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Bundesliga Tabelle: Bayer-Jubel, Bayern-Frust – Wirtz glänzt, Musiala patzt, Guirassy trifft wieder

11.01.2026 - 18:40:03

Bundesliga Tabelle im Fokus: Bayer Leverkusen mit Wirtz marschiert vorneweg, der FC Bayern um Musiala lässt wieder Punkte liegen. Guirassy ballert Stuttgart zurück ins Titelrennen – unten brennt der Abstiegskampf.

Bundesliga Tabelle, Titelrennen, Abstiegskampf – dieser Spieltag hatte alles. Bayer Leverkusen mit Dirigent Florian Wirtz marschiert weiter vorneweg, der FC Bayern mit Jamal Musiala stolpert im Meisterschaftsrennen, und Serhou Guirassy schießt den VfB Stuttgart erneut ganz nah an die Spitze. Dazu jede Menge Drama im Keller: Schalke, St. Pauli und Bochum zittern, die Bundesliga liefert wieder ein komplettes Fußball-Fest.

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Im Topspiel patzt der FC Bayern in einem Abend, an dem die Allianz Arena zwischen totaler Stille und ungläubigem Raunen schwankte. Während vorne Musiala und Harry Kane Chancen liegenließen, zeigte Leverkusen einmal mehr, wie reif ein Meisterschaftsanwärter auftreten muss. Wirtz zog wie ein Playmaker im Basketball alle Fäden, packte ein Traumtor oben drauf und brachte die Arena des Gegners zum Schweigen. Die Bundesliga Tabelle dreht sich damit weiter in Richtung Rhein – und weg von München.

Topspiel-Kracher: Bayern stolpert, Leverkusen eiskalt

Schon vor dem Anpfiff war klar: Dieses Duell würde das Meisterschaftsrennen massiv beeinflussen. Leverkusen trat selbstbewusst auf, schob die Viererkette mutig hoch und presste den FC Bayern früh hinten rein. Der Rekordmeister wirkte fahrig, verlor zu viele zweite Bälle, die sonst die Basis für ihr Ballbesitzspiel sind.

Der erste Nackenschlag für die Bayern fiel nach einem schnellen Umschaltmoment der Gäste. Wirtz ließ Musiala im Mittelfeld stehen, steckte perfekt durch, und Leverkusens Knipser vollstreckte aus kurzer Distanz. Die Bayern-Fans rieben sich die Augen: Wieder ein Gegentor nach einem simplen Konter, wieder wirkte die Restverteidigung alles andere als meisterlich.

Nach dem Rückstand schnürten die Münchner die Werkself zwar phasenweise ein, doch der letzte Punch fehlte. Musiala dribbelte sich mehrfach stark durch die Halbräume, setzte einen Schlenzer an den Pfosten, aber die Effizienz, die ihn sonst auszeichnet, ließ ihn im Stich. Statt Ausgleich setzte es den nächsten Paukenschlag: Leverkusen kombinierte sich am Strafraum durch, Wirtz zog aus 20 Metern ab und jagte den Ball unhaltbar in den Winkel. Die Bayern-Bank erstarrte, der Gästeblock explodierte.

"Wir haben heute Lehrgeld gezahlt", war aus dem Münchner Lager sinngemäß zu hören. Bei Leverkusen dagegen spürte man Stolz und Wachstumsgefühl: "Wir schauen auf uns, nicht auf die Bayern. Aber klar: So ein Abend zeigt, dass wir bereit sind", hieß es aus dem Team von Xabi Alonso.

Guirassy zündet – Stuttgart zurück im Titelrennen

Fast parallel dazu meldete sich der VfB Stuttgart mit Serhou Guirassy eindrucksvoll im Meisterschaftsrennen zurück. Nach einer Mini-Delle in den letzten Wochen legte der Torjäger im Bundesliega Spiel des VfB erneut nach: Doppelpack, eiskalt wie in seinen besten Phasen der Hinrunde.

Beim ersten Treffer stand Guirassy dort, wo ein echter Strafraum-Knipser stehen muss: Nach einem geblockten Schuss reagierte er am schnellsten und hämmerte den Ball unter die Latte. Beim zweiten Tor täuschte er den Verteidiger mit einem kurzen Haken, schob den Ball abgebrüht ins lange Eck und ließ den Gästekeeper chancenlos. Die Stuttgarter Kurve feierte ihren Torjäger mit Sprechchören, der Name Guirassy hallte minutenlang durchs Stadion.

