Cisco plant Milliarden-Übernahme von Axonius
05.01.2026 - 23:35:12Netzwerk-Riese Cisco verhandelt angeblich über eine Übernahme des israelischen Cybersicherheits-Spezialisten Axonius für rund zwei Milliarden Euro. Das berichten Branchenquellen. Ein Deal würde den Markt für Cyber-Asset-Management weiter konsolidieren.
Die Spekulationen über eine mögliche Übernahme kamen am vergangenen Wochenende auf. Demnach befindet sich der Netzwerkausrüster Cisco Systems in fortgeschrittenen Gesprächen, um das israelische Startup Axonius zu kaufen. Der Preis soll bei etwa zwei Milliarden Euro liegen. Die Führung von Axonius wies die Berichte jedoch umgehend zurück und betonte ihre Unabhängigkeit.
Sollte der Deal zustande kommen, wäre es der nächste große Schritt in Ciscos Strategie, sein Sicherheitsportfolio massiv auszubauen. Das Unternehmen will im Wachstumsmarkt für Cyber Asset Attack Surface Management (CAASM) eine führende Rolle einnehmen. Dieser Markt konsolidiert sich rasant: Erst im Dezember 2025 hatte ServiceNow den Konkurrenten Armis für über sieben Milliarden Euro übernommen.
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Strategischer Schachzug für Ciscos Sicherheitsgeschäft
Die potenzielle Akquisition passt perfekt in Ciscos langfristige Ausrichtung. Der Tech-Konzern wandelt sich immer stärker vom Hardware-Hersteller zum Anbieter von Software- und Sicherheitsdiensten. Die Integration der Axonius-Plattform könnte Cisco einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil verschaffen.
Axonius löst ein Grundproblem moderner Unternehmen: die vollständige Transparenz über alle digitalen Assets. Die Plattform erstellt ein zentrales Inventar aller Geräte, Nutzer und Cloud-Instanzen. Sie erkennt Sicherheitslücken automatisch – etwa fehlenden Virenschutz auf einem Laptop.
Für Cisco wäre diese Technologie die ideale Ergänzung. Das Unternehmen könnte seinen Katen dann eine nahtlose Lösung aus Netzwerksicherheit, Cloud-Schutz und zentraler Asset-Übersicht anbieten. In einem Markt, der zunehmend auf integrierte Plattformen setzt, wäre das ein starkes Argument.
Bewertung unter Druck – trotz Wachstum
Der genannte Kaufpreis von zwei Milliarden Euro zeigt die veränderten Realitäten am Markt. Axonius war 2022 noch mit 2,6 Milliarden Euro bewertet worden. Ein Verkauf zum aktuell genannten Preis wäre somit ein sogenannter „Down Round“.
Das Startup hat bisher rund 700 Millionen Euro an Wagniskapital eingesammelt. Zuletzt hatte das Unternehmen seine Operations straffen müssen. Im November 2025 wurden etwa 100 Mitarbeiter entlassen, um die Profitabilität schneller zu erreichen. Gleichzeitig expandierte Axonius technologisch: Mitte 2025 übernahm man den Medizingeräte-Sicherheitsspezialisten Cynerio für etwa 180 Millionen Euro.
Dementi als taktisches Manöver?
Auf die Berichte reagierte Axonius mit einem klaren Dementi. Man befinde sich nicht in Verkaufsgesprächen mit Cisco, so die offizielle Stellungnahme. Stattdessen wolle man ein unabhängiges, nachhaltiges Unternehmen aufbauen.
Erfahrene Branchenbeobachter deuten solche Dementis oft als taktisches Manöver. Sie sollen laufende Geschäfte schützen und die Verhandlungsposition stärken. Die Details der Berichte – „fortgeschrittene Gespräche“, konkreter Preis – lassen jedoch viele vermuten, dass durchaus substanzielle Verhandlungen im Gange sind.
Das Dementi sendet auch ein Signal an potenzielle Käufer: Axonius ist nicht verkaufsüchtig. Angesichts der 7,75-Milliarden-Euro-Übernahme von Konkurrent Armis dürften die Erwartungen der Investoren ohnehin hoch sein.
Warum Cyber-Asset-Management so wichtig ist
Das Interesse von Cisco unterstreicht die enorme strategische Bedeutung von CAASM-Lösungen. In einer Welt mit Cloud-Diensten, IoT-Geräten und mobilem Arbeiten gibt es keine klar definierte Netzwerkgrenze mehr. Sicherheitsteams können nur schützen, was sie auch kennen.
Lösungen wie von Axonius liefern diese „Ground Truth“ – die einzige verlässliche Quelle für den gesamten IT-Bestand. Große Plattform-Anbieter wie ServiceNow und nun wohl auch Cisco erkennen, dass diese Asset-Transparenz die Grundlage für jede moderne Sicherheitsstrategie ist.
Experten prognostizieren für 2026 ein Jahr der „Platformisierung“ in der Cybersicherheit. Kunden wollen weniger Einzellösungen, sondern integrierte Plattformen. Eine Übernahme von Axonius durch Cisco würde diesen Trend weiter beschleunigen und den Wettbewerb mit anderen Tech-Giganten wie Microsoft oder Palo Alto Networks verschärfen.
Die Branche wird die Entwicklung nun genau beobachten. Unabhängig vom Ausgang der Gerüchte steht fest: Der Markt für Cyber-Asset-Management ist im Fokus der Großen – und die Konsolidierung hat gerade erst begonnen.
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