Check Point und Nvidia bringen Sicherheit in die KI-Fabriken
08.01.2026 - 15:01:12KI-Infrastruktur bekommt eigenen Schutzschild. Auf der CES 2026 in Las Vegas haben Check Point Software und Nvidia eine integrierte Sicherheitslösung für sogenannte KI-Fabriken vorgestellt. Sie soll riesige Rechenzentren in Echtzeit absichern, ohne die Leistung der KI-Berechnungen zu bremsen.
Die Achillesferse der KI-Revolution sichern
Die Partnerschaft zielt auf ein Kernproblem der boomenden KI-Branche: Wie schützt man die immensen Datenströme und Rechenlasten in spezialisierten KI-Rechenzentren, ohne Engpässe zu verursachen? Die Antwort liegt in der Integration von Check Points AI Cloud Protect mit Nvidias BlueField Data Processing Units (DPUs).
Die Lösung ist Teil des validierten Designs für Nvidias „Enterprise AI Factory“. Sie nutzt das Nvidia DOCA Argus-Framework, um Sicherheitsprotokolle direkt auf der BlueField DPU laufen zu lassen. Dadurch wird die Sicherheitsüberwachung von den Hauptprozessoren entkoppelt. Die DPUs inspizieren den Netzwerkverkehr und Host-Aktivitäten in Echtzeit. Sie erkennen Bedrohungen wie Modell-Diebstahl, Datenvergiftung oder Prompt-Injection-Angriffe, während die GPUs ungestört KI-Aufgaben bearbeiten.
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Eine Antwort auf wachsende Cyber-Bedrohungen
Der Launch kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Angriffe auf generative KI-Systeme nehmen rasant zu. Laut Analysen von Gartner hat fast ein Drittel der Unternehmen im vergangenen Jahr Angriffe durch Prompt-Manipulation erlebt. Attacken auf die KI-Infrastruktur selbst werden immer häufiger.
Check Points Daten zeigen zudem, dass in einem erheblichen Teil der KI-Prompts sensible Informationen offengelegt werden. „Unternehmen, die mit KI innovieren wollen, können sich Sicherheitslücken nicht leisten“, betont Nataly Kremer, Chief Product Officer bei Check Point. Die neue Architektur soll die gesamte KI-Lieferkette schützen – von der Infrastruktur bis zur Anwendungsebene.
Die Technik: Sicherheit ohne Leistungseinbußen
Der entscheidende Fortschritt: Die Sicherheitsüberwachung beeinträchtigt die KI-Leistung nicht. Herkömmliche Sicherheitsmaßnahmen beanspruchen oft wertvolle CPU- und GPU-Ressourcen. Das führt zu einem fatalen Kompromiss zwischen Schutz und Geschwindigkeit. Bei KI-Trainingsläufen, die Millionen Euro pro Stunde kosten können, ist das inakzeptabel.
Die neue Plattform nutzt Nvidias BlueField-Technologie für Deep-Packet-Inspektion und Runtime-Monitoring auf dedizierter Hardware. So entsteht ein „Zero Negative Performance Impact“ auf die KI-Workloads. Das System macht auch den „East-West“-Datenverkehr innerhalb des Rechenzentrums sichtbar – eine oft blinde Stelle traditioneller Sicherheitskonzepte.
„Sicherheit ist eine Grundvoraussetzung für die nächste Generation der KI-Infrastruktur“, sagt David Reber, Chief Security Officer bei Nvidia. Die Kombination aus Hardware-Beschleunigung und Check Points Bedrohungsprävention soll Unternehmen die sichere Skalierung von KI ermöglichen.
Marktreaktion und Branchentrend
Große Technologie-Integratoren haben das Potenzial sofort erkannt. World Wide Technology (WWT), ein globaler Systemintegrator, pilotiert die Lösung bereits. „Für Unternehmen, die KI-Server-Fabriken im großen Maßstab bauen, liefert diese Kombination den notwendigen Enterprise-Schutz, ohne die Performance zu opfern“, so Chris Konrad, Vice President of Global Cyber bei WWT.
Die Entwicklung markiert einen Wendepunkt. Wo „KI-Fabriken“ zum Standard für die Modellentwicklung werden, reichen traditionelle, perimeterbasierte Sicherheitsmodelle nicht mehr aus. Der Trend geht hin zu hardwarebeschleunigten, integrierten Sicherheitsschichten. Das zeigt: Der KI-Markt reift und wandelt sich von Experimentierphasen hin zu kritischer Produktionsinfrastruktur.
Ausblick: Sicherheit als native Komponente
Die Validierung von Check Points Software auf Nvidia RTX PRO Servern ist ein Signal. Sicherheit wird 2026 und darüber hinaus immer weniger ein Add-on, sondern ein fester Bestandteil von Hochleistungsrechen-Architekturen.
Die Zusammenarbeit wird sich voraussichtlich weiter ausbauen. Mit der raschen Entwicklung von „agentischer KI“ – autonomen KI-Agenten für komplexe Aufgaben – wächst der Bedarf an Echtzeit-Sicherheitsantworten. Diese Partnerschaft positioniert beide Unternehmen an vorderster Front einer kritischen Nische: Sie sollen die physische und digitale Infrastruktur des KI-Zeitalters gegen eine immer feindseligere Bedrohungslage abschirmen.
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