Curiosity, Management

Curiosity Management: Neugier wird zum harten Wettbewerbsfaktor

10.01.2026 - 19:52:12

Systematische Neugierförderung wird zum zentralen Wettbewerbsfaktor, um Mitarbeiter für den effektiven KI-Einsatz zu befähigen und eine lernende Organisation zu schaffen.

KI ist da – jetzt braucht es Mitarbeiter, die sie richtig nutzen. Das Personalmanagement setzt 2026 auf systematische Neugierförderung als strategischen Hebel.

In einer von KI und rasantem Wandel geprägten Arbeitswelt rückt die menschliche Anpassungsfähigkeit in den Mittelpunkt. Während sich Unternehmen zuletzt auf die technische Implementierung konzentrierten, wird die systematische Förderung von Neugier nun zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Branchenanalysen und Konferenzagenden dieser Woche zeigen: Aus dem “Soft Skill” ist ein harter Wirtschaftsfaktor geworden.

Die Antwort auf die KI-Ära heißt Neugier

Der Fokus hat sich verschoben. Es geht nicht mehr nur darum, KI-Tools einzuführen, sondern darum, wie Belegschaften sie effektiv nutzen können. Technische Schulungen allein reichen nicht aus, um das Tempo der Transformation zu bewältigen. Stattdessen brauchen Organisationen eine Kultur, die das Hinterfragen des Status quo und das Erkunden neuer Lösungen belohnt.

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Aktuelle Analysen identifizieren eine “Forscher-Mentalität” als Schlüsselkompetenz für dieses Jahr. Mitarbeiter sollen ermutigt werden, Daten zu analysieren, Muster zu erkennen und evidenzbasierte Entscheidungen zu treffen. Diese Fähigkeiten, einst auf F&E-Abteilungen beschränkt, werden nun für die gesamte Belegschaft relevant.

Neugier als Führungsaufgabe

Der Trend wird zunehmend formalisiert und in Führungsstrategien verankert. Fachveranstaltungen wie die Rethink! HR Tech DACH 2026 thematisieren “Neugier-Management” explizit als Treiber für den notwendigen Mindset-Wandel.

Der Ansatz geht über reine Appelle hinaus. Es geht um die Schaffung von psychologischer Sicherheit – einem Umfeld, in dem Mitarbeiter Fragen stellen und Fehler machen dürfen, ohne Sanktionen fürchten zu müssen. Experten wie Klemens Steiner von der ERGO Group AG zeigen, wie sich diese Haltung produktiv in Vertriebs- und HR-Strukturen integrieren lässt.

In einer zunehmend kompetenzbasierten Organisation ist die eigenmotivierte Lernbereitschaft der wichtigste Treibstoff für Upskilling und Reskilling. Neugier wird so zum zentralen Mechanismus, um dynamisch auf entstehende Kompetenzlücken zu reagieren.

Die datengetriebene und ethische Dimension

People Analytics und ethische KI-Nutzung bilden die administrativen Säulen dieses kulturellen Wandels. Mit dem weiteren Inkrafttreten des EU AI Acts 2026 stehen Personalabteilungen vor der doppelten Herausforderung, KI nicht nur effizient, sondern auch rechtssicher einzusetzen.

Hier spielt Neugier eine zweifache Rolle:
1. Für HR-Teams selbst: Sie müssen neugierig bleiben, um komplexe regulatorische und technologische Neuerungen zu verstehen.
2. Für die Belegschaft: Mitarbeiter müssen befähigt werden, KI-Ergebnisse kritisch zu hinterfragen. Diese “algorithmische Neugier” hilft, Verzerrungen und Fehler zu erkennen, anstatt blind auf automatisierte Vorschläge zu vertrauen.

Durch die Verknüpfung von Personal- und Geschäftsdaten lässt sich der Nutzen von Lern- und Neugier-Initiativen immer besser messen. Unternehmen, die diese Verbindung herstellen, können Investitionen in die Unternehmenskultur gegenüber der Geschäftsführung überzeugender legitimieren.

Vom Tool zum Mindset: Die Prioritäten verschieben sich

2026 markiert eine Zäsur. Die Technologie ist implementiert – nun muss der Mensch folgen. “Curiosity Management” etabliert sich als das fehlende Bindeglied zwischen leistungsstarken KI-Systemen und den Mitarbeitern, die sie bedienen.

Für Personalverantwortliche bedeutet das eine klare Verschiebung der Prioritäten. Während administrative Exzellenz durch Automatisierung zur Standardware wird, liegt die künftige Wertschöpfung in der Orchestrierung einer lernenden Organisation. Es ist zu erwarten, dass noch in diesem Jahr neue Kennzahlen entwickelt werden, um “Organizational Curiosity” messbar zu machen – etwa durch die Analyse interner Mobilität oder der Innovationsrate in Teams.

Die Botschaft ist eindeutig: In einer Welt, in der KI Antworten immer günstiger liefert, steigt der Wert der richtigen Fragen. Und damit der Wert der Neugier.

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