Bulgarien, Euro-Einführung

Bulgarien schließt Euro-Einführung mit historischem Währungsschnitt ab

01.02.2026 - 00:23:12

Seit dem 1. Februar 2026 ist der Euro das alleinige Zahlungsmittel in Bulgarien. Der Übergang verlief reibungslos, nun gilt eine lange Umtauschfrist für die alte Währung.

Die bulgarische Währung Lev hat ihren Status als gesetzliches Zahlungsmittel verloren. Damit ist der Euro nach einer einmonatigen Übergangsphase nun das alleinige Zahlungsmittel im 21. Mitgliedsland der Eurozone.

Seit Mitternacht zum 1. Februar 2026 akzeptieren Geschäfte, Behörden und Banken ausschließlich den Euro. Diese historische Wende vollendet Bulgariens Beitritt zur Eurozone, der mit dem EU-Beitritt 2007 begann. Die Bulgarische Nationalbank (BNB) meldet einen reibungslosen Übergang: Bereits 75 Prozent der Lev-Banknoten und Münzen waren Ende Januar aus dem Verkehr gezogen.

So meisterte Bulgarien den Währungsumstieg

Ein detaillierter nationaler Plan sorgte für den geordneten Ablauf. Kernstück war die einmonatige Parallelakzeptanz beider Währungen. Kunden konnten mit Lev zahlen und erhielten Wechselgeld in Euro – ein natürlicher Auslaufprozess.

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Bis zum 8. August 2026 gilt zudem eine verpflichtende Doppelpreisauszeichnung. Alle Händler müssen Preise in Lev und Euro zum festen Kurs von 1:1,95583 anzeigen. Die Verbraucherschutzkommission überwacht intensiv, ob es zu ungerechtfertigten Preiserhöhungen oder unfairem Runden kommt.

Was geschieht mit restlichen Lev-Beständen?

Bürger können ihre Lev-Bestände bis zum 30. Juni 2026 kostenfrei bei allen Geschäftsbanken und Postfilialen umtauschen. Diese großzügige Frist soll niemanden unter Druck setzen.

Danach übernimmt die Bulgarische Nationalbank den Umtausch – und zwar unbefristet. Selbst Jahre später bleibt der Wert der alten Währung damit gesichert. Bis Anfang März 2026 tauschen sogar andere Euro-Zentralbanken Lev um, was bulgarischen Bürgern im Ausland entgegenkommt.

Euro als Treiber für Digitalisierung und Wachstum

Der Beitritt zur Eurozone bedeutet mehr als nur einen Währungstausch. Er beseitigt Wechselkursrisiken im EU-Handel, senkt Transaktionskosten und macht das Land für ausländische Investoren attraktiver. Die BNB ist nun Teil des einheitlichen europäischen Bankenaufsichtsmechanismus.

Gleichzeitig beschleunigt der Wechsel die Digitalisierung der Finanzdienstleistungen. Banken haben alle Konten, Kredite und Verträge automatisch zum 1. Januar umgestellt – für Kunden völlig unbemerkt. Digitale Zahlungssysteme und Finanzmärkte operieren nun ohne Lev-spezifische Daten, was den grenzüberschreitenden Handel vereinfacht.

Welche Herausforderungen kommen jetzt auf Bulgarien zu?

Die erfolgreiche Umstellung gilt als positives Signal. Doch jetzt beginnt die eigentliche Arbeit: Bulgarien muss die Vorteile der Euro-Mitgliedschaft voll ausschöpfen. Ökonomen beobachten genau, wie sich der Wechsel auf Inflation, Handel und Wirtschaftswachstum auswirkt.

Die Behörden setzen ihre Informationskampagnen fort und behalten die Preisentwicklung im Blick. Als 21. Euro-Mitglied bietet Bulgarien wertvolle Erfahrungen für andere EU-Staaten mit Euro-Ambitionen. Der Abschied vom Lev markiert nicht nur das Ende einer Nationalwährung, sondern den Start in eine neue Ära europäischer Integration.

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