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Britische Regierung startet 7,8-Millionen-Euro-Fonds für KI-Experten

06.02.2026 - 04:26:12

Die britische Regierung fördert mit einem neuen Fonds praxisnahe KI-Studiengänge und Ausbildungen, um regionale Tech-Zentren zu stärken und den Brain Drain zu stoppen.

Die britische Regierung will mit einem neuen Förderprogramm die heimische KI-Branche stärken. Ein Fonds in Höhe von 7,8 Millionen Euro soll Universitäten und Bildungsträger dabei unterstützen, praxisnahe Studiengänge und Ausbildungen für Künstliche Intelligenz zu entwickeln. Bewerbungen sind noch bis zum 18. März 2026 möglich.

Strategische Antwort auf den Fachkräftemangel

Hinter dem „TechLocal AI Professional Degree and Traineeship Accelerator“ steht eine klare Strategie: Der wachsenden Nachfrage nach KI-Spezialisten soll mit regional ausgebildeten Fachkräften begegnet werden. Das Programm des Ministeriums für Wissenschaft, Innovation und Technologie (DSIT) zielt darauf ab, den „Brain Drain“ aus Regionen außerhalb Londons zu stoppen. Stattdessen sollen lokale Tech-Zentren von hochqualifizierten Absolventen profitieren, die genau die Fähigkeiten mitbringen, die die ansässige Industrie benötigt.

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Passend zum Thema KI-Ausbildung: Seit August 2024 gelten in der EU neue Regeln für KI-Systeme – und sie betreffen nicht nur Entwickler, sondern auch Institutionen, die KI-Programme anbieten. Wer Studiengänge oder Traineeprogramme aufbaut, sollte wissen, wie Kennzeichnungspflichten, Risikoklassen und Dokumentationsanforderungen die Lehrinhalte und Praxismodule beeinflussen können. Ein kostenloser Umsetzungsleitfaden erklärt die wichtigsten Pflichten verständlich und praxisnah. Jetzt KI-Umsetzungsleitfaden herunterladen

„KI ist keine Nischentechnologie mehr, sondern ein fundamentaler Innovationsmotor für alle Branchen“, so die Regierungslogik. Die Förderung soll daher gezielt Studiengänge und Traineeprogramme finanzieren, die in enger Abstimmung mit regionalen Unternehmen entwickelt werden. Der enge Bewerbungszeitraum – er endet bereits Mitte März – unterstreicht die Dringlichkeit, mit der die Regierung die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage schließen will.

Europäischer Trend: Digitalkompetenz von der Schule bis zum Beruf

Die britische Initiative ist Teil eines gesamteuropäischen Trends. Fast zeitgleich startete die Bewerbungsphase für das „Digital Readiness Lab“, ein transnationales Seminar, das die digitale Transformation innerhalb von Erasmus+-Projekten vorantreiben soll. Es zielt darauf ab, die Digitalkompetenz und KI-Kenntnisse in Bildungsprojekten zu stärken.

Parallel dazu geht der Fokus auch in die Klassenzimmer. In Nordirland startete das Bildungsministerium einen neuen Online-Kurs für digitale Kompetenz. Dieser soll Schülern, Eltern und Lehrkräften praktische Werkzeuge für mehr Sicherheit im Internet vermitteln. Der Kurs startet offiziell am „Safer Internet Day“, dem 10. Februar 2026. Diese Initiativen zeigen einen zweigleisigen Ansatz: Während Hochschulprogramme wie der TechLocal-Fonds Spitzenspezialisten ausbilden, soll die Grundbildung eine breite digitale Allgemeinkompetenz in der Bevölkerung verankern.

Chancen für Hochschulen und die Wirtschaft

Für Universitäten und andere Bildungseinrichtungen bietet der Fonds eine entscheidende Chance. Sie können Ressourcen für die Entwicklung modernster KI-Lehrpläne sichern und gleichzeitig die Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen vertiefen. Dies erhöht die Employability der Absolventen und stärkt die regionale Wirtschaftskraft.

Die geförderten Projekte sollen neue Abschlüsse und Ausbildungsgänge hervorbringen, deren erster Jahrgang schon bald als nächste Generation von KI-Innovatoren in den Arbeitsmarkt eintreten könnte. Der Erfolg wird maßgeblich daran gemessen werden, wie viele Absolventen hochqualifizierte Jobs in ihrer Heimatregion finden.

Die Entwicklung zeigt: Die Politik setzt zunehmend auf praxisnahe, mit der Industrie abgestimmte Qualifikationen. Angesichts des rasanten technologischen Wandels dürften solche Fördermaßnahmen zu einem festen Bestandteil nationaler und europäischer Bildungsstrategien werden.

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PS: Die EU-KI-Verordnung bringt verpflichtende Dokumentationspflichten, Risikoklassen und Kennzeichnungspflichten mit sich – für Hochschulen und Bildungsträger, die KI-Lehrinhalte entwickeln, ist das relevant. Wer Lehrpläne oder Praxisprojekte plant, findet im kostenlosen Leitfaden kompakte Checklisten und Handlungsempfehlungen, um Programme rechtskonform und zukunftssicher aufzusetzen. KI-Verordnung-Leitfaden kostenlos sichern

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