Bundespolizei, Volkshochschulen

Bundespolizei und Volkshochschulen treiben digitale Gesundheitswende voran

10.01.2026 - 13:12:12

Die Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens erreicht eine neue Stufe. Während die Bundespolizei komplett auf das E-Rezept umstellt, starten die Volkshochschulen bundesweit Schulungen für digitale Gesundheitskompetenz.

Diese parallelen Entwicklungen markieren einen Wendepunkt: Nach den verpflichtenden Einführungsphasen rücken nun spezielle Nutzergruppen und die Überwindung von Wissenslücken in den Fokus. Die technische Infrastruktur steht – jetzt geht es um flächendeckende Akzeptanz und Anwendung.

Seit dem 1. Januar 2026 ist die Bundespolizei mit ihren 44.000 Beamtinnen und Beamten vollständig in das E-Rezept-System integriert. Diese Integration galt als technische Herausforderung, denn die Polizei ist über die Sonderregelung Heilfürsorge versichert und nicht über die gesetzliche Krankenversicherung (GKV).

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Ein spezielles Update der Telematikinfrastruktur machte den Anschluss nun möglich. Ursprünglich für Ende 2025 geplant, verzögerte sich die Umsetzung durch Kompatibilitätsprobleme. Die gelungene Integration beweist die gewachsene Robustheit des Systems. Es kann nun auch komplexe, nicht-standardisierte Versicherungsmodelle verarbeiten.

Für die Apotheken bedeutet dies eine spürbare Arbeitserleichterung. Papierrezepte für diese große Berufsgruppe entfallen, der administrative Aufwand sinkt. Experten sehen in diesem Erfolg ein Signal: Der Weg ist frei für die vollständige Migration weiterer Sondergruppen wie der Bundeswehr.

Volkshochschulen bekämpfen die digitale Spaltung

Während die Technik voranschreitet, startet an der Basis eine bildungspolitische Offensive. Die Volkshochschulen (VHS) nehmen sich im Frühjahrssemester 2026 der digitalen Gesundheitskompetenz der Bürger an. Unter dem Motto „Gesund und digital vor Ort“ bieten sie bundesweit praxisnahe Kurse an.

Im Zentrum steht die Ausbildung von „Begleitern digitale Gesundheit“. Diese Multiplikatoren sollen vor allem älteren Menschen helfen, sich im digitalisierten Medizinsystem zurechtzufinden. Die Workshops ab Februar 2026 sind bewusst niedrigschwellig angelegt:

  • Praktische App-Nutzung: Installation und Bedienung der offiziellen „Das E-Rezept“-App.
  • Sicherer Login: Umgang mit NFC-fähiger Gesundheitskarte und PIN – eine häufige Hürde.
  • Telemedizin: Buchung und Durchführung von Videosprechstunden.

Die Initiative aus Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen soll verhindern, dass technischer Fortschritt ganze Bevölkerungsgruppen ausschließt. Die VHS als vertrauenswürdige, neutrale Institution füllt damit eine Lücke, die technische Handbücher oft offenlassen.

Gematik-App erleichtert den Alltag

Unterstützt werden diese Schritte durch ein konkretes Software-Update. Die nationale Gesellschaft für Telematik, Gematik, brachte mit Version 1.35.0 ihrer E-Rezept-App wichtige Neuerungen auf den Markt.

Neben einem speziellen Login für „Anders Versicherte“ – essenziell für die Polizei – verbessert das Update die Alltagstauglichkeit. Nutzer können nun Notdienste besser filtern und mehrere Rezepte auf einmal einlösen. Für chronisch Kranke mit komplexen Medikationsplänen ist dies eine enorme Erleichterung.

Die App-Architektur zeigt sich damit ausgereifter. Ständige Bugfixes weichen zunehmend der Erweiterung von Funktionen und der Optimierung des Nutzererlebnisses.

Die nächsten Hürden: Europa und flächendeckende Bildung

Der Blick richtet sich nun auf die Zukunft. Die naheliegende nächste Aufgabe ist die grenzüberschreitende Nutzung von E-Rezepten in der EU. Erste Pilotprojekte waren erfolgreich, die breite Umsetzung steht jedoch noch aus.

Im Inland wird der Erfolg der VHS-Kurse genau beobachtet. Zeigen die Kurse im Frühjahr 2026 hohe Nachfrage, dürfte das Modell im Herbstsemester bundesweit Schule machen. Gleichzeitig arbeitet Gematik an einer tieferen Verzahnung der App mit der elektronischen Patientenakte (ePA).

Die Botschaft zum Jahresbeginn 2026 ist eindeutig: Die Infrastruktur steht. Die Priorität liegt jetzt darauf, dass jeder Bürger – unabhängig von Beruf oder Alter – sie auch sicher und selbstbewusst nutzen kann.

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