Cyberpunk 2077 im Jahr 2026: Vom Desaster zum Pflichtkauf – lohnt der Einstieg jetzt wirklich?
06.01.2026 - 18:49:43Stell dir vor, du kommst nach einem langen Tag nach Hause. Du willst abtauchen, alles ausblenden – aber die meisten Games fühlen sich gleich an: Copy-Paste-Open-World, belanglose Nebenmissionen, Entscheidungen ohne echten Impact. Du siehst Zahlen, Skilltrees, Icons – aber kaum Emotion.
Was du eigentlich willst: eine Welt, die dich aufsaugt. Eine Stadt, die atmet. Geschichten, die dir noch Tage später im Kopf herumschwirren. Du willst nicht nur spielen – du willst leben in einem anderen Universum.
Viele Titel versprechen genau das. Die Realität sind dann aber oft veraltete Grafik, müde KI, seelenlose Sammelquests. Und irgendwo in dir wächst der Zweifel: Gibt es dieses eine Spiel, das wirklich wie ein interaktiver Sci-Fi-Film funktioniert?
Die Lösung: Cyberpunk 2077 als zweite Chance für deine Gaming-Zeit
Genau hier kommt Cyberpunk 2077 ins Spiel – ein Name, der 2020 für Shitstorms, Bugs und Meme-Potenzial stand. Aber was danach passiert ist, ist im Gaming selten: CD Projekt hat das Spiel über Jahre systematisch repariert, erweitert und mit dem großen Update 2.0 und der Erweiterung Phantom Liberty praktisch neu erfunden.
2026 ist Cyberpunk 2077 nicht mehr das Chaos-Produkt vom Launch, sondern für viele Spieler und Kritiker eines der stimmigsten Singleplayer-Rollenspiele dieser Generation. Auf Reddit und in YouTube-Reviews liest du Sätze wie „Now it finally feels like the game they promised“ oder „This is my favorite RPG world ever“ – und genau dieser Wandel macht es so spannend, jetzt einzusteigen.
Du schlüpfst in die Rolle von V, einem Söldner in der Mega-Metropole Night City. Du entscheidest, ob du als Street Kid, Corpo oder Nomad startest – und diese Wahl verändert Dialoge, Stimmung und manche Missionen. In deinem Kopf: die Stimme von Johnny Silverhand, gespielt von Keanu Reeves, der dich permanent moralisch, zynisch und emotional triggert. Das Ergebnis ist kein typischer Power-Fantasy-Trip, sondern eine dichte, erwachsene Cyberpunk-Story über Identität, Kontrolle und Freiheit.
Warum gerade dieses Modell? Der Realitäts-Check
Warum solltest du ausgerechnet Cyberpunk 2077 zocken, wo es doch inzwischen unzählige Open-World-RPGs gibt? Weil es Dinge kombiniert, die sonst selten zusammenkommen – und weil die großen Updates das Spiel auf ein Niveau gehoben haben, das sich 2026 immer noch frisch anfühlt.
- Update 2.0 & Phantom Liberty: Das Skillsystem wurde komplett überarbeitet. Statt kleinteiliger Prozentboni bekommst du mächtige, spürbare Perks, die deinen Spielstil wirklich verändern – vom Netrunner-Hacker bis zur Nahkampf-Cyberbestie. Du fühlst dich nicht wie ein Spreadsheet, sondern wie eine Figur mit klarer Identität.
- Next-Gen-Optik: Auf PC und Current-Gen-Konsolen (PS5, Xbox Series X|S) liefert Cyberpunk 2077 jetzt genau das Neon-Noir-Gesicht, das die Trailer versprochen haben: Raytracing, dichte Menschenmengen, glaubwürdige Lichter, Regen auf Chrom-Karosserien. Das sieht nicht nur „schön“ aus – es macht Night City zu einem Ort, in dem du dich verlieren kannst.
