Bundeshaushalt, Rekordinvestitionen

Bundeshaushalt 2026: Rekordinvestitionen treiben Neuverschuldung auf 180 Milliarden

17.01.2026 - 08:30:12

Die Bundesregierung finanziert ihre massive Investitionsoffensive für 2026 mit einer Neuverschuldung von rund 180 Milliarden Euro. Der Bundestag beschloss Ende 2025 Ausgaben von knapp 525 Milliarden Euro. Das Kernstück sind Investitionen von über 128 Milliarden Euro in Infrastruktur, Klimaschutz und Verteidigung.

Die Haushaltsplanung steht im Schatten gedämpfter Konjunkturprognosen. Das ifo Institut korrigierte sein Wachstumsprognose für 2026 auf nur noch 0,8 Prozent nach unten. Es begründet dies mit einem schleppenden Strukturwandel, Bürokratie und maroder Infrastruktur.

Andere Institute sind etwas optimistischer:
* Die EU-Kommission erwartet 1,2 Prozent Wachstum für Deutschland.
* Die Deutsche Bundesbank rechnet erst ab dem zweiten Quartal 2026 mit spürbarer Belebung.

Diese unsichere Wirtschaftslage bildet den Rahmen für die finanzpolitischen Entscheidungen.

Wo das Geld fließt: Schwerpunkte der Investitionsoffensive

Der Haushalt setzt klare Prioritäten. Über 34 Milliarden Euro sind für die Modernisierung von Straßen, Schienen und Wasserwegen vorgesehen. Weitere Milliarden fließen in Digitalisierung und Krankenhäuser.

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Der größte Posten ist jedoch die Verteidigung. Inklusive des Sondervermögens sind für die Bundeswehr mehr als 108 Milliarden Euro eingeplant – ein Rekordwert seit dem Ende des Kalten Krieges. Die Regierung will so die Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz des Landes stärken.

Die Kehrseite: Die Schuldenbremse unter Druck

Die ambitionierten Pläne haben einen hohen Preis. Die reine Kreditaufnahme des Bundes liegt bei 98 Milliarden Euro. Unter Einbeziehung aller Sondervermögen steigt die Neuverschuldung auf etwa 180 Milliarden Euro. Der Stabilitätsrat bestätigte diese Summe bereits im Dezember 2025.

Diese Zahlen befeuern die Debatte um die Schuldenbremse. Die Opposition warnt vor einer Belastung künftiger Generationen durch Zinszahlungen. Die Regierung verteidigt die Ausgaben als unverzichtbare Zukunftsinvestitionen. Bereits für die Finanzplanung bis 2029 klafft eine erhebliche Lücke.

Europaweit ein bekanntes Dilemma

Deutschland steht mit seinen Haushaltsproblemen nicht allein. Die EU-Kommission erwartet für 2026 ein Defizit von 4,0 Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung – und damit eine Überschreitung der EU-Grenzwerte.

Auch Österreich plant für sein Doppelbudget 2025/2026 hohe Defizite ein. Für 2026 rechnet die Regierung in Wien mit 4,2 Prozent. Viele europäische Staaten balancieren derzeit zwischen fiskalischer Disziplin und dem Druck, in Transformation und Wachstum zu investieren.

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