Dattel: Gesunder Zuckerersatz oder nur ein anderer Zucker?
03.02.2026 - 10:14:12Datteln erleben 2026 als Zuckerersatz ein Comeback. Ernährungsexperten sehen darin aber keine Wunderwaffe. Ihr Gesundheits-Check zeigt: Die Frucht hat Vorteile, aber auch klare Grenzen.
Mehr als nur leere Kalorien
Im direkten Vergleich zu Haushaltszucker punktet die Dattel mit ihrer Nährstoffdichte. Während raffinierter Zucker nur „leere Kalorien“ liefert, stecken in der getrockneten Frucht wertvolle Mikronährstoffe.
- Mineralstoffe: Datteln enthalten viel Kalium, oft mehr als Bananen, sowie Magnesium, Kalzium und Eisen.
- Vitamine und Antioxidantien: Sie liefern B-Vitamine und zellschützende Stoffe wie Flavonoide.
Dennoch bleibt die Kalorienbilanz hoch: Getrocknete Datteln kommen auf etwa 280 bis 300 Kilokalorien pro 100 Gramm. Sie sind kein kalorienarmer Snack.
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Der Blutzucker-Mythos unter der Lupe
Ein Hauptargument für Datteln ist ihr niedriger bis mittlerer Glykämischer Index (GI). Dieser liegt je nach Sorte zwischen 40 und 55 – Haushaltszucker schneidet mit 65 bis 70 deutlich schlechter ab.
Der Grund: Die Ballaststoffe in der ganzen Frucht verlangsamen die Zuckeraufnahme ins Blut. Das verhindert starke Blutzuckerspitzen und die darauffolgenden Heißhungerattacken.
Doch Vorsicht: Dieser Effekt gilt vor allem für die ganze Frucht. Bei stark verarbeiteten Produkten wie Dattelsirup nähert sich die Wirkung wieder der von normalem Zucker an. Diabetiker müssen Datteln weiterhin in ihre Kohlenhydratberechnung einbeziehen.
So trickst die Lebensmittelindustrie
Der „Clean Label“-Trend befeuert den Dattel-Boom. Verbraucher wollen klare Zutatenlisten ohne chemisch klingende Namen. Die Industrie nutzt das geschickt aus.
Statt „Zucker“ steht in der Zutatenliste nun oft „Dattelpaste“ oder „getrocknete Datteln“. Das klingt natürlicher, ist aber im Kern ebenfalls eine Zuckerquelle. Verbraucherschützer mahnen zur Aufmerksamkeit: Auch Fruchtzucker aus Datteln ist Zucker.
In der Küche hat Dattelzucker seine Tücken. Wegen des Faseranteils löst er sich nicht vollständig in Heißgetränken auf. Er eignet sich primär zum Backen – dabei werden Gebäcke aber schneller braun und etwas kompakter.
Medjool oder Deglet Nour: Welche Dattel wofür?
Für den Geschmack und die Verwendung ist die Sorte entscheidend. Auf dem deutschen Markt dominieren zwei Arten:
- Deglet Nour: Die Standard-Dattel im Supermarkt. Sie ist fester, mit nussigem Aroma, und ideal für Müsli oder Salate.
- Medjool: Die „Königsdattel“ ist größer, weicher und schmeckt nach Karamell. Sie wird pur gegessen oder für cremige Pasten und Energy Balls verwendet.
Fazit: Die bessere, aber keine unbegrenzte Süße
Die Bilanz der Experten ist klar: Datteln sind die bessere Wahl unter den Süßungsmitteln. Sie liefern im Gegensatz zu Industriezucker Nährstoffe und Ballaststoffe.
Doch sie bleiben ein hochkalorisches Genussmittel. Die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation, freien Zucker zu reduzieren, gilt auch für konzentrierte Fruchtsüße in großen Mengen. Die Dattel ist eine empfehlenswerte Alternative – aber nur, wenn das Maß stimmt.
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