Bundesnetzagentur gibt Entwarnung: Deutschlands Gasversorgung bleibt trotz Wintersturm stabil
11.01.2026 - 13:16:12Die deutsche Gasversorgung ist trotz des Wintersturms „Elli“ und hoher Nachfrage gesichert. Die Bundesnetzagentur bestätigt die Stabilität der Energieinfrastruktur.
Die Lage ist angespannt, aber unter Kontrolle. Das ist die Kernbotschaft der Bundesnetzagentur an diesem eisigen Januar-Wochenende. Trotz des Wintersturms „Elli“ und bundesweiter Dauerfrost-Temperaturen bleibt die Gasversorgung Deutschlands stabil. Die Behörde sieht die Sicherheit der Versorgung als gewährleistet an.
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Stresstest für die Energieinfrastruktur bestanden
In ihrer aktuellen Bewertung vom Freitag gibt die Regulierungsbehörde Entwarnung. Die Investitionen der vergangenen Jahre in die Energieinfrastruktur zahlen sich aus. Selbst bei anhaltend hohem Verbrauch durch Haushalte und Industrie könne die Nachfrage gedeckt werden. Die Kombination aus heimischen Speichern und kontinuierlichen Importen funktioniere.
„Die derzeitigen winterlichen Bedingungen bereiten uns keine signifikanten Sorgen“, erklärte Behördenchef Klaus Müller. Die Infrastruktur bestehe den Stresstest der Kältewelle.
Speicherstände sinken auf Rekordtief
Dennoch zeigen die Zahlen eine angespannte Lage. Der Füllstand der deutschen Gasspeicher sank bis zum 9. Januar auf etwa 50,5 Prozent. Das ist ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu den Vorjahren und markiert ein Tief für diese Jahreszeit.
Verantwortlich ist die anhaltende Kälteperiode in Mitteleuropa seit Ende Dezember 2025. Der Verbrauch in der ersten Januarwoche lag deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. Die hohe Heizlast führt zu starken Entnahmen aus den Speichern.
Doch die Bundesnetzagentur betont: Dieser Abbau bewege sich in einem beherrschbaren Rahmen. Selbst wenn die Kälte bis in den Februar oder März anhalte, sei das System robust genug. Engpässe seien nicht zu befürchten.
LNG-Terminals als entscheidende Stütze
Ein Schlüssel zur Stabilität liegt in den diversifizierten Importen. Die LNG-Terminals spielen dabei eine zentrale Rolle. Sie speisen auch während des Sturms erhebliche Mengen Erdgas ins Netz ein.
Seit der Energiekrise 2022 hat Deutschland seine LNG-Importkapazität massiv ausgebaut. Diese Terminals, zusammen mit zuverlässigen Pipeline-Lieferungen aus Norwegen und anderen europäischen Partnern, gleichen die hohen Entnahmeraten aus den Speichern aus.
Der Wechsel weg von der Abhängigkeit von einzelnen Pipeline-Quellen hin zu einem diversifizierten Portfolio globaler Lieferanten trägt nun Früchte. Die Widerstandsfähigkeit des Systems ist deutlich höher. Selbst die Großhandelspreise für Gas blieben trotz der Nachfragespitze relativ stabil – ein klares Zeichen, dass der Markt keine Knappheit erwartet.
Blick nach vorn: Vorsicht bleibt geboten
Energieverbände teilen die Zuversicht der Behörde weitgehend. Einige Experten mahnen jedoch zur weiteren Wachsamkeit. Die schnelle Entleerung der Speicher unterstreiche die Bedeutung eines effizienten Gasverbrauchs.
Die Bundesnetzagentur geht davon aus, dass die Versorgungslage für den Rest der Heizperiode 2025/2026 beherrschbar bleibt. Ihre Prognosen deuten darauf hin, dass Deutschland den Winter mit ausreichenden Puffern beenden kann – vorausgesetzt, die LNG-Importe bleiben konstant.
Die Behörde beobachtet die Lage weiter genau, insbesondere das Potenzial für weitere extreme Wetterereignisse. Die aktuelle Botschaft aus Bonn ist jedoch klar: Alles im grünen Bereich. Die Infrastruktur hat sich bewährt.


