Brainy, January

Brainy January löst Dry January als Top-Trend ab

20.01.2026 - 14:39:12

Der Fokus der Ernährungswelt hat sich verschoben: Weg von körperlicher Optimierung, hin zur mentalen Leistungsfähigkeit. Analysten sprechen bereits vom „Brainy January“, der den traditionellen „Dry January“ als dominierenden Gesundheitstrend ablöst. Funktionelle Lebensmittel für die kognitive Gesundheit sind das am schnellsten wachsende Segment.

Eine Schlüsselentwicklung sind sogenannte Psychobiotika. Diese speziellen probiotischen Bakterienstämme wie Lactobacillus helveticus sollen die Darm-Hirn-Achse positiv beeinflussen. Das Marktvolumen wird für 2026 auf über 575 Millionen US-Dollar geschätzt.

Die Stämme finden sich nicht mehr nur in Kapseln, sondern zunehmend in fermentierten Getränken, Joghurts und Snacks. Hersteller reagieren damit auf das wachsende Verbraucherbewusstsein für den Zusammenhang zwischen Mikrobiom und mentaler Gesundheit. Die Claims werden spezifischer: Statt allgemeiner Darmgesundheit versprechen die Produkte nun Stimmungsausgleich und Stressreduktion – gestützt durch klinische Daten.

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Lion‘s Mane: Vom Biohacker-Geheimtipp zum Supermarkt-Produkt

Der Vitalpilz Igel-Stachelbart, bekannt als Lion‘s Mane, ist im Massenmarkt angekommen. Prognosen sehen für dieses Segment bis 2030 ein Volumen von über 340 Millionen US-Dollar. Extrakte des Pilzes stecken heute in Kaffeealternativen, Proteinriegeln und funktioneller Schokolade.

Der Reiz liegt in den bioaktiven Verbindungen, die den Nervenwachstumsfaktor (NGF) beeinflussen sollen. Viele Konsumenten ersetzen ihren morgendlichen Kaffee durch pilzbasierte Getränke. Ihr Ziel: Den typischen Koffein-Absturz vermeiden und eine stabilere kognitive Leistung erreichen.

Clean Label Evolution: Mehr als nur keine Zusätze

Die Verbraucherforderungen steigen. Die „Clean Label Evolution“ bedeutet: Es reicht nicht mehr, frei von künstlichen Zusätzen zu sein. Gefordert werden jetzt funktionelle Wirksamkeit bei vollständiger Transparenz der Lieferkette.

Gleichzeitig verschärft die EU die regulatorischen Rahmenbedingungen. Neue Beschränkungen für Bisphenol A (BPA) in Verpackungen treten in Kraft, die Regulierung von PFAS wird angezogen. Hersteller stehen unter doppeltem Druck: wissenschaftlich validierte Inhaltsstoffe liefern und konforme Verpackungen finden. Diese Entwicklung führt zu einer Marktbereinigung. Kleine Marken verschwinden, etablierte Player bauen „Brain Health“-Linien aus.

Wer treibt die Nachfrage an?

Der Boom ist eine direkte Reaktion auf die globale Burnout-Kultur und digitale Reizüberflutung. Interessant ist die Verschiebung der Zielgruppen. Das Marketing richtet sich 2026 verstärkt an die Generation 45+.

Insbesondere Frauen in den Wechseljahren, die über „Brain Fog“ klagen, werden als kaufkräftige „Queenager Economy“ umworben. Diese Demografie befeuert einen Markt, der 2025 bereits auf über 5,4 Milliarden US-Dollar geschätzt wurde. Eine alternde Gesellschaft und der Wunsch nach mentaler Langlebigkeit schaffen den idealen Nährboden.

Der nächste Schritt: Personalisierung durch KI

Die Zukunft gehört der Individualisierung. Erste Unternehmen experimentieren mit KI-gestützten Apps. Diese empfehlen basierend auf individuellem Stresslevel und Schlafdaten personalisierte Wirkstoff-Kombinationen („Nootropika-Stacks“).

Experten erwarten, dass funktionelle Lebensmittel bis Ende 2026 nicht mehr als statische Produkte verkauft werden. Sie werden Teil eines dynamischen, digitalen Gesundheitsmanagements. Die Grenze zwischen Nahrungsmittel und Technologie verschwimmt zusehends. Die kognitive Gesundheit bleibt der treibende Motor.

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