Darm-Hirn-Forschung, Projekte

Darm-Hirn-Forschung: Zwei neue Projekte entschlüsseln das „zweite Gehirn“

18.01.2026 - 04:00:12

Die Verbindung zwischen Darm und Psyche rückt in den wissenschaftlichen Fokus. Diese Woche starten zwei neue, hochkarätige Forschungsvorhaben in Europa. Sie sollen die komplexe Beziehung zwischen Darm und Gehirn entschlüsseln und Grundlagen für neue Therapien bei psychischen Erkrankungen legen.

Konkret handelt es sich um ein EU-weites Projekt unter Leitung der Universität für Weiterbildung Krems. Parallel dazu startet eine mit 1,5 Millionen Euro geförderte Nachwuchsgruppe am Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE). Beide Initiativen unterstreichen einen Paradigmenwechsel: Der Darm wird zunehmend als ein „zweites Gehirn“ verstanden, das Emotionen und kognitive Fähigkeiten maßgeblich beeinflusst.

Die Darm-Hirn-Achse: Eine ständige Zwei-Wege-Kommunikation

Im Zentrum steht die sogenannte Darm-Hirn-Achse. Dieses bidirektionale Netzwerk verbindet den Verdauungstrakt direkt mit dem zentralen Nervensystem. Informationen fließen über Nerven-, Hormon- und Immunsystem.

Diese intensive Kommunikation erklärt, warum Stress auf den Magen schlägt – und warum umgekehrt Verdauungsprobleme die Stimmung trüben können.

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Das Mikrobiom: Unsere innere Stimmungszentrale

Die Schlüsselakteure in diesem System sind die Billionen Mikroorganismen in unserem Darm, das intestinale Mikrobiom. Dieses Ökosystem ist nicht nur für Verdauung und Immunsystem zuständig.

Neuere Forschungen zeigen: Die Zusammensetzung dieser Darmflora beeinflusst auch die psychische Gesundheit tiefgreifend. Ein Ungleichgewicht (Dysbiose) wird mit Depressionen und Angststörungen in Verbindung gebracht. Die Bakterien produzieren Substanzen, die direkt die Gehirnfunktion beeinflussen können.

Können Probiotika gegen Depressionen helfen?

Die Erkenntnisse eröffnen neue therapeutische Möglichkeiten. Hier kommt die Ernährung ins Spiel – und der Begriff „Psychobiotika“. Dabei handelt es sich um spezifische probiotische Bakterienstämme, die in Studien einen Nutzen für Patienten mit psychischen Erkrankungen zeigten.

Mehrere Untersuchungen deuten darauf hin, dass diese Probiotika die konventionelle Therapie mit Antidepressiva unterstützen und Symptome stärker lindern können. Experten betonen aber: Sie sind kein Allheilmittel, sondern ein vielversprechender Baustein in einem ganzheitlichen Ansatz.

Live-Bilder: Wie der Darm das Gehirn formt

Die neuen Projekte markieren eine Wende. Psychische Leiden werden nicht mehr nur als reine Störung des Gehirns betrachtet, sondern systemisch. Die Forschungsgruppe am DIfE will mit moderner Bildgebung wie der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) live beobachten, wie Darm-Signale die Gehirnaktivität und Stimmung formen.

Ziel ist ein tieferes Verständnis der Krankheitsursachen. Langfristig könnten daraus personalisierte Therapien entstehen – etwa maßgeschneiderte Psychobiotika-Mischungen, die auf das individuelle Mikrobiom eines Patienten abgestimmt sind. Der Weg führt zu einer Psychiatrie, die den Menschen endlich als ganzheitlichen Organismus begreift.

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