Cyberbetrüger, WhatsApp

Cyberbetrüger nutzen WhatsApp für neue Phishing-Welle

03.01.2026 - 07:30:12

Das neue Jahr beginnt für Schweizer Online-Käufer und -Verkäufer mit einer massiven Betrugswelle. Kriminelle locken Nutzer von Plattformen wie Tutti.ch und Ricardo gezielt auf WhatsApp, um an Zahlungsdaten zu gelangen. Die Kantonspolizei Zürich verzeichnet einen signifikanten Anstieg der Meldungen.

Die Betrüger kontaktieren Verkäufer oft nur Minuten nach der Inseratsveröffentlichung. Sie täuschen echtes Interesse vor, drängen dann aber auf den Wechsel zu WhatsApp – angeblich wegen einer “schlechten Verbindung”. Anschließend behaupten sie, die Zahlung sei bereits über einen Kurierdienst erfolgt.

Der Verkäufer erhält einen Link oder QR-Code, um das Geld “freizuschalten”. Dahinter verbergen sich täuschend echte Phishing-Seiten, die Login-Daten für Bankkonten oder TWINT abgreifen. Diese Seiten werden zunehmend dynamisch generiert, was ihre Erkennung erschwert.

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Gefährlicher Identitätsdiebstahl per SMS

Eine neue Variante zielt direkt auf die Übernahme von Konten ab. Die Täter verlangen eine “Sicherheitsverifizierung” und bitten um die Weitergabe eines sechsstelligen SMS-Codes. Dabei handelt es sich in Wahrheit um den Verifizierungscode für einen neuen WhatsApp-Account.

Gibt das Opfer den Code heraus, übernehmen die Kriminellen dessen WhatsApp-Konto. Im Namen des Geschädigten bitten sie dann Freunde und Familie um Geld oder starten weitere Betrügereien unter der gestohlenen Identität. Die Polizei warnt: Kein seriöser Marktplatz verlangt jemals die Weitergabe von SMS-Codes.

Fake-Shops mit Schweizer Ködern

Parallel dazu sprießen gefälschte Online-Shops aus dem Boden. Besonders auffällig sind Domains, die bekannte Marken mit dem Zusatz “-schweiz.com” kombinieren, wie ciderschweiz.com. Diese Shops locken mit unrealistischen Rabatten und sind oft nur wenige Tage online.

Die Verbindung zum Messenger-Betrug ist fließend: In WhatsApp-Chats werden Nutzer auf diese “Partner-Shops” verwiesen, um angeblich sicheres Zubehör zu kaufen.

Warum die Welle jetzt zuschlägt

Der explosive Anstieg zu Jahresbeginn ist kein Zufall. Nach Weihnachten herrscht auf Plattformen wie Ricardo Hochbetrieb – viele unerfahrene Nutzer verkaufen ungewollte Geschenke. Diese Neulinge sind eine ideale Zielgruppe für Social-Engineering-Angriffe.

Die Qualität der Betrugsversuche hat sich deutlich erhöht. Kriminelle nutzen KI-gestützte Tools, um fehlerfreie und optisch perfekte Kopien von Bank- oder Post-Webseiten zu erstellen. Die Plattformbetreiber können zwar in ihren eigenen Chats warnen, haben aber keine Kontrolle über Gespräche auf WhatsApp.

So schützen Sie sich 2026

Die wichtigste Regel lautet: Belassen Sie die gesamte Kommunikation auf der Verkaufsplattform. Brechen Sie den Kontakt sofort ab und melden Sie das Profil, wenn Ihr Gegenüber auf einen Messenger-Wechsel drängt oder Links zur Zahlung schickt.

  • Nie SMS-Codes weitergeben.
  • Nie auf Links oder QR-Codes von unbekannten Kontakten klicken.
  • Immer das interne Bezahlsystem der Plattform nutzen.

Experten prognostizieren für das erste Quartal 2026 eine weitere Verschärfung. Sie rechnen mit dem Einsatz von KI-Stimmen (Deepfakes), um in Telefonaten Support-Mitarbeiter oder Käufer vorzutäuschen. Die Geschwindigkeit, mit der Betrüger neue Methoden entwickeln, bleibt die größte Herausforderung.

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