DBS, MariBank

DBS und MariBank schicken Geld direkt auf Weixin Pay

13.02.2026 - 08:24:12

DBS und MariBank ermöglichen gebührenfreie Sofortüberweisungen von Singapur direkt auf chinesische Weixin-Pay-Wallets. Die Integration in Chinas Bezahlökosystem vereinfacht Transfers erheblich.

Singapur eröffnet mit zwei Banken direkten Überweisungsweg in Chinas Milliarden-Markt – pünktlich zum Neujahrsfest. Die Finanzmetropole setzt ein starkes Zeichen für moderne Bezahllösungen.

Singapur-Banken umgehen langsame Banktransfers

Der Kampf um schnelle Überweisungen nach China hat eine neue Stufe erreicht. Mit DBS Bank und dem Digitalbanker MariBank bieten gleich zwei große Player in Singapur ab sofort direkte Überweisungen auf die in China allgegenwärtige E-Wallet Weixin Pay an. Die Partnerschaften mit Tencent-Tochter TenPay Global machen langsame, traditionelle Bank-zu-Bank-Transfers überflüssig. Millionen Nutzer in Singapur können nun Geld direkt in die digitale Brieftasche schicken, mit der in China über eine Milliarde Menschen täglich bezahlen.

Der Start der Dienste wenige Tage vor dem Höhepunkt der Überweisungssaison zum Chinesischen Neujahrsfest ist kein Zufall. Er beantwortet die wachsende Nachfrage nach effizienteren Finanzverbindungen. Die Integration in das Weixin-Ökosystem – international als WeChat bekannt – ist ein strategischer Coup. Sie macht internationale Transfers so einfach wie eine lokale Zahlung.

DBS setzt auf Gebührenfreiheit und Sicherheit

Die größte Bank Südostasiens, DBS, hat die neue Funktion für alle Kunden ihrer digibank-App freigeschaltet. Das Besondere: Der Service ist gebührenfrei. Das Geld landet nahezu sofort in der Weixin-Pay-Wallet des Empfängers und kann sofort für Zahlungen genutzt werden.

DBS verzeichnet seit Jahren ein konstantes, zweistelliges Wachstum bei Überweisungsvolumen nach China. Das neue System vereinfacht einen Prozess, der bisher die Angabe eines chinesischen Bankkontos erforderte – oft umständlich und langsam. Für mehr Sicherheit gilt bei der ersten Überweisung an einen neuen Empfänger eine zwölfstündige Wartefrist. Der Empfänger wird einfach über seine bei Weixin registrierte Handynummer hinzugefügt.

Digitalbank MariBank zieht mit Null-Gebühren-Angebot nach

Parallel startet MariBank, die Digitalbank des Tech-Riesen Sea Group, einen identischen Service. Sie ist damit die erste reine Digitalbank Singapurs mit dieser Direktanbindung. MariBank zielt auf Privatkunden und KMU und begründet den Schritt mit einem starken Anstieg der Yuan-Transaktionen.

Um Marktanteile im lukrativen Singapur-China-Korridor zu gewinnen, setzt MariBank ebenfalls auf null Transfergebühren – zumindest vorübergehend als Promotion. Die Strategie ist klar: Durch den Abbau typischer Hürden bei Auslandsüberweisungen will man sich als agile Alternative positionieren.

Brückenschlag zu Chinas abgeschottetem Bezahlsystem

Die strategische Bedeutung der Partnerschaften liegt im Brückenschlag zu Chinas riesigem, aber weitgehend in sich geschlossenen Digital-Ökosystem. Weixin Pay und der Konkurrent Alipay sind in China allgegenwärtig. Die Direktüberweisung in diese Wallets passt die internationalen Banken an die Realität der chinesischen bargeldlosen Wirtschaft an.

Für Nutzer bedeutet das eine erhebliche Erleichterung. Die sofortige Verfügbarkeit der Mittel kontrastiert stark mit traditionellen Methoden, die Stunden oder Tage dauern konnten. Der Empfänger hat das Geld sofort auf der Plattform parat, die er ohnehin ständig nutzt.

Trend zur vollständigen Integration geht weiter

Die Ankündigungen sind Teil eines globalen Trends. Finanzinstitute auf der ganzen Welt suchen nach effizienteren Kanälen nach China. Erst Anfang Februar 2026 kündigte Visa eine Partnerschaft mit UnionPay International an, um Auszahlungen auf chinesische Debitkarten zu vereinfachen.

Der Fokus auf E-Wallets ist jedoch der modernere Ansatz. Er folgt dem tatsächlichen Nutzerverhalten. TenPay Global festigt seine Rolle als zentrale Schaltstelle. Der Dienst unterstützt Überweisungen nach Weixin Pay bereits aus über 100 Ländern.

Nächster Schritt: Bezahlen mit dem Handy vor Ort in China

Die digitale Transformation geht noch weiter. DBS plant für das zweite Halbjahr 2026 die nächste Ausbaustufe. Dann sollen Nutzer der hauseigenen Wallet-App DBS PayLah! in China direkt an der Kasse bezahlen können – indem sie einfach die Weixin-Pay-QR-Codes von Millionen Händlern scannen.

Das wäre der Schritt von der reinen Geldüberweisung hin zu einem umfassenden Bezahlerlebnis für Reisende und Geschäftsleute. Der Druck auf andere Banken und Fintechs in der Region, ähnliche Direktverbindungen aufzubauen, wird steigen. Das Ziel ist klar: Internationale Transaktionen sollen so einfach, schnell und sicher werden wie heimische.

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