Boyicap: Neue WhatsApp-Betrugswelle bringt Anleger um ihr Geld
06.01.2026 - 21:51:12Eine neue Welle von Cybertrading-Betrug rollt über WhatsApp. Im Fokus steht die vermeintliche Trading-Plattform “Boyicap”, die Anleger mit gefälschten Gewinnversprechen um ihr Erspartes bringt. Verbraucherschützer und Anwälte schlagen aktuell Alarm.
Der Betrug beginnt oft auf Instagram oder TikTok. Dort locken Werbeanzeigen mit angeblichen Finanzprofis oder Prominenten. Sie versprechen exklusives Börsenwissen. Der Klick führt jedoch nicht zur Bank, sondern in eine geschlossene WhatsApp-Gruppe.
Dort läuft ein psychologisches Spiel ab. Administratoren und vermeintliche Mit-Anleger simulieren eine rege Community. Sie posten gefälschte Erfolgsmeldungen und Screenshots hoher Renditen. Das einzige Ziel: Vertrauen aufbauen und zur Installation der “Boyicap”-App bewegen. Diese ist oft nicht in offiziellen Stores zu finden – ein erstes Warnsignal.
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Die Illusion bröckelt bei der Auszahlung
Die “Boyicap”-App wirkt täuschend echt. Nach einer ersten Einzahlung zeigt sie sofort Gewinne an. Doch die Charts und Kontostände sind reine Simulation. Sie haben keine Verbindung zu echten Börsen.
Die angeblichen persönlichen Finanzberater drängen dann zu weiteren Einzahlungen. Sie wittern angeblich nie dagewesene Chancen. Das böse Erwachen folgt beim Versuch, Geld abzuheben. Die Plattform blockiert jede Auszahlung. Plötzlich werden Steuernachzahlungen oder andere Gebühren gefordert. Zahlt das Opfer nicht, bricht der Kontakt ab. Die Gruppe wird gelöscht, die Berater sind nicht mehr erreichbar.
Ein systematisches Problem
“Boyicap” ist kein Einzelfall. Die Finanzaufsichten BaFin und FMA warnen seit Monaten vor Dutzenden ähnlicher Plattformen. Die Täter sind international organisiert und nutzen die Anonymität von Messengern und Kryptowährungen. Die aktuelle Warnung deutet darauf hin, dass “Boyicap” gerade ihren Höhepunkt erreicht – die Betreiber wollen möglichst viel Geld einsammeln, bevor die Behörden zuschlagen.
Was können Geschädigte tun?
* Sofort alle Zahlungen einstellen, egal welcher Druck ausgeübt wird.
* Beweise sichern: Chatverläufe, Überweisungsbelege und App‑Screenshots speichern.
* Die Vorfälle bei der Polizei zur Anzeige bringen.
Die wichtigste Regel bleibt: Wenn ein Angebot über WhatsApp kommt und die Rendite zu gut klingt, um wahr zu sein, handelt es sich fast immer um Betrug.