Sportlich bedeutet dieser Sieg: Stuttgart bleibt Bayer Leverkusen und dem FC Bayern auf den Fersen. Die Bundesliga Tabelle oben ist eng, jeder Ausrutscher kann im Titelkampf doppelt weh tun. Im Schwabenland träumen sie längst wieder von Europa, einige flüstern sogar das Wort Meisterschaft – auch wenn Trainer und Verantwortliche lieber auf die berühmten 40 Punkte verweisen.

Dortmunds Achterbahnfahrt – der BVB zwischen Genie und Wahnsinn

Und der BVB? Klassische Dortmunder Achterbahnfahrt. Nach einer wilden Woche mit Diskussionen um Mentalität und Pressing kam ein Spiel, das alles in sich trug: Wunderschöne Kombinationen, haarsträubende Fehler, VAR-Diskussionen und eine Schlussphase, in der die Gelbe Wand den Ball quasi ins Tor schrie.

Dortmund führte früh nach einem sehenswerten Angriff, ließ den Gegner dann aber völlig unnötig wiederkommen. Eine ungestüme Grätsche im Strafraum, Elfmeter, Ausgleich – und plötzlich war das Abstiegsgespenst beim Gegner verschwunden, während die Pfiffe im Signal-Iduna-Park lauter wurden.

In der zweiten Hälfte mühte sich der BVB, verhedderte sich aber immer wieder im engmaschigen Mittelfeldpressing des Gegners. Erst ein Joker sorgte für Erlösung: Eingewchselt in der 75. Minute, stand der BVB-Stürmer beim Nachschuss goldrichtig und drückte den Ball über die Linie. Die VAR-Kontrolle wegen vermeintlicher Abseitsposition machte die Szene zum Nervenkrimi, doch der Treffer zählte. Der Befreiungsschrei der Südtribüne war im ganzen Stadion zu hören.

Drama im Keller: Bochum, Schalke, St. Pauli im Überlebenskampf

Unten im Tableau wird der Ton rauer. Jede Grätsche, jeder Kopfball, jede zweite Balleroberung kann über Millionen entscheiden. Die Bundesliega Spiele im Tabellenkeller waren dementsprechend hart umkämpft, teilweise wild, aber selten schön.

Der VfL Bochum holte gegen einen direkten Konkurrenten einen Punkt, der sich halb gut, halb bitter anfühlte. Nach früher Führung kassierten die Westfalen spät den Ausgleich, weil sie sich zu tief hinten reindrücken ließen. "Uns fehlt manchmal die Abgezocktheit", gab der Trainer anschließend zu.

Schalke verpasste in einem intensiven Flutlichtspiel den Befreiungsschlag. Trotz großer Laufleistung und vielen gewonnenen Zweikämpfen fehlte im letzten Drittel der Plan. Eine strittige VAR-Entscheidung sorgte für zusätzliche Emotionen: Ein vermeintlicher Ausgleich wurde wegen einer knappen Abseitsstellung zurückgenommen. Der Frust auf den Rängen entlud sich lautstark gegen den VAR-Keller in Köln.

St. Pauli wiederum zahlte in einem hektischen Spiel Lehrgeld. Defensiv anfällig, offensiv zu verspielt – so wird es im knallharten Bundesliga-Alltag schwer, das Abstiegsgespenst zu vertreiben. Die Tabelle zeigt gnadenlos, wer im Keller dauerhaft liefert und wer nur schönen Fußball andeutet.

Die aktuelle Bundesliga Tabelle im Überblick

Ein Blick auf die aktuelle Konstellation zeigt: An der Spitze zieht Leverkusen leicht davon, Bayern und Stuttgart bleiben in Schlagdistanz, dahinter lauert Dortmund. Im Keller wird die Luft für mehrere Traditionsklubs immer dünner.

Platz Verein Spiele Tore Punkte
1 Bayer Leverkusen ... ... ...
2 FC Bayern München ... ... ...
3 VfB Stuttgart ... ... ...
4 Borussia Dortmund ... ... ...
... ... ... ... ...
16 VfL Bochum ... ... ...
17 Schalke 04 ... ... ...
18 FC St. Pauli ... ... ...

Die exakten Zahlen, Tore und Punkte ändern sich mit jedem Spiel, doch die Tendenzen sind klar: Leverkusen wirkt im Meisterschaftskampf derzeit am stabilsten, Bayern wackelt ungewohnt oft, Stuttgart und Dortmund lauern. Im Keller kann ein einziger Sieg die halbe Bundesliga Tabelle auf den Kopf stellen.

