Cholin-Mangel, Angststörungen

Cholin-Mangel könnte Angststörungen begünstigen

09.02.2026 - 18:54:11

Eine Metaanalyse zeigt einen um 8 Prozent niedrigeren Cholinspiegel im Gehirn von Angstpatienten. Die Ernährung könnte somit ein zusätzlicher Baustein in der Therapie sein.

Eine aktuelle Metaanalyse zeigt: Bei Menschen mit Angststörungen ist der Cholinspiegel im Gehirn oft niedriger. Die Studie unterstreicht die wachsende Bedeutung der Ernährungspsychiatrie.

Ein Nährstoff für Gehirn und Nerven

Cholin ist ein semi-essentieller Nährstoff, den wir größtenteils über die Nahrung aufnehmen müssen. Im Gehirn ist er unverzichtbar: Er dient als Vorläufer für den Neurotransmitter Acetylcholin, der für Gedächtnis und Aufmerksamkeit zuständig ist. Zudem ist Cholin ein zentraler Baustein für die Hüllen unserer Nervenzellen.

Studie findet klaren Zusammenhang

Forscher werteten 25 Datensätze mit rund 700 Teilnehmern aus. Ihr Ergebnis: Der Cholinspiegel im Gehirn von Angstpatienten war im Schnitt acht Prozent niedriger als bei gesunden Probanden. Besonders deutlich war der Unterschied im präfrontalen Kortex – der Hirnregion für Emotionskontrolle und Entscheidungen.

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Die Wissenschaftler vermuten einen Teufelskreis: Der erhöhte Stress und die häufige „Kampf-oder-Flucht-Reaktion“ bei Angst könnten den Cholin-Verbrauch steigern. Ein Mangel würde dann die Symptome womöglich noch verstärken.

Diese Lebensmittel liefern Cholin

Den Bedarf kann man gut über die Ernährung decken. Zu den besten natürlichen Quellen zählen:
* Eier (ca. 150 mg pro Stück)
* Rinderleber (ca. 400 mg pro 100 g)
* Huhn, Lachs und Sojabohnen

Nahrungsergänzungsmittel können eine Option sein, wenn die Ernährung nicht ausreicht – etwa bei bestimmten Diätformen. Experten raten jedoch von einer eigenmächtigen, hochdosierten Einnahme ab. Der erste Schritt sollte immer eine Überprüfung der eigenen Ernährungsgewohnheiten sein.

Ein Puzzleteil der mentalen Gesundheit

Die Cholin-Forschung fügt sich in ein größeres Bild: Immer deutlicher wird, dass die Ernährung die Gehirnchemie und damit die psychische Gesundheit beeinflusst. Noch ist nicht bewiesen, ob mehr Cholin auch Ängste lindern kann. Dafür braucht es weitere klinische Studien.

Dennoch eröffnet die Erkenntnis neue Perspektiven. Für manche Patienten, die auf klassische Therapien nicht ausreichend ansprechen, könnte die Optimierung der Nährstoffversorgung ein wichtiger zusätzlicher Baustein werden.

@ boerse-global.de