Cyber-Weekend, Indie-Apps

Cyber-Weekend: Indie-Apps im Ausverkauf

30.11.2025 - 18:09:12

Während die großen Elektronikmärkte langsam in den Weihnachtsmodus schalten, dreht sich das Karussell für unabhängige Software-Entwickler gerade erst richtig. Nach dem Black Friday haben Hunderte von Indie-Produktivitäts-Apps synchronisierte Rabattaktionen gestartet – mit den tiefsten Preissenkungen seit Jahren. Kann sich die neue Welle von AI-Tools gegen etablierte Platzhirsche durchsetzen?

Von seltenen Preisnachlässen auf Klassiker wie Things 3 bis zu massiven Bundle-Angeboten: Dieses Wochenende entwickelt sich zum entscheidenden Zeitfenster für alle, die ihre digitalen Workflows für 2026 optimieren wollen. Besonders spannend wird es, wenn selbst Entwickler mit eiserner Preisdisziplin plötzlich zu Rabatten greifen.

Das Herzstück der Aktion ist die Initiative “Indie App Sales” – ein Community-Projekt, das 2025 dramatisch gewachsen ist. Laut Berichten von 9to5Mac und MacStories vom Freitag umfasst der diesjährige Katalog über 800 Anwendungen für macOS, iOS, iPadOS und Apples Vision-Plattform.

Die Initiative bündelt Rabatte unabhängiger Entwickler, um gegen die großen Tech-Konzerne sichtbar zu bleiben. Die schiere Teilnehmerzahl zeigt: Kleine Entwickler setzen zunehmend auf das Prinzip der gemeinsamen Stärke. Die Aktion läuft noch bis Mittwoch, den 3. Dezember.

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Besonders ins Auge fällt das Editors’ Choice Bundle: Für 64 Euro (50 Prozent Rabatt) gibt es zwölf Premium-Werkzeuge, darunter DaisyDisk, CleanShot X, Bike Outliner, Downie 4 und Default Folder X. Wer auf lebenslange Lizenzen statt Abos setzt, findet hier eines der stärksten Angebote des Wochenendes.

Things 3: Wenn Traditionalisten rabattieren

Die größte Überraschung kommt von Cultured Code. Das deutsche Entwicklerstudio hinter dem preisgekrönten Aufgabenmanager Things 3 ist bekannt für eiserne Preisdisziplin. Rabatte? Fehlanzeige – normalerweise.

Seit Freitag jedoch gibt es 30 Prozent Nachlass auf allen Plattformen (iPhone, iPad, Mac). Diese ungewöhnliche Entscheidung hat Things 3 zum meist diskutierten Produktivitäts-Tool des Wochenendes gemacht. Nutzer stürmen die digitalen Regale, bevor die Aktion endet.

Auch Flying Meat senkt den Preis seines Bildeditors Acorn auf 16,80 Euro – ein Nachlass von knapp neun Euro. Für Datenschutz-Bewusste gibt es StopTheMadness Pro, eine Browser-Erweiterung gegen aufdringliche Websites, für 9,20 Euro (bis 5. Dezember).

KI-Tools dominieren das Angebot

Der Trend “KI überall” prägt auch die Produktivitätsbranche Ende 2025. BoltAI, ein nativer macOS-Client für verschiedene KI-Modelle, lockt mit 51 Prozent Rabatt (Code: BFCM25). TypingMind, ein weiterer Spitzenreiter bei KI-Interfaces, steht ebenfalls auf den Deal-Listen – Zeichen der explodierenden Nachfrage nach Tools für Large Language Models.

Doch wie lange können diese Newcomer gegen etablierte Platzhirsche bestehen? Die aggressiven Rabatte der Traditionshersteller deuten darauf hin: Auch gestandene Entwickler spüren den Druck der neuen KI-Konkurrenz.

Entwickler verbinden Verkauf mit Wohltätigkeit

Das österreichische Studio Eternal Storms Software – bekannt für Yoink, ScreenFloat und DeskMat – bietet Rabatte zwischen 50 und 77 Prozent. Das Besondere: 30 Prozent aller Erlöse gehen an das St. Anna Kinderkrebsforschungsinstitut in Wien.

Diese Kombination aus drastischen Preissenkungen und Spendenaktionen trifft einen Nerv bei der Community. Das gesamte Portfolio des Studios erlebt einen Sichtbarkeitsschub.

Auch TelemetryDeck, eine datenschutzorientierte Analytics-Plattform, setzt auf den “Indie-hilft-Indie”-Gedanken: 40 Prozent Rabatt für Neukunden (Code: INDIEBLACK2025). Das Angebot zielt auf Entwickler, die App-Performance tracken wollen – ohne Nutzerdaten zu opfern.

Kampf gegen die Abo-Müdigkeit

Ein deutlicher Trend: Viele Entwickler reagieren auf die wachsende “Subscription Fatigue”. Während zahlreiche Apps auf wiederkehrende Einnahmen gesetzt haben, machen die Cyber-Weekend-Angebote Langzeit-Käufe wieder attraktiv.

Darkroom, der Apple Design Award-Gewinner für Foto- und Videobearbeitung, fährt zweigleisig: 50 Prozent auf das erste Jahr des “Darkroom+”-Abos – aber auch 25 Prozent auf die “Forever”-Mitgliedschaft. Eine klare Antwort auf Power-User, die einmalige Kosten gegenüber monatlichen Gebühren bevorzugen.

Die Zwischenablage-Verwaltung Paste bietet ebenfalls 50 Prozent auf das erste Abo-Jahr. DEVONtechnologies, Macher des Informationsmanagement-Giganten DEVONthink, gewährt pauschale 25 Prozent auf alle Produkte – und hält am klassischen Lizenzmodell fest, das bei Akademikern und Profis geschätzt wird.

Das Zeitfenster schließt sich

Der Großteil der bei Indie App Sales und Tech-Blogs gelisteten Angebote endet am Cyber Monday, 1. Dezember, oder spätestens am Mittwoch, 3. Dezember.

Branchenbeobachter sehen in der Breite der diesjährigen Indie-Sales einen gesunden, wenn auch hart umkämpften Markt für Drittanbieter-Software. Dass selbst etablierte Player wie Cultured Code zu Rabatten greifen, zeigt: Die Flut neuer KI-Konkurrenten zwingt zum Handeln.

Für Käufer bleiben noch 24 bis 72 Stunden, um sich diese Preise für 2025 zu sichern. Experten empfehlen angesichts steigender Preise für digitale Güter den Fokus auf “Lifetime”-Lizenzen wie das Editors’ Choice Bundle oder Darkrooms “Forever”-Variante.

Bleibt die Frage: Wie werden die Entwickler die Welle neuer Nutzer nach diesem historischen Rabatt-Event binden? Vorerst jedenfalls sind die digitalen Geschäfte geöffnet – und die Deals leben.

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