Chrome wird zum KI-Assistenten: Google startet „Auto Browse“ und „Nano Banana“
30.01.2026 - 23:44:12Googles Browser Chrome verwandelt sich vom passiven Fenster in einen aktiven digitalen Helfer. Mit den neuen KI-Funktionen „Auto Browse“ und „Nano Banana“ beginnt eine neue Ära des Surfens.
Seit dem 28. Januar 2026 erhalten US-Nutzer der kostenpflichtigen Abos Google AI Pro und AI Ultra Zugriff auf die revolutionären Features. Sie markieren einen strategischen Schwenk: Chrome soll nicht mehr nur Informationen anzeigen, sondern Aufgaben eigenständig erledigen. Für den deutschen Markt und Europa ist ein Rollout zu einem späteren Zeitpunkt geplant.
„Auto Browse“: Der KI-Agent übernimmt die Arbeit
Herzstück des Updates ist „Auto Browse“. Der KI-Agent, basierend auf dem neuen Gemini-3-Modell, agiert direkt für den Nutzer. In einem ständig sichtbaren Seitenpanel kann er Websites navigieren, Buttons klicken, Formulare ausfüllen und durch Seiten scrollen.
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Nutzer können ihm komplexe, mehrstufige Aufgaben delegieren. Google nennt als Beispiele:
* Urlaubsplanung mit Flug- und Hotelsuche
* Ausfüllen langwieriger Online-Formulare
* Verwalten von Abonnements
* Erstellen von Spesenabrechnungen
In einer Demo plante „Auto Browse“ eine Mottoparty: Es suchte auf einer Retail-Website nach Artikeln, legte sie budgetgerecht in den Warenkorb und wandte Rabattcodes an. Vor kritischen Aktionen wie einem Kauf fragt das System zur Bestätigung nach. Für Logins nutzt es den Google Passwort-Manager.
Kreativität im Browser: „Nano Banana“ generiert Bilder
Parallel integriert Google sein KI-Bildmodell „Nano Banana“ direkt in Chrome. Nutzer können so Bilder generieren und bearbeiten, ohne separate Apps zu öffnen oder Dateien hin- und herzuladen.
Die Pro-Version „Nano Banana Pro“, basierend auf Gemini 3.0 Pro, verspricht professionelle Qualität. Die Features umfassen native 4K-Auflösung, präzise Texteinbindung in Bilder und konsistente Darstellung von Charakteren über mehrere Generationen hinweg.
Wettbewerbsdruck und der Fokus auf Unternehmen
Die Branche wertet das Update als strategischen Schachzug gegen Konkurrenten wie Microsoft Edge mit Copilot und Apple Safari. Der Druck, über einfache Chat-Assistenten hinaus echte Agenten-Fähigkeiten zu entwickeln, steigt.
Für den Unternehmenseinsatz führt Google „Future Mode“ ein. Dieser Rahmen soll sichere KI-Interaktionen durch Richtlinien ermöglichen: Datenmaskierung, aufgabenbezogene Zugriffe und seitenbezogene Grenzen sollen den Agenten kontrollieren.
Gemeinsam mit Partnern wie Shopify und Etsy kündigte Google zudem das „Universal Commerce Protocol“ an. Dieser offene Standard soll KI-Agenten ermöglichen, standardisiert mit Online-Kassen zu interagieren – eine Grundvoraussetzung für zuverlässige, automatisierte Einkäufe.
Wird der Browser zum wichtigsten digitalen Partner?
Mit „Auto Browse“ und „Nano Banana“ macht Google einen großen Schritt in eine Zukunft, in der Browser intelligente Partner sind. Die Akzeptanz hängt maßgeblich von der Verlässlichkeit und Sicherheit der KI ab. Wird der Nutzer komplexe Aufgaben wirklich delegieren? Die Antwort darauf könnte das Web-Browsing, wie wir es kennen, grundlegend neu definieren.
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