David Hagen übernimmt Vorsitz am Düsseldorfer Landesarbeitsgericht
01.02.2026 - 02:04:12Ein erfahrener Jurist übernimmt eine Schlüsselposition in der nordrhein-westfälischen Arbeitsgerichtsbarkeit. David Hagen leitet ab sofort die 11. Kammer des Landesarbeitsgerichts Düsseldorf. Seine Ernennung könnte neue Akzente in der regionalen Rechtsprechung setzen.
Vom Anwalt zum Gerichtsdirektor: Ein vielseitiger Werdegang
Der 55-jährige David Hagen bringt eine ungewöhnlich breite Erfahrung mit. Seine Karriere begann 1998 als Rechtsanwalt, bevor er 2001 in die Arbeitsgerichtsbarkeit Nordrhein-Westfalens wechselte. Diese anwaltliche Praxis verleiht ihm ein tiefes Verständnis für die Perspektiven beider Prozessparteien.
Seine richterliche Laufbahn führte ihn durch mehrere wichtige Stationen. Nach Stationen in Duisburg, Düsseldorf und Oberhausen übernahm er 2016 die Leitung des Arbeitsgerichts Krefeld. Zuletzt führte er parallel dazu bereits die Geschäfte am Landesarbeitsgericht Düsseldorf, wo er seit Dezember 2025 als Vorsitzender Richter ernannt ist.
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Richtervertreter mit politischem Gespür
Über seine richterliche Tätigkeit hinaus engagiert sich Hagen seit 2015 als Vorsitzender des Bezirksrichterrats. In dieser Funktion vertritt er die Interessen seiner Kolleginnen und Kollegen. Diese Erfahrung gibt ihm einzigartige Einblicke in die inneren Strukturen und Herausforderungen der Justiz.
Seine langjährige Tätigkeit als Richtervertreter deutet auf ein hohes Maß an Vertrauen innerhalb der Kollegenschaft hin. Sie verleiht ihm zudem ein ausgeprägtes Gespür für justizpolitische Fragestellungen – eine Qualifikation, die seine neue Rolle als Kammer-Vorsitzender bereichern dürfte.
Pragmatische Rechtsprechung erwartet
Die Besetzung einer solchen Schlüsselposition wird in Fachkreisen aufmerksam verfolgt. Der Vorsitzende Richter prägt maßgeblich die Verhandlungsführung und die juristische Linie seiner Kammer. Auch wenn Urteile kollegial gefällt werden, kommt ihm eine zentrale moderierende Rolle zu.
Experten erwarten unter Hagens Führung eine pragmatische und praxisnahe Rechtsprechung. Seine anwaltliche Vergangenheit könnte zu einer besonders lösungsorientierten Herangehensweise führen. Eine Herangehensweise, die die wirtschaftlichen und sozialen Realitäten der Streitparteien stärker berücksichtigt.
Weichenstellung für NRW
Die Neubesetzung ist eine Weichenstellung für die arbeitsrechtliche Spruchpraxis in einem der wichtigsten Bundesländer. Für Betriebsräte, Gewerkschaften und Unternehmen bedeutet dies: Die künftigen Entscheidungen der 11. Kammer werden mit besonderer Aufmerksamkeit analysiert werden.
Die ersten Urteile unter Hagens Vorsitz dürften daher auf breites Interesse stoßen. Sie werden zeigen, ob und wie der erfahrene Jurist seine vielfältige Expertise in die Rechtsprechung einbringt. Die nordrhein-westfälische Arbeitsgerichtsbarkeit erhält damit einen Vorsitzenden, der Theorie und Praxis aus über 25 Berufsjahren vereint.
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