BVG-Streik legt Berliner Immobilienmarkt lahm
01.02.2026 - 10:47:12Ein massiver BVG-Warnstreik und Glatteis bringen den Berliner Immobilienmarkt am Sonntag zum Erliegen. Zahlreiche Besichtigungstermine in Neubauquartieren fallen aus, weil die Erreichbarkeit nicht mehr gewährleistet ist.
Schatten vor dem Streik
Die Gewerkschaft ver.di hat für Montag zu einem 24-stündigen Warnstreik bei den Berliner Verkehrsbetrieben aufgerufen. U-Bahnen, Straßenbahnen und der Großteil der Busse stehen still. Doch die Auswirkungen sind bereits am Sonntag spürbar.
Die BVG warnt vor Unregelmäßigkeiten im Vorfeld. Die aktuelle Wetterlage verschärft die Situation: Vereiste Oberleitungen behindern den Straßenbahnverkehr. Ohne die regelmäßigen Betriebsfahrten, die normalerweise die Leitungen eisfrei halten, droht ein erneutes Einfrieren. Viele fürchten, dass der Verkehrskollaps bereits am Sonntagabend beginnt.
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Stornierungswelle bei Besichtigungen
Besonders hart trifft es die großen Neubauquartiere in Außenbezirken wie Pankow, Lichtenberg oder Spandau. Makler melden eine Welle von Absagen. Sonntage sind traditionell der wichtigste Tag für „Open House“-Veranstaltungen.
Viele dieser modernen Viertel hängen verkehrstechnisch an der „letzten Meile“ – also an Bussen oder Straßenbahnen, die zur S-Bahn bringen. Die S-Bahn fährt zwar, doch der Zubringerverkehr bricht weg. Die Unsicherheit, ob man nach einer Besichtigung noch sicher nach Hause kommt, hält Interessenten davon ab, überhaupt anzureisen.
Was ver.di fordert
Hintergrund ist der stockende Tarifkonflikt für den Manteltarifvertrag TV-N Berlin. Ver.di will die Arbeitsbedingungen verbessern, um den Personalmangel zu bekämpfen. Zu den zentralen Forderungen gehören:
* Eine Erhöhung der Urlaubstage
* Eine Verlängerung der Ruhezeiten zwischen Schichten auf elf Stunden
* Längere Wendezeiten an Endhaltestellen
Die BVG zeigt sich empört und nennt den Streik angesichts der Eisglätte unverhältnismäßig. Das Unternehmen prüft rechtliche Schritte, was die Fronten weiter verhärtet.
Gibt es Alternativen?
Für Pendler und Wohnungssuchende gibt es nur wenige Lichtblicke. Die S-Bahn verkehrt planmäßig, sofern es keine witterungsbedingten Störungen gibt. Auch einige Buslinien, die von Subunternehmern betrieben werden, sind vom Streik ausgenommen.
Dazu zählen laut BVG unter anderem die Linien 106, 114, 118, 124, 133, 175 und 184. Das hilft jedoch nur punktuell. Für Besichtigungen in S-Bahn-nahen Projekten, etwa in der Europacity, ist die Lage entspannter als in abgelegeneren Quartieren.
Ein Dämpfer für den Markt
Der Berliner Immobilienmarkt startete eigentlich hoffnungsvoll in das Jahr 2026. Die aktuelle Situation wirkt nun wie ein temporärer Rückschlag. Sie zeigt die Verletzlichkeit der Infrastruktur.
Für Projektentwickler ist eine gute ÖPNV-Anbindung ein zentrales Verkaufsargument. Wenn diese Anbindung durch Streiks und Wetteranfälligkeit als unzuverlässig wahrgenommen wird, kann das kurzfristig die Attraktivität ganzer Stadtteile trüben.
Was kommt am Montag?
Während der Sonntag von Unsicherheit geprägt ist, steht der Montag ganz im Zeichen des Chaos. Der Streik endet erst am Dienstagmorgen um 03:00 Uhr. Pendler müssen sich auf massive Behinderungen einstellen.
Für den Immobilienmarkt bedeutet das: Verschobene Besichtigungen können frühestens ab Mitte der Woche nachgeholt werden. Bis dahin heißt es für Makler und Interessenten abwarten – und auf die S-Bahn oder das eigene Auto hoffen.
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