Baden-Württemberg, Elite-Schmiede

connAIx: Baden-Württemberg gründet Elite-Schmiede für Künstliche Intelligenz

02.02.2026 - 05:39:12

Drei Top-Universitäten gründen in Heilbronn ein KI-Forschungszentrum mit jährlich 30 Millionen Euro Förderung, um den Technologietransfer in die Wirtschaft zu beschleunigen.

Baden-Württemberg baut seine Spitzenposition in der europäischen KI-Forschung massiv aus. Mit der neuen Forschungs- und Graduiertenschule connAIx in Heilbronn entsteht ein Leuchtturm für angewandte Künstliche Intelligenz. Drei Top-Universitäten bündeln ihre Kompetenzen, um den Technologietransfer in die Wirtschaft zu beschleunigen und den dringend benötigten KI-Nachwuchs auszubilden.

Die offizielle Gründungsvereinbarung für das Zentrum wurde Ende Januar unterzeichnet. Es ist ein strategisches Gemeinschaftsprojekt des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), der Universität Stuttgart und der Universität Tübingen. Ihr Ziel: Die Lücke zwischen exzellenter Grundlagenforschung und industrieller Innovation schließen.

Drei Elite-Unis formen strategische Allianz

Die Kooperation vereint interdisziplinäre Expertise aus den Ingenieur- und Computerwissenschaften. Standort ist bewusst das industriestarke Heilbronn, wo bereits ein dichtes Innovationsnetzwerk existiert. „Diese Fusion wird den Innovationsstandort Baden-Württemberg weiter stärken“, betonte Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

Der Forschungsfokus liegt auf Schlüsselbereichen, in denen KI entscheidende Fortschritte bringen kann: Robotik, Chipdesign und Cybersicherheit. Konkrete Anwendungen sollen in den Feldern Fertigung, Mobilität, Energie und Gesundheit entwickelt werden. Aus der Grundlagenforschung sollen so marktreife Lösungen entstehen.

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Millionen-Investition in die technologische Souveränität

Das Land stellt die Weichen für die langfristige Finanzierung. Nach der vollständigen Inbetriebnahme 2029 sind jährlich bis zu 30 Millionen Euro an Landesmitteln vorgesehen. Diese Summe soll zehn neue Professuren sowie 60 internationale Doktoranden- und 20 Postdoc-Stellen finanzieren.

Ergänzt wird die öffentliche Förderung durch ein starkes privates Engagement. Die Dieter Schwarz Stiftung stellt das notwendige Land und die Infrastruktur in Heilbronn kostenfrei zur Verfügung. „Solche Innovationsökosysteme sind entscheidend, um in der internationalen KI-Konkurrenz vorne mitzuspielen“, so Wissenschaftsministerin Petra Olschowski.

Brückenschlag zwischen Hochschule und Wirtschaft

Die Kernmission von connAIx ist der beschleunigte Transfer von der Forschung in die Anwendung. Das Zentrum versteht sich als Reallabor, in dem KI-Lösungen unter praxisnahen Bedingungen getestet und validiert werden können. Dazu gehören strukturierte Promotionsprogramme und der Zugang zu modernster Infrastruktur.

Ein Schlüsselelement ist die enge Verzahnung mit der Wirtschaft – von globalen Konzernen bis zu agilen Start-ups. Diese Nähe soll sicherstellen, dass die Forschung an echten industriellen Herausforderungen arbeitet und die Absolventen die Fähigkeiten mitbringen, die die Wirtschaft braucht. „Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und ein schneller Technologietransfer werden entscheidend sein“, erklärt Professor Oliver Kraft vom KIT.

Aufbau bis 2029 und europäische Perspektive

Mit der unterzeichneten Gründungsvereinbarung beginnt nun der operative Aufbau. In den kommenden Jahren werden Professuren besetzt und die ersten Doktorandengenerationen rekrutiert. Die vollständige Kapazität soll 2029 erreicht sein. Die Governance übernimmt ein Gremium aus den Rektoren der drei Universitäten und einem Vertreter des Wissenschaftsministeriums, beraten von einem internationalen wissenschaftlichen Beirat.

connAIx ist ein zentraler Baustein in der deutschen Strategie, bei der verantwortungsvollen Entwicklung und Anwendung von Künstlicher Intelligenz global eine Führungsrolle zu übernehmen. Die Vision: Ein sich selbst tragender Innovationshub, der nicht nur bahnbrechende Forschung hervorbringt, sondern auch eine stetige Zahl an Gründern und KI-Spezialisten ausbildet – der Motor für Wachstum und technologischen Fortschritt in Deutschland und Europa.

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