Brandschutz-Branche startet in neue Zertifizierungsrunde
30.01.2026 - 12:13:12Ab heute gelten verschärfte Anforderungen für die Planung von Sprachalarmanlagen. Tausende Fachkräfte müssen sich bis 2026 nachschulen, um ihre Zulassung zu behalten.
Deutschland – Die Brandschutzbranche steht vor einer wichtigen Weiterbildungswelle. Seit heute, dem 30. Januar 2026, bieten Schulungsanbieter aktualisierte Auffrischungskurse an. Grund sind wesentliche Änderungen in den Normen DIN 14675 und DIN VDE 0833. Für zertifizierte Fachfirmen und verantwortliche Personen ist die Teilnahme verpflichtend – wer die vierjährige Rezertifizierung verpasst, riskiert den Verlust seiner Marktzulassung.
Verpflichtende Normen-Updates für Tausende Fachkräfte
Die Uhr tickt für viele Brandschutz-Experten. Wer seine Zertifizierung um 2022 erhalten hat, muss sie in diesem Jahr erneuern. Die aktualisierten Seminare konzentrieren sich auf drei Kernbereiche: verschärfte Dokumentationspflichten, die Integration sogenannter „Stiller Alarmierungen“ und die fortschreitende Digitalisierung der Wartung.
„Die Anforderungen sind deutlich konkreter geworden“, erklärt ein Branchenkenner. Der Fokus liege nun auf der praktischen Umsetzung des aktuellen DIN VDE 0833-1:2025-Entwurfs. Dieser beeinflusst bereits heute die Projektplanung. Für Unternehmen ist die Teilnahme mehr als eine Formalie. Ohne gültige Zertifizierung sind sie von öffentlichen Ausschreibungen und versicherungskritischen Projekten ausgeschlossen.
Viele Brandschutz- und Planungs-Verantwortliche unterschätzen, wie detailliert die neue Normenlage Dokumentation und Gefährdungsbeurteilungen fordert. Wer Sprachalarmanlagen normgerecht plant, braucht nachprüfbare Vorlagen, Risikomatrizen und praxisnahe Checklisten, damit Audits und Nachrüstungen reibungslos laufen. Ein kostenloses E‑Book zur Gefährdungsbeurteilung im Brandschutz liefert genau diese Werkzeuge – Excel‑Vorlagen, Risikobewertung und konkrete Umsetzungsschritte für Planer und Errichter. Jetzt Gefährdungsbeurteilung Brandschutz-Toolkit herunterladen
Sprachalarmanlagen: Klare Ansage statt bloßem Signal
Im Zentrum der neuen Schulungen steht die Technik der Sprachalarmanlagen (SAA). Anders als einfache Sirenen müssen sie eine verständliche Durchsage garantieren, um eine geordnete Evakuierung zu ermöglichen. Die überarbeiteten Kurse legen daher ein besonderes Augenmerk auf die akustische Planung und Abnahme nach DIN VDE 0833-4.
Was ändert sich konkret? Die Prüfung von Stillen Alarmierungen wird strenger. Zudem rückt das Schnittstellenmanagement in den Fokus. In modernen, automatisierten Gebäuden ist das reibungslose Zusammenspiel von Brandmeldeanlage (BMA) und Sprachalarmierung kritisch. Die neuen Schulungen sollen Planer für die dokumentierten Anforderungen dieser Schnittstellen sensibilisieren. Ein weiteres Schwerpunktthema ist die Nachrüstung in Bestandsgebäuden – eine häufige Herausforderung in deutschen Sanierungsprojekten.
Digitalisierung erreicht den Brandschutz
Die Normen halten Einzug in das digitale Zeitalter. Die Schulungsagenda 2026 widmet sich verstärkt digitalen Workflows und der Fernwartung.
Die Seminare behandeln den rechtlichen und technischen Rahmen für den Fernzugriff auf Sicherheitssysteme. Dazu zählen:
* Cybersicherheitsmaßnahmen zum Schutz lebenswichtiger Systeme.
* Normgerechte Protokollierung aller Fernzugriffe.
* Klare Grenzen zwischen remote möglichen Arbeiten und zwingend vor Ort durchzuführenden Tätigkeiten.
Diese Entwicklung spiegelt den Trend zum „Smart Safety“ wider, bei dem Brandschutzsysteme in den digitalen Gebäudelebenszyklus (BIM) integriert werden. Die aktuellen Kurse sind eine der ersten systematischen Antworten auf diese neue Realität im Standard-Schulungsprogramm.
Hoher Schulungsbedarf bei anhaltender Baukonjunktur
Der Start der Kurse trifft auf einen anhaltend hohen Bedarf an qualifiziertem Personal. Die Bauaktivitäten im gewerblichen und öffentlichen Sektor sorgen weiterhin für Nachfrage nach zertifizierten Planern (Phase 6.1) und Errichtern (Phase 6.2).
Anbieter wie die DGWZ und verschiedene technische Akademien haben ihre Jahrespläne 2026 entsprechend ausgerichtet. Zunehmend finden auch Spezialthemen wie der potenzielle Einsatz von KI in der Branderkennung Eingang in die Programme, auch wenn der aktuelle Fokus auf der VDE-0833-Reihe liegt.
Die Botschaft an Ingenieurbüros und Installationsbetriebe ist klar: Der Wissensstand von 2022 genügt für die Projekte von 2026 nicht mehr. Die Prüfer der Zertifizierungsstellen werden in künftigen Audits besonderes Gewicht auf die lückenlose Nachvollziehbarkeit von Planungsentscheidungen legen. Die erste Woche der Seminare – auch in digitalen Formaten – hat bereits begonnen.
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