Stars des Spieltags: Wirtz, Guirassy, Keeper im Fokus

Florian Wirtz war an diesem Wochenende der Mann des Tages. Taktisch clever, technisch überragend, mental eiskalt. Sein Treffer aus der Distanz im Topspiel war sinnbildlich: Mut, Selbstvertrauen und die Qualität, enge Spiele im Meisterschaftsrennen alleine zu entscheiden.

Serhou Guirassy lieferte einmal mehr das Komplettpaket eines modernen Mittelstürmers: Pressingarbeit, kluges Anlaufen, sauberes Klatschenlassen – und natürlich Tore. Mit seinem Doppelpack schraubte er seine Ausbeute weiter hoch, bleibt einer der heißesten Kandidaten auf die Torjägerkanone. Kein Wunder, dass Transfergerüchte rund um den VfB-Star immer lauter werden. Aus dem Ausland sollen bereits mehrere Topklubs angeklopft haben.

Auf der anderen Seite sorgte ein Keeper im Abstiegskampf für Schlagzeilen. Mit zahlreichen Paraden, darunter ein spektakuläres Eins-gegen-eins in der Schlussphase, hielt er seine Mannschaft im Spiel und sicherte einen Punkt, der in ein paar Wochen Gold wert sein könnte. "Unser Torwart hat uns heute den Allerwertesten gerettet", gab ein Mitspieler anschließend offen zu.

Verletzungen, Sperren und Transfergerüchte

Die Kehrseite eines intensiven Spieltags: Verletzungen und Sperren. Mehrere Teams müssen in der kommenden Englischen Woche improvisieren. Ein Schlüsselspieler im Mittelfeld eines Europapokal-Anwärters sah die fünfte Gelbe Karte und ist damit im nächsten Bundesliega Spiel gesperrt. Ein anderer Leistungsträger humpelte nach einem Pressschlag vom Platz und wird laut ersten Einschätzungen zumindest kurzfristig ausfallen.

Parallel brodeln die Transfergerüchte weiter. Guirassy, Wirtz, aber auch einige starke Außenverteidiger und defensive Mittelfeldspieler stehen im Fokus. Gerade im Abstiegskampf wird bereits darüber nachgedacht, wie man im nächsten Transferfenster den Kader umbauen kann, um dem Abstiegsgespenst endgültig zu entkommen. Sportdirektoren sprechen von "Kaderfeinjustierung", Fans nennen es klarer: Einkaufsliste für den Klassenerhalt.

Ausblick: Nächster Spieltag, nächstes Spektakel

Die Bundesliga Tabelle wird schon am nächsten Wochenende wieder durchgeschüttelt. Leverkusen muss auswärts bei einem unangenehmen Gegner ran, der tief steht und auf Konter lauert. Ein klassisches Spiel, in dem Geduld gefragt ist – und in dem ein früher Rückstand sofort wieder Druck im Meisterschaftsrennen aufbauen würde.

Der FC Bayern steht nach dem Patzer gewaltig unter Zugzwang. Im eigenen Stadion soll eine Reaktion her, am liebsten ein klarer Sieg mit Offensivfeuerwerk. Musiala, Kane und Co. werden genau wissen, dass sich die Diskussionen um Form, Kader und Trainer bei einem weiteren Ausrutscher hochschaukeln würden.

Stuttgart trifft in einem direkten Duell auf einen Europapokal-Konkurrenten. Ein Sechs-Punkte-Spiel um die internationalen Plätze – und vielleicht mehr. Gewinnt der VfB erneut, ist der Traum von der Meisterschaft sportlich nicht mehr wegzuwischen. Verliert er, droht der Fall zurück ins dichte Verfolgerfeld.

Im Keller wird es nicht minder heiß. Schalke spielt gegen einen direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt, Bochum muss auswärts ran, St. Pauli erwartet ein Pressing-Monster. Jeder Fehlpass, jede unkonzentrierte Aktion kann in solchen Spielen das Tor zur Niederlage aufstoßen.

Für Fans heißt das: Nächstes Wochenende wieder alles blocken, Stadion, Kneipe oder Couch klarmachen. Die Bundesliga Tabelle ist enger, emotionaler und unberechenbarer denn je – und genau deshalb zieht dieser Fußball so in den Bann. Am Samstag heißt es wieder: Anpfiff, Puls hoch, und keine Sekunde verpassen.

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