Chrome Auto Browse: Googles KI-Agent erledigt jetzt Ihre Web-Aufgaben
31.01.2026 - 22:51:12Googles Chrome-Browser wird zum proaktiven Assistenten. Mit Auto Browse führt eine KI komplexe Aufgaben auf Websites für den Nutzer aus – vom Einkauf bis zur Recherche.
Die neue Funktion, angetrieben vom Gemini 3-Modell, markiert einen Quantensprung weg von einfacher Automatisierung wie Autofill. Stattdessen versteht die KI mehrstufige Anweisungen und interagiert eigenständig mit Webseiten. Verfügbar ist sie zunächst für zahlende Google AI Pro- und AI Ultra-Abonnenten in der Desktop-Version von Chrome. Ein intuitiver Assistent in einer Sidebar nimmt dort per Chat Befehle entgegen und arbeitet sie auf der geöffneten Website ab.
So funktioniert der persönliche Web-Agent
Im Kern ist Auto Browse ein persönlicher Agent für das Web. Auf einen Befehl hin kann das System klicken, scrollen und Texte in Formulare eingeben, um ein Ziel zu erreichen. Google veranschaulicht die Funktion am Beispiel einer Partyplanung auf Etsy: Der Nutzer könnte den Agenten anweisen, Dekorationen im „Y2K“-Stil zu suchen – und zwar innerhalb eines festen Budgets. Die KI navigiert dann selbstständig durch den Shop, findet passende Produkte, legt sie in den Warenkorb und sucht sogar nach Rabattcodes.
Für sicherheitskritische Schritte wie Log-ins kann Auto Browse auf ausdrückliche Erlaubnis hin auf gespeicherte Passwörter im Google Password Manager zugreifen. So soll der Nutzer nahtlos durch komplexe Prozesse geführt werden.
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Mehr als Text: KI versteht auch Bilder
Die Fähigkeiten gehen über reine Textbefehle hinaus. Dank des multimodalen Gemini-3-Modells kann Auto Browse auch Bildinhalte interpretieren. Zeigt der Nutzer ein Foto als Inspiration, erkennt die KI Stil und Einzelteile und nutzt dies für die Onlinesuche. Der Browser „sieht“ damit, was der Nutzer sieht.
Doch Google betont die Nutzerkontrolle. An kritischen Punkten – etwa der finalen Kaufbestätigung oder dem Posten in sozialen Medien – hält der Agent an und fragt nach. So werden lästige Schritte automatisiert, die letzte Entscheidung bleibt aber beim Menschen.
Googles strategischer Schachzug im KI-Wettlauf
Auto Browse ist mehr als ein Feature. Es ist ein strategischer Move, um Googles leistungsstärkste KI direkt im Arbeitsalltag der Nutzer zu verankern. Durch die Integration in den weltweit meistgenutzten Browser positioniert sich Gemini als unverzichtbares Tool für Produktivität.
Die Beschränkung auf Premium-Abonnenten zeigt zudem den Weg: Hochwertige KI-Funktionen werden zunehmend monetarisiert. Die Einführung ist Teil eines größeren KI-Updates für Chrome, das auch eine neue Sidebar für Gemini und ein Bildbearbeitungstool namens „Nano Banana“ umfasst.
Wohin führt die Reise des automatisierten Surfens?
Auto Browse ebnet den Weg für eine Zukunft, in der es beim Surfen weniger um manuelle Klicks und mehr um strategische Anweisungen geht. Die potenziellen Anwendungen reichen weit über Shopping hinaus: KI-Agenten könnten komplexe Themen recherchieren, Reisen buchen oder administrative Formulare ausfüllen.
Der aktuelle Start ist erst der Anfang. Mit mehr Nutzerdaten will Google die Performance verfeinern. Zwar gibt es Bedenken über mögliche Fehlinterpretationen der KI, die eingebauten Kontrollpunkte sind jedoch ein erster Schritt zum Vertrauensaufbau. Eines ist klar: Die Art und Weise, wie wir das Web nutzen, steht vor einer tiefgreifenden, automatisierten Transformation.
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