Delescluse führt neue EU-Einheit für KI-Sicherheit
19.01.2026 - 16:17:12Die EU-Kommission besetzt die Schlüsselposition für die Überwachung riskanter KI-Modelle. Der erfahrene Beamte Matthieu Delescluse leitet künftig die neue KI-Sicherheitseinheit – das Herzstück der Aufsicht nach dem historischen KI-Gesetz.
Die Ernennung beendet eine monatelange Vakanz und unterstreicht den Druck, die Aufsichtsbehörde voll handlungsfähig zu machen. Delescluse, ein langjähriger Technologie-Experte der Kommission, übernimmt die Verantwortung für die Überprüfung der leistungsstärksten KI-Systeme. Seine Einheit wird direkt mit Entwicklern wie Google oder OpenAI zusammenarbeiten und bei Verstößen Sanktionen empfehlen.
Ein Technokrat für die heikelste Aufgabe
Matthieu Delescluse ist kein KI-Forscher, sondern ein erfahrener Regulierungsfachmann. Sein Profil zeigt, worauf es Brüssel jetzt ankommt: nicht auf visionäre Debatten, sondern auf handfeste Durchsetzung. Der 52-Jährige kommt von der Generaldirektion DG Connect und war zuletzt in die EU-Strategie für wirtschaftliche Sicherheit eingebunden.
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„Seine Erfahrung mit Hochrisikotechnologien wie Quantencomputing ist genau das, was wir jetzt brauchen“, kommentiert eine EU-Diplomatin. Delescluse muss das komplexe KI-Gesetz in praktische Kontrollen übersetzen – eine Herkulesaufgabe angesichts des rasanten technischen Fortschritts.
Das Mandat: Systemrisiken eindämmen
Die KI-Sicherheitseinheit hat einen klaren Fokus: Sie überwacht General-Purpose AI (GPAI), also vielseitig einsetzbare Basis-Modelle, die potenziell ganze Gesellschaften destabilisieren könnten. Die Befugnisse sind weitreichend. Die Einheit kann von Anbietern alle notwendigen Daten anfordern, eigene Evaluierungen durchführen und bei Verstößen empfehlen, hohe Strafen zu verhängen.
„Hier entscheidet sich, ob die EU ihr Versprechen einer sicheren KI einlösen kann“, sagt ein Berliner Digitalexperte. Die Gretchenfrage lautet: Wird Brüssel gegenüber US-Techgiganten hart genug auftreten? Delescluse muss beweisen, dass europäische Regulierung mehr ist als gut gemeintes Papier.
Warum ein Insider die Nase vorn hatte
Die Wahl fiel bewusst auf einen Kommissions-Insider statt auf einen externen KI-Star. Das signalisiert Prioritäten: nahtlose Integration in bestehende Digitalpolitik und reibungslose Abstimmung mit den 27 Mitgliedstaaten stehen im Vordergrund. Delescluse kennt die institutionellen Fallstricke in Brüssel aus dem Effeff.
Seine ersten Aufgaben sind klar: Sein Team mit Technik- und Rechtsexperten komplett besetzen und die Bewertungsrahmen für KI-Modelle finalisieren. Parallel arbeitet die Einheit an Verhaltenskodizes für Entwickler – eine Art Gebrauchsanleitung zur Einhaltung des KI-Gesetzes.
Die Uhr tickt. Während in den USA und China KI-Innovationen im Wettlauf vorangetrieben werden, setzt Europa auf Kontrolle. Delescluse wird zum Testfall für einen dritten Weg: Kann regulierte Sicherheit zum Wettbewerbsvorteil werden? Die Antwort wird die globale Tech-Landschaft prägen.
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