Chrome für iOS erleichtert Wechsel von Safari
19.01.2026 - 19:42:12Googles Browser ermöglicht iPhone-Nutzern jetzt den direkten Import ihrer Lesezeichen, des Verlaufs und gespeicherter Passwörter aus Safari. Die neue Funktion in der Beta-Version von Chrome 145 beseitigt eine lange bestehende Hürde für einen Browserwechsel auf dem iPhone.
Bisher war der Umstieg von Safari auf einen anderen Browser auf iOS-Geräten umständlich. Nutzer mussten ihre Daten oft über einen Mac synchronisieren oder komplett neu beginnen. Mit der neuen, geführten Import-Funktion geht Google diesen Reibungspunkt direkt an. Das Ziel ist klar: Der Konzern will einen größeren Anteil am mobilen Browsermarkt gewinnen, der auf Apple-Geräten von Safari dominiert wird.
Aufgrund der strengen Datenschutzrichtlinien und der abgeschotteten Architektur von iOS können Apps wie Chrome nicht direkt auf Daten anderer Anwendungen zugreifen. Googles Entwickler haben daher eine elegante, nutzergesteuerte Lösung statt eines automatischen Transfers implementiert.
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Der Prozess beginnt überraschenderweise nicht in Chrome, sondern in den iPhone-Einstellungen. Unter „Safari“ wählt der Nutzer die neue Option „Browserdaten exportieren“. Diese bündelt Lesezeichen, Verlauf und Passwörter in einer einzigen ZIP-Datei. Nach dem Speichern in iCloud Drive oder lokalem Speicher kehrt der Nutzer zu Chrome zurück. Dort sucht der neue Import-Assistent die ZIP-Datei aus und überträgt die Daten. Dieser manuelle, aber geführte Ansatz respektiert Apples Sicherheitsrahmen.
Kontrolle und Sicherheit im Fokus
Ein zentraler Aspekt der neuen Funktion ist die Betonung von Nutzerkontrolle. Bevor Daten importiert werden, zeigt Chrome eine klare Zusammenfassung des Inhalts der ZIP-Datei an. Der Nutzer sieht genau, was übertragen wird, und muss den Vorgang explizit bestätigen.
Besonders durchdacht ist der letzte Schritt: Direkt nach erfolgreichem Import warnt Chrome, dass die ZIP-Datei private Informationen enthält, und bietet an, sie sofort zu löschen. Diese Integration hilft Nutzern, ihre digitale Hygiene zu wahren und verhindert, dass sensible Daten ungeschützt auf dem Gerät verbleiben.
Strategischer Schachzug im Browser-Krieg
Die neue Import-Funktion ist mehr als eine reine Komfortverbesserung. Sie ist ein strategisches Manöver im Wettbewerb zwischen Google und Apple um die Vorherrschaft im Mobil-Ökosystem. Für viele Nutzer war die vermeintliche Schwierigkeit, Jahre an gesammelten Browserdaten zu übertragen, ein großes Hindernis für einen Wechsel.
Indem Google diese Barriere beseitigt, senkt es effektiv die Kosten für einen Umstieg. Die nahtlose Übertragung des digitalen Fußabdrucks macht Chrome zu einer viel attraktivere Alternative. Dies könnte eine neue Welle von Nutzern anlocken, die von der plattformübergreifenden Synchronisation mit Desktop-PCs und Android-Geräten sowie der Integration in das Google-Ökosystem profitieren. Analysten sehen darin einen Schritt, der die Browser-Wahl weniger von Altlasten und mehr von Features und Präferenz abhängig macht.
Ausblick: Fließendere Wechsel möglich
Die Safari-Daten-Import-Funktion soll mit dem stabilen Release von Chrome 145 für alle Nutzer verfügbar werden. Diese Entwicklung könnte eine Zukunft einläuten, in der ein Browserwechsel auf Mobilgeräten eine fließendere und weniger endgültige Entscheidung wird.
Für iPhone-Nutzer bringt das Update sofortige Vorteile und mehr Wahlfreiheit. Die einfache Datenübertragung ermöglicht es, verschiedene Browser auszuprobieren, ohne die etablierte digitale Geschichte zu verlieren. Wenn diese Funktion zum Standard wird, dürfte der Fokus auf andere Integrations- und Komfortaspekte wandern – und möglicherweise weitere Innovationen von beiden Tech-Giganten anstoßen.
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