Caritas und SeniorenNetz starten digitale Hilfe für Senioren
10.01.2026 - 21:09:12Dortmund und Erlangen gehen mit neuen Smartphone-Sprechstunden gegen die digitale Spaltung vor. Die Initiativen setzen auf persönliche Beratung und sollen älteren Menschen den Alltag mit Bankgeschäften oder Arztterminen erleichtern.
Die Woche bis zum 10. Januar 2026 markiert eine Wende in der digitalen Bildung für Senioren. Statt vereinzelter Kurse etablieren Dortmund und Erlangen nun feste Unterstützungsstrukturen. Der Bedarf ist enorm, denn immer mehr Dienstleistungen verlagern sich ins Digitale. Die neuen „Smartphone-Hilfstische“ bieten niedrigschwellige, persönliche Beratung – von Digital Natives für die ältere Generation.
Dortmund: Großauftakt mit Caritas-Kampagne
Am Freitag, dem 9. Januar, startete in Dortmund die „Smartphone-Sprechstunde XXL“. Sie bildete den Auftakt der bundesweiten Caritas-Jahreskampagne „Zusammen geht was. Caritas verbindet Generationen“. Prominente Gäste wie Caritas-Vorstand Dr. Susanne Pauser und Dortmunds Sozialdezernentin Frauke Füsers wohmen den ersten Beratungen bei.
Im Fokus steht der direkte, generationenübergreifende Austausch. Junge Freiwillige helfen bei konkreten Problemen: Messenger einrichten, Schriftgrößen anpassen oder Sicherheitseinstellungen verstehen. „Das XXL-Format reagiert auf die große Nachfrage nach Einzelhilfe“, so ein Organisator. Der nächste große Anmeldetermin für interessierte Senioren ist bereits am 19. Januar im Altenzentrum Bruder-Jordan-Haus.
Erlangen setzt auf dezentrale Nachbarschaftshilfe
Während Dortmund auf eine zentrale Großveranstaltung setzte, baute Erlangen parallel ein dezentrales Netzwerk aus. Seit Donnerstag bietet die Volkshochschule mit Gemeinden vor Ort Sprechstunden an, etwa in der St.-Markus-Gemeinde. Eine Anmeldung ist nicht nötig.
Zudem startete das SeniorenNetz Erlangen (SNE) am 10. Januar sein erweitertes Jahresprogramm. Neu ist eine „Linux-Sprechstunde“, die alternative, sichere Betriebssysteme vorstellt. „Wir bereiten Senioren aktiv auf das Ende des Windows-10-Supports vor“, erklärt ein SNE-Mitarbeiter. Das Modell setzt stark auf „Senioren helfen Senioren“ – eine Methode, die spezifische Lernhürden älterer Nutzer besonders gut berücksichtigt.
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Strategien gegen Vereinsamung und für digitale Souveränität
Die parallelen Starts zeigen einen bundesweiten Trend: Digitale Hilfe wird institutionalisiert.
Die Caritas-Strategie in Dortmund zielt explizit auf soziale Anbindung. Smartphones sollen Zugang zu Familienchats und Videoanrufen schaffen – ein Mittel gegen Vereinsamung in urbanen Zentren.
Erlangen verfolgt unterdessen einen technisch souveränen Ansatz. Durch dezentrale Standorte in Gemeindehäusern werden Hürden wie Anfahrt oder Scheu vor Bildungseinrichtungen gesenkt. Die Einbeziehung von Open-Source-Themen schützt vor technischer Obsoleszenz.
Für die Tech-Branche sind solche Hilfsangebote essenziell. Sie sichern die Akzeptanz digitaler Gesundheits-Apps und E-Government-Dienste. Ohne diese „menschliche Schnittstelle“ droht die digitale Verwaltung ganze Bevölkerungsgruppen auszuschließen.
Was kommt als Nächstes?
Die Dynamik soll erhalten bleiben. In Dortmund plant youngcaritas regelmäßige Sprechstunden. In Erlangen wird das SNE-Programm 2026 mit festen Slots für Apple- und Android-Nutzer fortgeführt. Themen wie Smart Home oder Sicherheitstechnik sollen folgen.
Experten rechnen damit, dass die Erfolgsdaten dieser Pilotmodelle künftig kommunale Förderentscheidungen beeinflussen. Das „Dortmunder Modell“ des generationenübergreifenden Lernens und das „Erlanger Modell“ der peer-to-peer-Beratung könnten Schule machen.
Für Senioren in beiden Städten bedeutet das: Hilfe ist kein Hotline-Anruf mehr entfernt, sondern oft nur einen kurzen Weg um die Ecke.
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