Braunes, Fett

Braunes Fett: Die körpereigene Winter-Heizung

22.01.2026 - 10:11:12

Forschung zeigt, dass Kälte und Bewegung braunes Fett aktivieren und das Muskelhormon Irisin freisetzen, um Energie zu verbrennen und Wintermüdigkeit zu bekämpfen.

Der Mensch besitzt ein biologisches Kraftwerk gegen Kälte und Wintertief. Aktuelle Forschung entschlüsselt, wie braunes Fett und Muskelhormone als innere Heizung wirken.

Neue Studien zeigen: Unser Körper ist nicht für dauerhafte Trägheit in warmen Räumen gemacht. Stattdessen verfügt er über ausgeklügelte Mechanismen, um Kälte in Energie umzuwandeln. Die Wissenschaft spricht vom „Homo mobilis“.

Braunes Fett: Das verborgene Kraftwerk

Lange dachte man, nur Babys hätten aktives braunes Fettgewebe. Heute ist klar: Auch Erwachsene besitzen diese biologischen Öfen – vor allem im Nackenbereich. Im Gegensatz zum weißen Speicherfett verbrennt braunes Fett Energie, um Wärme zu erzeugen.

Forschende der LMU München fanden kürzlich molekulare Schalter, die diesen Prozess steuern. Regelmäßige Kältereize trainieren diese Zellen ähnlich wie Sport einen Muskel. Wer sich der Kälte aussetzt, aktiviert also langfristig seinen Stoffwechsel.

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Ein Team der Universität Bonn entdeckte zudem einen „Ausschalter“ für die Fettverbrennung in diesen Zellen. Wird dieser gehemmt, laufen die zellulären Öfen auf Hochtouren. Die praktische Konsequenz: Kalte Duschen oder Outdoor-Sport sind gezielte Eingriffe in den Stoffwechsel.

Irisin: Das Sport-Hormon gegen Trägheit

Warum fällt Bewegung im Winter so schwer? Die Antwort liegt in unseren Muskeln. Sie wirken als Hormonfabriken und schütten bei Aktivität den Botenstoff Irisin aus. Interessanterweise passiert das auch durch Kältezittern.

Dieses Myokin hat eine Doppelfunktion:
* Es unterstützt die Umwandlung von weißem in braunes Fett.
* Es beeinflusst Wachstumsfaktoren und Dopamin im Gehirn.

Hier schließt sich der Kreis zur Wintermüdigkeit: Wenig Bewegung bedeutet niedrige Irisin-Spiegel. Das verstärkt die Antriebslosigkeit. Der erste Schritt vor die Tür ist evolutionär schwer – die hormonelle Belohnung danach aber potenziell größer als im Sommer.

Das evolutionäre Dilemma: Faulheit als Überlebensstrategie

Unser Körper steckt in einem Zwiespalt. Einerseits ist Trägheit eine tief verwurzelte Überlebensstrategie unserer Vorfahren, um Energie zu sparen. Andererseits braucht der Organismus Kälte und Aktivität, um gesund zu bleiben.

Das Problem der Moderne: Konstante 21 Grad Raumtemperatur. In dieser thermoneutralen Zone ist unser Stoffwechsel unterfordert. Braune Fettzellen verkümmern, der Grundumsatz sinkt. Das Unbehagen bei Kälte ist genau das Signal, das unsere biologischen Heizungen startet.

Ernährung: Die thermogene Unterstützung

Was wir essen, kann die Wärmeproduktion ankurbeln. Proteine spielen hier die Hauptrolle: Bis zu 30 Prozent ihrer Kalorien werden direkt als Wärme verstoffwechselt. Proteinreiche Mahlzeiten heizen also den Ofen von innen an.

Auch scharfe Stoffe wie Capsaicin in Chilis und Koffein zeigen kurzfristige Effekte. Aktuelle Studien untersuchen sogar synergistische Effekte: Könnte der morgendliche Kaffee vor dem Winter-Spaziergang die Fettverbrennung doppelt ankurbeln?

Die Zukunft liegt in der Herausforderung

Pharmakologische Lösungen, die Sport und Kälte imitieren, bleiben Forschungsthema. Der Goldstandard ist aber natürlich: Die gezielte Aktivierung unserer körpereigenen Systeme. Die Biologie liefert die Werkzeuge gegen Kälte und Trägheit. Wir müssen sie nur nutzen.

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