CREATE-Studie: 17 Millionen Euro für neue Ära der Kiefermedizin
10.01.2026 - 17:00:12Eine US-Großstudie entschlüsselt erstmals, wie Stress und Kieferbeschwerden zusammenhängen – und revolutioniert damit die Zahnmedizin.
Die US-Gesundheitsbehörde NIH stellt 17 Millionen Euro bereit, um das Rätsel der temporomandibulären Störungen (TMD) zu lösen. Die auf fünf Jahre angelegte CREATE-Studie startete diese Woche unter Leitung der Universitäten Pittsburgh und Buffalo. Ihr Ziel: den biopsychosozialen Zusammenhang von Stress, Schlaf und Kieferschmerzen wissenschaftlich zu entschlüsseln. Etwa zehn Prozent der Erwachsenen leiden unter den schmerzhaften Kiefergelenksbeschwerden, Frauen sind besonders häufig betroffen.
Der Ansatz der Studie markiert eine radikale Wende. Statt nur das knirschende Gelenk zu behandeln, rückt der gesamte Mensch in den Fokus. “Wir müssen Patienten genau ‘phänotypisieren'”, erklärt das Forschungsteam. Das bedeutet: Nicht das Symptom, sondern die individuelle Ursachenkombination steht im Mittelpunkt.
Moderne Technologien wie Hirnscans und Mikrobiom-Analysen sollen dabei helfen. Sie zeigen, warum psychischer Stress bei manchen Menschen direkt in den Kiefer “wandert”. Bisher fehlte der genaue Mechanismus – die Studie will ihn jetzt finden. Damit validiert die Hochschulmedizin, was Komplementärmediziner lange postulieren: den Kiefer als “Stressventil” des Körpers.
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Integrative Pflege: Das Ende der Fach-Silos
Die Vision der Forscher geht über die reine Diagnostik hinaus. Sie fordern eine integrative holistische Pflege, die Zahnärzte, Schmerztherapeuten und Psychologen zusammenbringt. “Wir müssen die Behandlung aus den isolierten Fachbereichen herausholen”, betont Schmerzexpertin Sonia Sharma.
Für Patienten könnte der Zahnarztbesuch der Zukunft damit anders aussehen. Eine Diagnose würde nicht nur ein Röntgenbild umfassen, sondern auch eine Analyse von Stresslevel, Schlafqualität und allgemeiner Gesundheit. Ein personalisierter Behandlungsplan könnte die Folge sein.
Selbsthilfe: Was Betroffene jetzt tun können
Bis die Studienergebnisse in die Praxis fließen, dauert es. Experten raten Betroffenen jedoch, nicht zu warten, sondern aktiv zu werden:
- Kiefer-Check: Mehrmals täglich bewusst prüfen, ob die Zähne aufeinanderpressen. In der Ruheposition sollten sie sich nicht berühren.
- Vagus-Nerv aktivieren: Tiefes Zwerchfellatmen beruhigt das Nervensystem und entspannt die Kaumuskulatur.
- Sanfte Massage: Gezieltes Massieren des großen Kaumuskels (M. masseter) kann akute Verspannungen lösen.
Die massive Forschungsinvestition sendet ein klares Signal: Die Ära der rein mechanischen Zahnmedizin neigt sich dem Ende zu. Die Zukunft gehört einem Verständnis, das den Kiefer als Spiegel der gesamten körperlichen und seelischen Gesundheit begreift.


