CATL, Batteriefabrik

CATL startet weltweit erste Batteriefabrik mit menschenähnlichen Robotern

15.01.2026 - 11:44:12

Der chinesische Batteriehersteller CATL nimmt eine vollautomatisierte Produktionslinie in Betrieb, die von menschenähnlichen Robotern betrieben wird. Dies markiert einen strategischen Schritt zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung.

Luoyang, China – Der chinesische Batterieriese CATL hat die erste Großserien-Fertigung für E-Auto-Batterien eröffnet, die komplett von menschenähnlichen Robotern betrieben wird. Die Anlage in Luoyang läuft seit heute, dem 15. Januar 2026, im Vollbetrieb und markiert einen Wendepunkt für die Industrie.

Die Produktionslinie setzt auf sogenannte Humanoid-Roboter für präzise und gefährliche Aufgaben. Experten sehen darin den Beginn von „Industrie 5.0“ – der nahtlosen Verschmelzung von Mensch und Roboter in der Fabrikhalle.

Xiaomo: Der Roboter mit Fingerspitzengefühl

Herzstück der Anlage ist der Roboter „Xiaomo“ (international „Moz“). Entwickelt wurde er von Spirit AI, einer CATL-Tochter. Xiaomo übernimmt Arbeiten, die bisher menschliches Geschick erforderten.

Der Roboter nutzt ein spezielles KI-Modell (Vision-Language-Action), das ihm Echtzeit-Sehen, Verstehen und Handeln ermöglicht. Seine Präzision liegt im Submillimeterbereich.

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Eingesetzt wird Xiaomo vor allem an kritischen Teststationen. Dort steckt er Hochvolt-Stecker in Batteriepacks – eine Aufgabe mit hohem Risiko für Elektroschocks. Die Roboter erreichen eine Erfolgsquote von über 99 Prozent und eliminieren die Gefahr für Menschen.

Ein Xiaomo-Roboter schafft etwa das Dreifache der Tagesarbeit eines Facharbeiters. Er arbeitet ermüdungsfrei rund um die Uhr und sichert so eine stabile Produktion für die wachsende Nachfrage nach CATL-Batterien.

Strategischer Schachzug in unsicheren Zeiten

Die Robotereinführung ist Teil einer umfassenden Strategie. Erst vor zwei Tagen, am 13. Januar, sicherte sich CATL eine Rohstofflieferung im Wert von 120 Milliarden Yuan vom Hersteller Ningbo Ronbay. Die Botschaft ist klar: CATL will Lieferketten sichern und durch Automatisierung die Kosten senken.

Die Investmentbank Morgan Stanley bekräftigte am selben Tag ihre „Overweight“-Einstufung für CATL-Aktien. Trotz gedämpfter Nachfrage in einigen Märkten profitiere CATL von seiner Marktmacht und dem Wachstum im Energiespeichergeschäft.

Durch die eigene Roboterentwicklung macht sich CATL zudem unabhängig von externen Zulieferern. So kann das Unternehmen Feedback aus der Fertigung direkt in die Weiterentwicklung der Roboter einfließen.

Der Anfang einer neuen Ära

Die Fabrik in Luoyang ist der erste Groß-Einsatz von „embodied AI“ in der Batteriefertigung. Im Gegensatz zu starren Roboterarmen ist Xiaomo mobil und anpassungsfähig.

Seine KI erlaubt es ihm, auf Unregelmäßigkeiten zu reagieren. Liegt ein Batteriepack schief? Der Roboter erkennt es und korrigiert seinen Griff. Diese adaptive Intelligenz gilt als Schlüssel für die vollautonome Fabrik der Zukunft.

Spirit AI plant, die Xiaomo-Roboter auch an andere Hersteller zu verkaufen. Erste Auslieferungen könnten noch in diesem Jahr beginnen. Die potenzielle Wirkung wird mit der Einführung des Fließbands vor einem Jahrhundert verglichen.

CATL festigt seine globale Vormachtstellung

CATL hält bereits einen weltweiten Marktanteil von über 38 Prozent. Die Robotik-Innovation könnte den Effizienzvorsprung vor Konkurrenten wie LG oder Panasonic weiter vergrößern.

Die Entwicklung passt perfekt in Chinas Initiative für „neue produktive Kräfte“, die die heimische Industrie durch Hochtechnologie aufwerten will. CATL setzt hier einen Standard, dem Auto- und Elektronikhersteller weltweit folgen dürften.

Der nächste Schritt ist bereits absehbar: CATL will die Humanoid-Roboter auch in anderen Fertigungsstufen einsetzen, etwa beim Zusammenbau von Batteriezellen. Die Luoyang-Fabrik dient als Blaupause. Bis 2027 könnten Tausende dieser Roboter in CATLs globalen Gigafactories im Einsatz sein.

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