Burnout-Welle, Studie

Burnout-Welle trifft besonders die 31- bis 40-Jährigen

16.01.2026 - 02:14:12

Eine aktuelle Studie offenbart eine deutliche Burnout-Gefährdung bei Beschäftigten. Während 90% der Mitarbeiter Hilfe wünschen, fühlt sich weniger als die Hälfte vom Arbeitgeber unterstützt.

Eine aktuelle Studie zeigt: 18 Prozent der 31- bis 40-Jährigen schätzen sich als Burnout-gefährdet ein. Insgesamt sehen sich 12 Prozent aller Beschäftigten in Deutschland in der Gefahrenzone. Die Hauptgründe: permanenter Zeitdruck, ständige Unterbrechungen und eine zu hohe Arbeitsdichte.

Die Zahlen stammen aus einer Erhebung des Software-Unternehmens DearEmployee. Sie unterstreichen die wachsende psychische Belastung in der Arbeitswelt. Für Unternehmen wird die mentale Gesundheit ihrer Belegschaft zur wirtschaftlichen Notwendigkeit.

90 Prozent fordern Hilfe – aber nur 44 Prozent bekommen sie

Eine deutliche Lücke klafft zwischen dem Wunsch der Mitarbeiter und der Realität in den Betrieben. Laut einer Umfrage von Union Investment ist 90 Prozent der Erwerbstätigen das mentale Wohlbefinden am Arbeitsplatz wichtig. Doch nur 44 Prozent haben den Eindruck, dass ihr Arbeitgeber das Thema ernst nimmt.

Diese Diskrepanz gefährdet die Zufriedenheit und Bindung der Mitarbeiter. Dabei lohnt sich das Engagement für Unternehmen: Geringere Ausfallzeiten und eine höhere Produktivität sind handfeste Vorteile.

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Die Kunst, im Job Nein zu sagen

Effektive Abgrenzung ist ein Schlüssel gegen Stress. Dazu gehört, Arbeitszeiten klar zu definieren und nach Feierabend nicht mehr erreichbar zu sein. Studien belegen: Ständiges Multitasking senkt die Produktivität und erhöht die Fehlerquote.

Für Arbeitnehmer bedeutet das auch, Aufgaben abzulehnen, wenn die Kapazitätsgrenze erreicht ist. Prioritäten zu setzen und Grenzen zu kommunizieren, ist keine Schwäche, sondern professionelle Selbstfürsorge.

Erste Hilfe bei akutem Stress

Wenn der Druck akut wird, helfen einfache Techniken:
* Kurze Pausen mit Abstand vom Arbeitsplatz.
* Atemübungen, um den Stresshormonspiegel zu senken.
* Ein kurzer Spaziergang oder der Austausch mit Kollegen.

Langfristig müssen die eigenen Stressoren identifiziert werden. Die Anpassung von Arbeitsabläufen oder das Gespräch mit Vorgesetzten sind mögliche Schritte. Unternehmen fördern die Resilienz ihrer Mitarbeiter, wenn sie solche Strategien unterstützen und eine offene Kultur leben.

Psychische Belastungen kosten Milliarden

Die wirtschaftlichen Folgen sind enorm. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) bezifferte die Produktionsausfallkosten für 2023 auf 20,5 Milliarden Euro. Der Ausfall der Bruttowertschöpfung lag sogar bei 35,4 Milliarden Euro.

Trotz dieser Zahlen und der gesetzlichen Pflicht wird die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen oft vernachlässigt. Der DEKRA Arbeitssicherheitsreport 2025 zeigt: Vor allem in kleineren Unternehmen finden solche Analysen kaum statt. Dabei werden präventive Maßnahmen im Wettbewerb um Fachkräfte zum entscheidenden Vorteil.

Die Zukunft: Maßgeschneiderte Prävention

Experten prognostizieren eine stärkere Ausdifferenzierung der Prävention. Künftig wird es mehr auf die Bedürfnisse verschiedener Altersgruppen ankommen – von Berufsanfängern bis zu älteren Beschäftigten.

Flexible Arbeitszeitmodelle und mehr Gestaltungsfreiräume können das Stressempfinden deutlich reduzieren. Die Fähigkeit, ein gesundes und resilientes Arbeitsumfeld zu schaffen, wird zum zentralen Erfolgsfaktor für Unternehmen.

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