Bougainville, Copper

Bougainville Copper Aktie: Vernichtet!

27.11.2025 - 10:08:31

Die Aktie von Bougainville Copper verlor nach einem Alleingang des Hauptaktionärs die Hälfte ihres Wertes. Die Regierung schloss ohne Konsultation einen Vertrag mit einem Wettbewerber.

Die Aktie von Bougainville Copper erlebt ein historisches Desaster. Ein massiver Vertrauensbruch durch die Regierung von Bougainville hat das Papier seit Wochenmitte um rund 50 % abstürzen lassen. Der Grund: Der eigene Hauptaktionär hat einen Deal mit einem indischen Wettbewerber geschlossen – am Unternehmen vorbei.

Die Schockwellen des am Dienstag veröffentlichten Updates halten die Anleger auch heute weiter in Atem. Die Aktie notiert nach einem dramatischen Absturz von 1,15 AUD auf rund 0,57 AUD weiterhin auf extrem gedrücktem Niveau.

Deal hinter dem Rücken

Das Management musste kleinlaut via Börsenmitteilung bestätigen, dass es von seinem eigenen Mehrheitseigner übergangen wurde. Die Autonomous Bougainville Government (ABG) hat am 20. November ein Memorandum of Understanding mit dem indischen Konzern Lloyds Metals and Energy Limited unterzeichnet.

Der Ablauf ist beispiellos:

  • Keine Konsultation: BOC wurde in den Prozess nicht eingebunden
  • Vorgeschichte mit Lloyds: Der Konzern hatte im April ein NDA mit BOC unterzeichnet, brach den Kontakt dann aber ab, um direkt mit der Regierung zu verhandeln
  • Inhalt: Das MOU umfasst explizit das Panguna-Projekt – das einzige und entscheidende Asset von Bougainville Copper

Komplettes Ausbooten droht

Der Kurssturz reflektiert die Angst der Investoren, dass Bougainville Copper beim Neustart der Panguna-Mine vollständig ausgebootet werden könnte. Das Unternehmen befindet sich seit Monaten in einem Strategic Partnering Process, um internationale Investoren für den Wiederaufbau der Mine zu gewinnen. Dass die Regierung nun parallel Fakten schafft, torpediert diese Bemühungen massiv.

BOC erklärte, man sei in dringenden Gesprächen mit bisherigen Interessenten, um zu klären, ob unter den neuen Gegebenheiten überhaupt noch Interesse an einer Partnerschaft besteht. Die Ungewissheit ist maximal.

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72,9 % Kontrolle – und dann das

Um die Tragweite zu verstehen: Im Juni 2025 vollzog die nationale Regierung von Papua-Neuguinea den historischen Transfer ihrer 36,45 %-Anteile an die ABG. Da die ABG bereits zuvor einen fast gleich großen Anteil hielt, kontrolliert die Regierung von Bougainville seither eine klare Mehrheit von 72,9 % an Bougainville Copper.

Dass ausgerechnet dieser dominante Mehrheitsaktionär einen Deal mit einem Wettbewerber abschließt, ohne das eigene Unternehmen einzubinden, wertet der Markt als katastrophales Signal. Sieht die ABG das Vehikel Bougainville Copper Limited überhaupt noch als zentralen Treiber für die Panguna-Mine?

Vertrauen zerstört

Die Aktie hat sich auf einem Niveau um 0,57–0,60 AUD stabilisiert, was einer Halbierung der Marktkapitalisierung entspricht. Die Situation für freie Aktionäre ist hochriskant.

Klärt die Regierung nicht unverzüglich auf, welche Rolle BOC in der Kooperation mit Lloyds Metals spielen soll, droht dem Unternehmen die operative Irrelevanz. Das Vertrauen in die Governance ist durch den Alleingang des Hauptaktionärs vorerst zerstört.

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