Bundesheer, Welt

Bundesheer warnt vor einer Welt ohne Ordnung

26.01.2026 - 12:30:12

Das Österreichische Bundesheer zeichnet in seiner aktuellen Sicherheitsanalyse ein düsteres Bild. Unter dem Titel „Risikobild 2026 – Ende der Ordnung?“ warnt das Verteidigungsministerium vor dem Zusammenbruch internationaler Regeln und den Gefahren wirtschaftlicher Abhängigkeiten.

Die Präsentation markiert einen deutlichen inhaltlichen Wandel. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Militärexperten skizzierten eine Welt, in der das Recht des Stärkeren die regelbasierte Ordnung ablöst. Neben militärischen Konflikten rücken wirtschaftliche Verflechtungen als Einfallstore für Erpressung in den Fokus.

Die Analyse stellt fest: Die bisherige Sicherheitsarchitektur ist unwiderruflich erodiert. Generalmajor Ronald Vartok sprach von einem strukturellen Bruch, keinem vorübergehenden Phänomen. Das Bundesheer beschreibt den Übergang zu einem konfrontativen, multipolaren System.

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Großmächte agierten zunehmend aggressiv und ohne Rücksicht auf Normen. Als Hauptakteure dieser Verschiebung identifiziert der Bericht Russland, China und die veränderte Rolle der USA. Die Folge sei eine „systemische Ungewissheit“, auf die sich neutrale Staaten neu einstellen müssten.

Wirtschaft als Waffe

Ein Kernaspekt ist die Warnung vor der „Weaponization“ von Wirtschaftsbeziehungen. Abhängigkeiten in strategischen Sektoren seien zu einem Sicherheitsrisiko erster Ordnung avanciert.

Lieferketten, Energieversorgung und der Zugang zu kritischen Rohstoffen würden gezielt als Druckmittel eingesetzt. Die Analyse offenbart die Verwundbarkeit durch jahrelange einseitige Ausrichtungen. Die Sicherheit von Versorgungsketten müsse künftig untrennbar mit der nationalen Sicherheit verknüpft betrachtet werden.

Hybride Gefahren an der Cyber-Front

Neben geoökonomischen Risiken warnt das Bundesheer eindringlich vor hybriden Bedrohungen. Die Grenzen zwischen Frieden und Konflikt verschwömmen zunehmend.

  • Cyberangriffe auf kritische Infrastruktur
  • Desinformationskampagnen
  • Manipulation demokratischer Prozesse

Gehören laut den Experten zum Standardrepertoire aggressiver Staaten. Generalsekretär Arnold Kammel betonte: Verteidigung müsse heute gesamtstaatlich gedacht werden. Die Abwehr erfordere enge Kooperation zwischen zivilen Behörden, Wirtschaft und Streitkräften.

Modernisierung unter Zeitdruck

Als Reaktion forciert das Bundesheer seinen Modernisierungskurs. Grundlage ist der „Aufbauplan 2032+“, der massive Investitionen vorsieht.

Für 2026 sind im Verteidigungsbudget rund 5,18 Milliarden Euro vorgesehen. Die Gelder sollen primär in den Schutz der Soldaten, die Mobilität und die Cyber-Abwehr fließen. Militärführungskräfte betonten jedoch, dass Geld allein die Defizite der vergangenen Jahrzehnte nicht über Nacht beheben kann. Personelle Aufstockung und Infrastruktur-Modernisierung seien langfristige Projekte unter hohem Zeitdruck.

Die Botschaft des Risikobildes ist eindeutig: In einer Welt ohne verlässliche Ordnung wird die eigene Widerstandskraft zur wichtigsten Währung. Die Zeiten, in denen man sich auf den Schutz durch andere verlassen konnte, sind laut Analyse vorbei.

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