschreitender Demenz unzuverlässig. Die Krankheit verändert die Schmerzwahrnehmung: Betroffene können den Ort nicht mehr benennen oder das Gefühl nicht einordnen. Das Gehirn verarbeitet die Reize nur noch eingeschränkt.

Stille Hilferufe: Diese Signale deuten auf Schmerzen hin

Da die direkte Frage meist ins Leere läuft, müssen Pflegende und Familien auf non-verbale Hinweise achten. Experten wie die Deutsche Alzheimer Gesellschaft nennen klare Indikatoren:

Anzeige

Vergessen Angehörige oder Sie selbst öfter Namen oder Termine? Ein schneller, anonymer 7‑Fragen‑Selbsttest liefert in rund zwei Minuten eine erste Einschätzung, ob Auffälligkeiten auf Demenz hindeuten und welche nächsten Schritte sinnvoll sind. Das ist besonders nützlich, wenn verbale Angaben unzuverlässig werden. Der Test wurde mit Experten entwickelt und liefert den Link direkt ins E‑Mail‑Postfach. Jetzt den 2‑Minuten‑Demenz‑Selbsttest kostenlos machen

  • Verhalten: Plötzliche Aggression, Reizbarkeit, Unruhe oder das Gegenteil – starker Rückzug und Apathie.
  • Laute: Unerklärliches Stöhnen, Ächzen, Weinen oder Schreien.
  • Gesicht: Ein schmerzverzerrtes Gesicht, zusammengebissene Zähne oder ein ängstlicher Blick.
  • Körper: Eine verkrampfte, steife Haltung, geballte Fäuste oder das Schonen einer Körperregion.

Vom Bauchgefühl zur Skala: Beobachtung objektivieren

Subjektive Eindrücke allein reichen oft nicht aus. Spezielle Fremdeinschätzungsinstrumente schaffen hier Abhilfe. Ein bekanntes Werkzeug ist die Skala “Beurteilung von Schmerzen bei Demenz” (BESD).

Sie erfasst systematisch fünf Kategorien: Atmung, negative Lautäußerungen, Gesichtsausdruck, Körpersprache und die Möglichkeit, Trost zu spenden. Ein Punktesystem gibt Hinweise auf Stärke und Wahrscheinlichkeit von Schmerzen. Das hilft auch, den Verlauf und die Wirkung von Medikamenten zu dokumentieren.

Die fatale Folge: Wenn Schmerzen übersehen werden

Unbehandelte Schmerzen haben gravierende Konsequenzen. Sie können herausfordernde Verhaltensweisen wie Aggression massiv verstärken. Das wird dann oft fälschlicherweise als reines Demenzsymptom gewertet.

Die Folge? Eine unangemessene Behandlung mit Psychopharmaka, obwohl eigentlich ein Schmerzmittel nötig wäre. Chronisches Unwohlsein verschlechtert zudem die Lebensqualität, reduziert soziale Interaktion und die Fähigkeit, den Alltag zu bewältigen.

KI als Helfer: Die Zukunft der Schmerzerkennung

Die Zukunft liegt in der Kombination aus geschulter Beobachtung und Technologie. Forscher arbeiten an KI-gestützten Systemen wie “PainChekTM”. Diese App analysiert per Smartphone-Kamera schmerztypische Mimik in Echtzeit.

Die Daten kombiniert sie mit Beobachtungen zu Verhalten und Lauten. So entsteht eine objektivere Bewertung. Solche Tools könnten etablierte Skalen vor allem bei stark eingeschränkten Patienten ergänzen. Der wichtigste Baustein bleibt aber die Schulung der Pflegenden und Angehörigen.

Anzeige

PS: Gewissheit in nur 2 Minuten: Der anonyme 7‑Fragen‑Test gibt Angehörigen eine schnelle Orientierung, ob beobachtete Veränderungen (z. B. veränderte Schmerzwahrnehmung, Rückzug oder Apathie) weiter abgeklärt werden sollten. Ergebnis und einfache Handlungsempfehlungen kommen per Link ins Mailfach – diskret, kostenlos und von Experten geprüft. Gerade bei Patienten, die Schmerzen nicht mehr klar kommunizieren können, hilft so ein erster, unaufwändiger Check bei der Einschätzung. Jetzt anonymen Demenz‑Check anfordern

@ boerse-global.de