Daimler, Truck

Daimler Truck Aktie: US-Geschäft bricht ein

20.01.2026 - 18:36:32

Der Nutzfahrzeughersteller verzeichnet einen globalen Absatzrückgang von 8 Prozent, wobei der wichtige US-Markt um 27 Prozent einbricht. Politische Unsicherheiten aus den USA belasten zusätzlich.

Es kommt derzeit knüppeldick für Daimler Truck. Nach ernüchternden Absatzzahlen für das abgelaufene Jahr sorgen nun auch noch politische Störfeuer aus Washington für Verunsicherung bei Anlegern. Die einst verlässliche “Cash Cow” Nordamerika schwächelt massiv und wirft die drängende Frage auf, wie schnell der Konzern diesen doppelten Gegenwind parieren kann.

  • Absatzrückgang: Weltweite Verkäufe sinken um 8 Prozent.
  • Kernmarkt in der Krise: Nordamerika-Geschäft bricht um 27 Prozent ein.
  • Kursentwicklung: Aktie notiert aktuell bei 39,46 Euro.
  • Lichtblick: E-Mobilität verzeichnet deutliches Wachstum.

Zahlenwerk offenbart fundamentale Schwäche

Die fundamentale Basis für die aktuelle Zurückhaltung der Marktteilnehmer lieferte der Nutzfahrzeughersteller bereits Ende vergangener Woche. Mit einem weltweiten Absatz von 422.510 Einheiten im Jahr 2025 verfehlte das Unternehmen den Vorjahreswert deutlich. Der Rückgang um rund 8 Prozent wiegt schwer, doch die Details der Bilanz bereiten Investoren noch größere Kopfzerbrechen.

Besonders der Blick auf den wichtigsten Gewinnbringer schmerzt: Im Segment Trucks North America brachen die Verkaufszahlen regelrecht ein. Ein Minus von 27 Prozent auf 141.814 Fahrzeuge zeigt, dass die Investitionszurückhaltung der US-Spediteure voll auf die Bücher durchschlägt. Dass ausgerechnet der Markt, der nach der Abspaltung von Mercedes-Benz als verlässlicher Wachstumsmotor galt, nun zur Achillesferse wird, erklärt die Skepsis am Parkett. Einziger Trost bleibt das Segment der emissionsfreien Fahrzeuge, das gegen den Trend um zwei Drittel auf 6.726 Einheiten zulegen konnte.

Angst vor neuen Handelsbarrieren

Zu den operativen Problemen gesellt sich nun eine politische Komponente. Marktbeobachter reagieren nervös auf konkretisierte Pläne der US-Administration unter Donald Trump bezüglich neuer Einfuhrzölle. Zwar produziert Daimler Truck mit seinen Marken Freightliner und Western Star stark lokal in den USA, ist aber dennoch in globale Lieferketten eingebunden.

Diese Unsicherheit spiegelt sich im Kursverlauf wider. Zwar zeigt sich die Aktie heute mit einem Stand von 39,46 Euro stabil, auf Wochensicht steht jedoch ein Minus von gut 2 Prozent zu Buche. Der Titel hat sich damit spürbar von seinem 52-Wochen-Hoch bei 44,39 Euro entfernt und kämpft um eine Bodenbildung.

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Expertenmeinungen gehen auseinander

Die Bewertung der Lage fällt unter Analysten höchst unterschiedlich aus, was die aktuelle Orientierungslosigkeit des Marktes unterstreicht:

  • RBC bleibt optimistisch (“Outperform”) und sieht ein Kursziel von 48 Euro. Die Experten setzen auf die langfristige Ertragskraft, sobald sich der US-Markt normalisiert.
  • Bernstein warnt hingegen (“Underperform”) mit einem Kursziel von lediglich 30 Euro vor weiteren Risiken.
  • UBS wählt den Mittelweg (“Neutral”) und betont die zyklischen Gefahren.

Einig sind sich die Beobachter darin, dass das laufende Aktienrückkaufprogramm und die solide Bilanz zwar eine Stütze bilden, aber gegen den Stimmungsumschwung kurzfristig nur bedingt wirken können.

Klarheit erst im März

Für Aktionäre richtet sich der Fokus nun auf den 12. März 2026. An diesem Datum wird Daimler Truck nicht nur die detaillierten Finanzkennzahlen vorlegen, sondern vor allem die Prognose für das laufende Jahr präsentieren. Es wird entscheidend sein, ob CEO Karin Rådström eine glaubwürdige Strategie aufzeigen kann, um die Profitabilität trotz sinkender Volumina zu sichern. Bis dahin dürfte die Aktie vorrangig von geopolitischen Schlagzeilen getrieben werden.

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