Demenz: 41% Risikosenkung durch Aktivität wissenschaftlich belegt
29.11.2025 - 16:39:12Körperliche Aktivität senkt das Demenzrisiko um bis zu 45 Prozent. Eine neue Studie im JAMA Network Open liefert die bisher konkretesten Zahlen zur Prävention – und beendet damit die Ära vager Vermutungen. Was Neurologen seit Jahren vermuteten, ist nun messbar: Demenz ist kein unvermeidbares Schicksal.
Die Daten stammen aus der renommierten Framingham Heart Study. Marino und sein Team werteten die Langzeitdaten von Tausenden Teilnehmern aus. Das Ergebnis überrascht selbst Experten: Wer in der Lebensmitte körperlich aktiv bleibt, reduziert sein Demenzrisiko um 41 Prozent. Im Alter steigt der Schutzeffekt sogar auf 45 Prozent.
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„Wir sehen einen dosisabhängigen Schutzeffekt, der über Jahrzehnte wirkt”, kommentiert ein unabhängiger Neurologe die Veröffentlichung. Die Studie erschien am 19. November und korrigiert frühere Schätzungen deutlich nach oben.
Der wissenschaftliche Wendepunkt lag bereits im Juli. Auf der Alzheimer’s Association International Conference in Toronto präsentierten Forscher die Ergebnisse der U.S. POINTER-Studie – die erste große randomisierte klinische Studie zur Lebensstil-Intervention in den USA.
Das Studiendesign war simpel: Eine Gruppe absolvierte ein strukturiertes Programm mit physischem Training, MIND-Diät und kognitivem Training. Die andere Gruppe folgte einem flexibleren, selbstgesteuerten Ansatz mit edukativer Unterstützung.
Die Überraschung: Beide Gruppen zeigten signifikante kognitive Verbesserungen. Die Botschaft war klar – Prävention muss nicht aus militärischem Drill bestehen. Auch moderate, alltagstaugliche Lebensstiländerungen wirken messbar.
Die drei größten Risikofaktoren
Parallel veröffentlichte die AARP am 13. November einen Bericht zur Risikolandschaft. Über 600 Studien flossen in die Analyse ein. Das Ergebnis identifiziert drei kritische Hebel für die US-Bevölkerung:
- Hoher Blutzucker (Diabetes und Prädiabetes)
- Hörverlust (unbehandelt)
- Geringe formale Bildung
Der Bericht bestätigt die Erkenntnisse der Lancet Commission von 2024, die bereits Hörverlust und hohes LDL-Cholesterin als Risikotreiber benannt hatte. Prävention findet also nicht nur im Fitnessstudio statt – auch der Gang zum Hörakustiker zählt.
Was das für die Zukunft bedeutet
Eine Projektion aus dem Januar im Nature Medicine warnte: Ohne Gegenmaßnahmen steigt die Zahl der Demenzneuerkrankungen in den USA bis 2060 auf über eine Million pro Jahr. Die aktuellen Studien zeigen jedoch einen Ausweg.
Wenn die nachgewiesenen Risikoreduktionen von 40-45 Prozent auf Bevölkerungsebene skaliert werden, könnte die Kurve der Neuerkrankungen dramatisch abflachen. Gesundheitsökonomen rechnen mit Milliardeneinsparungen im Pflegesektor.
Der Fokus verschiebt sich: Weg von der reinen Medikamentenforschung, hin zur multimodalen Präzisionsprävention. Blutdruckmanagement, Hörgeräteversorgung und Bewegungsprogramme werden 2026 voraussichtlich in nationale Leitlinien aufgenommen – als primäre Demenztherapie.
Die Phase der reinen Beobachtung ist vorbei. Die Wissenschaft liefert nun handfeste Rezepte für die Gehirngesundheit.
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