- Verbessertes Police- und Fahrzeugsystem: Die Polizei reagiert jetzt nachvollziehbarer, Chases und Gefechte fühlen sich organischer an. Fahrzeuge steuern sich deutlich besser als zum Release, wodurch Verfolgungsjagden und Cruisen durch Night City richtig Laune machen.
- Storytelling auf AAA-Serien-Niveau: Die Hauptstory und viele Nebenquests wurden von Spielern und Kritikern immer wieder mit Prestige-Serien verglichen – inklusive moralischer Grauzonen, ambivalenter Charaktere und bittersüßer Enden. Du bekommst keine klassische Heldenreise, sondern persönliche, oft schmerzhafte Cyberpunk-Dramen.
- Phantom Liberty als Premium-Addon: Die Erweiterung bringt einen komplett neuen Distrikt (Dogtown), Spionage-Thriller-Vibes und zusätzliche Enden. Viele Reviews nennen sie das „best designte“ Stück Content im ganzen Spiel – kompakt, fokussiert, extrem atmosphärisch.
- Massiv verbesserte Performance & Stabilität: Wo 2020 Abstürze und Bugs dominierten, berichten aktuelle Spieler vor allem von flüssigem Gameplay (vorausgesetzt halbwegs aktuelle Hardware) und stabilen Sessions.
Cyberpunk 2077 – Auf einen Blick: Die Fakten
Cyberpunk 2077 ist heute ein ausgereiftes, storygetriebenes Open-World-Rollenspiel, das seine ursprünglichen Versprechen weitgehend einlöst. Die folgende Tabelle zeigt dir, was das konkret für dich bedeutet.
| Merkmal | Dein Nutzen |
|---|---|
| Open-World-Metropole Night City | Eine der dichtesten, atmosphärischsten Städte im Gaming – perfekt zum Abtauchen nach Feierabend. |
| Update 2.0 Rework des Skill-Systems | Weniger Micromanagement, mehr spürbare Power-Fantasien – dein Spielstil fühlt sich einzigartig an. |
| Erweiterung Phantom Liberty (optional) | Zusätzliche Story-Kampagne im Spionage-Stil, neue Enden und ein eigener Distrikt für noch mehr Spielzeit. |
| Next-Gen-Optimierung (PS5, Xbox Series X|S, PC) | Deutlich bessere Performance, schnellere Ladezeiten und moderne Grafikfeatures wie Raytracing. |
| Hollywood-Cast (u. a. Keanu Reeves, Idris Elba) | Filmreife Inszenierung, die Dialoge, Zwischensequenzen und Charaktere emotional auflädt. |
| Mehrere Enden & Verzweigungen | Deine Entscheidungen haben Gewicht – ideal, wenn du Wert auf Wiederspielbarkeit legst. |
| Breite Plattform-Unterstützung | Spielbar auf PC, PlayStation und Xbox; du kannst auf deiner bevorzugten Plattform einsteigen. |
Cyberpunk 2077 – Das sagen Nutzer und Experten
Cyberpunk 2077 hat einen bemerkenswerten Imagewandel hingelegt. In aktuellen Reddit-Threads und YouTube-Reviews liest du eine klare Tendenz: Von „unspielbar“ zu „eines der besten Singleplayer-Erlebnisse der letzten Jahre“.
Was Spieler lieben:
- Die Atmosphäre von Night City: Viele betonen, dass sie seit Jahren keine Spielwelt mehr hatten, in der sie einfach nur „herumfahren und schauen“ wollten. Die Mischung aus Neon, Dreck, Hochglanz und Verzweiflung trifft den Cyberpunk-Ton fast perfekt.
- Charaktere und Sidequests: Immer wieder werden Figuren wie Judy, Panam oder River erwähnt, deren Geschichten Spieler noch lange beschäftigen. Die Nebenquests fühlen sich oft wie komplett eigene Mini-Serien an – nicht wie Füllmaterial.
- Phantom Liberty: Die Erweiterung wird häufig als „Pflicht“ empfohlen, wenn du auf packende, dichte Stories stehst. Besonders gelobt werden Spannung, Musik und das moralisch graue Ende.
