ChatGPT 5.2 Pro knackt jahrzehntealtes Mathe-Rätsel
18.01.2026 - 22:01:12OpenAIs KI hat einen neuen Beweis für ein berühmtes Zahlenproblem gefunden – und löst damit eine Debatte über die Zukunft der Forschung aus.
Was lange als Domäne menschlicher Genies galt, ist gefallen: Ein KI-Modell von OpenAI hat eigenständig einen neuen Beweis für das jahrzehntealte Erdős-281-Problem in der kombinatorischen Zahlentheorie generiert. Die Lösung, von führenden Mathematikern wie Fields-Medaillen-Träger Terence Tao überprüft, markiert einen Meilenstein. Sie zeigt, wie Künstliche Intelligenz zunehmend komplexe, abstrakte Probleme lösen kann – und wirft grundsätzliche Fragen über ihre Rolle als Partner der Wissenschaft auf.
Vom Wochenend-Experiment zum mathematischen Paukenschlag
Ausgangspunkt war ein Experiment des Software-Ingenieurs und ehemaligen Quantenforschers Neel Somani. Er testete an einem Wochenende die Grenzen von OpenAIs ChatGPT 5.2 Pro und fütterte es mit der hochkomplexen mathematischen Fragestellung. Nach nur 15 Minuten präsentierte die KI eine vollständige, logisch aufgebaute Lösung. „Es war keine bloße Wiedergabe bekannter Informationen“, so Somani. Stattdessen konstruierte das Modell ein schlüssiges Argument unter Verwendung anspruchsvoller mathematischer Konzepte. Spezialisierte Verifikationstools bestätigten später die Korrektheit des Beweises.
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Das gelöste Problem gehört zu einer Sammlung Hunderter ungelöster Rätsel des legendären Mathematikers Paul Erdős. Problem 281 aus der kombinatorischen Zahlentheorie hat Implikationen für Bereiche wie Kryptographie und Datenanalyse und galt seit Jahrzehnten als hartnäckige Herausforderung für menschliche Forscher.
Bestätigung von der wissenschaftlichen Spitze
Die Reaktion der mathematischen Gemeinschaft schwankt zwischen Erstaunen und fasziniertem Interesse. Terence Tao analysierte den KI-generierten Beweis detailliert. Sein Urteil: Es handelt sich um einen neuartigen Ansatz, der sich substantiell von bekannten menschlichen Lösungswegen unterscheidet. Diese Unterscheidung ist zentral. Sie belegt, dass die KI nicht einfach bestehende Literatur neu verpackte, sondern einen eigenständigen Pfad zur Lösung fand.
Das Ereignis ist Teil eines Trends. Seit Ende 2025 wird KI die Lösung von mehr als zehn Erdős-Problemen zugeschrieben. Experten sehen darin eine fundamentale Verschiebung. KI wird zum potenziellen Partner, der menschliche Intelligenz ergänzen kann, indem sie immense Datensätze durchforstet und Hypothesen generiert – und so das Tempo der Entdeckung beschleunigt.
Ein komplizierter Triumph: Entdeckung und Wiederentdeckung
Die mediale Aufmerksamkeit um den KI-Erfolg hatte eine unerwartete Folge: Sie förderte eine zuvor obskure, von Menschen verfasste Lösung für das gleiche Problem zutage. Dieser Fund relativiert den Erfolg. Die KI war nicht die allererste Löserin. Ihr methodischer Ansatz wurde jedoch völlig unabhängig entwickelt und gilt als eigenständige, einzigartige Leistung. Auf einem von Tao kuratierten öffentlichen Wiki, das KI-Beiträge zur Mathematik trackt, wird die Lösung entsprechend als neuartiger Beweis kategorisiert.
Diese Entwicklung befeuert eine Debatte über die wahre Natur KI-gestützten Problemlösens. Einige Analysten argumentieren, die Stärke des Modells liege in seiner Fähigkeit, disparate oder vergessene Konzepte aus seinem riesigen Trainingkorpus wissenschaftlicher Literatur zu verknüpfen. Eine Aufgabe, die für menschliche Experten in ihren spezialisierten Nischen schwer zu bewältigen ist. Aus dieser Perspektive ist die KI ein mächtiges Werkzeug für Wiederentdeckung und Synthese, das Lücken im menschlichen Wissen überbrückt.
Die Zukunft der Forschung: Partnerschaft statt Ersatz
Trotz des Durchbruchs mahnen Experten wie Tao zu einer nüchternen Betrachtung. Die viralen Erfolgsgeschichten überschatten oft die hohe Misserfolgsquote. Eine neue Datenbank, die KI-Versuche an Erdős-Problemen trackt, zeigt eine Erfolgsrate von nur ein bis zwei Prozent. Die Botschaft ist klar: KI ist ein mächtiges neues Werkzeug, aber noch kein Ersatz für menschliche Ingenuität und Intuition.
Die Zukunft der Mathematik wird wahrscheinlich in einer engen Kollaboration zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz liegen. Die KI kann mühsame Berechnungen übernehmen und riesige Wissensnetzwerke durchsuchen. Das befreit menschliche Mathematiker, sich auf das zu konzentrieren, was (noch) einzigartig menschlich bleibt: die Entwicklung neuer, kreativer Rahmenwerke und Paradigmen. Die Lösung von Erdős 281 ist mehr als ein einzelner Sieg. Sie markiert den Beginn einer Ära, in der die Grenzen mathematischer Forschung durch diese neuartige Partnerschaft neu definiert werden.
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