- Technischer Zustand: Während es vereinzelt noch Bugs gibt (vor allem in sehr komplexen Spielständen), ist das Gesamtbild: solide Performance, deutlich weniger Glitches, spielbar von Anfang bis Ende ohne Frust.
Kritikpunkte, die du realistisch einplanen solltest:
- Die „Lebenspfade“ (Nomad, Street Kid, Corpo) ändern vor allem den Einstieg und Dialognuancen – wer ein komplett anderes Spiel je nach Wahl erwartet, könnte enttäuscht sein.
- Das Ende bleibt bewusst bittersüß; wer ein reines Happy End sucht, wird das nicht immer bekommen.
- Auf sehr alter Hardware kann es weiterhin zu Performance-Einbußen kommen; das Spiel ist technisch anspruchsvoll.
Trotzdem: Der Tenor der Fachpresse ist seit den großen Patches deutlich positiv – viele Magazine haben ihre Wertungen nach oben korrigiert und sprechen inzwischen offen von einem „Redemption Arc“, der im AAA-Bereich selten ist.
Ein spannender Nebenaspekt: Hinter dem Spiel steht das polnische Studio und Publisher CD Projekt S.A. (ISIN: PLOPTCD00011), das schon mit The Witcher 3 gezeigt hat, wie langfristige Game-Betreuung aussehen kann.
Alternativen vs. Cyberpunk 2077
Natürlich ist Cyberpunk 2077 nicht das einzige große Rollenspiel da draußen. Aber es besetzt eine sehr konkrete Nische:
- Gegenüber Fantasy-RPGs wie The Witcher 3 oder Elden Ring liefert Cyberpunk einen selten gut umgesetzten Sci-Fi-Cyberpunk-Look – also keine Drachen und Burgen, sondern Megacorporations, Chrome-Arme und Neon-Regen.
- Im Vergleich zu Open-World-Shootern wie GTA V liegt der Fokus viel stärker auf Story, Dialogen und Charakterentwicklung. Die Stadt ist Bühne für Geschichten, nicht nur für Chaos.
- Im Vergleich zu komplexen CRPGs wie Baldur’s Gate 3 ist Cyberpunk 2077 zugänglicher: Du bekommst tiefes Rollenspiel, aber mit direkter Third-Person-/Ego-Action und weniger Regelsystem-Ballast.
Beim Preis-Leistungs-Verhältnis sieht es 2026 spannend aus: Das Basisspiel ist regelmäßig stark reduziert zu haben, und die Kombination aus Hauptspiel plus Phantom Liberty liefert dir locker 50–80 Stunden Content – mehr, wenn du Night City wirklich auskostest.
Wenn du also ein storygetriebenes, erwachsenes Sci-Fi-Rollenspiel suchst, das cineastische Inszenierung mit einer der beeindruckendsten Städte im Gaming kombiniert, ist Cyberpunk 2077 in seiner aktuellen Form schwer zu schlagen.
Fazit: Lohnt sich der Kauf?
Cyberpunk 2077 ist heute vor allem eines: ein zweiter Versuch, der sich wirklich lohnt. Das Spiel hat seine Fehler nicht versteckt, sondern ist an ihnen gewachsen. Die Bugs von 2020 sind größtenteils Geschichte, geblieben sind eine brutale, wunderschöne Zukunftsvision, starke Charaktere und Entscheidungen, die sich nie ganz richtig anfühlen – im besten Sinne von Cyberpunk.
Wenn du bereit bist für eine dichte, manchmal düstere, aber immer faszinierende Reise durch Night City, wenn du abends nicht nur „ein bisschen zocken“, sondern in einen anderen Körper, ein anderes Leben schlüpfen willst, dann ist jetzt der perfekte Zeitpunkt einzusteigen.
Die Frage ist nur: Traust du dich, den Chip in deinen Kopf zu stecken – und zu sehen, wer du in dieser Zukunft wirklich bist?


