Boreout, Geschäftsrisiko

Boreout wird 2026 zum kritischen Geschäftsrisiko

02.01.2026 - 06:00:12

Deutsche Unternehmen fürchten 2026 nicht mehr nur Burnout, sondern zunehmend Boreout. Die krankhafte Unterforderung von Mitarbeitern avanciert zum echten Geschäftsrisiko. Experten fordern eine Abkehr von bloßer Achtsamkeit hin zu proaktiver “Mental Fitness”.

Die psychische Gesundheit wird im neuen Jahr zum harten Wirtschaftsfaktor. Aktuelle Arbeitsmarktanalysen warnen vor der stillen Gefahr des Boreouts. Dieses Phänomen entsteht durch chronische Unterforderung und mangelnde Sinnhaftigkeit. Die Folge ist eine innere Kündigung, die Unternehmen Milliardenschäden durch Fehlzeiten und Produktivitätsverluste beschert.

Lange als Luxusproblem belächelt, zeigt die Datenlage ein anderes Bild. Die “innere Kündigung” ist oft direkte Folge von Langeweile und fehlender intellektueller Stimulanz. Besonders die Generation Z mit ihren hohen Erwartungen an Sinnstiftung ist anfällig. Bleibt der versprochene “Purpose” aus, schlägt Motivation schnell in Frust um.

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Anders als beim Burnout durch Überlastung, leiden Betroffene hier am Gefühl, ihre Fähigkeiten nicht einsetzen zu können. Arbeitgeberverbände und Krankenkassen drängen daher darauf, Unterforderung genauso ernst zu nehmen wie Überlastung.

Vom Bewusstsein zur Widerstandskraft

Der Trend für 2026 heißt: weg von reiner “Mental Health Awareness”, hin zu aktiver “Mental Fitness”. Obstkörbe und Gesundheitstage reichen nicht mehr aus. Unternehmen müssen präventive Strukturen schaffen.

Führende HR-Strategen setzen auf drei Maßnahmen:
* Job Crafting: Mehr Autonomie für Mitarbeiter, ihre Aufgaben an ihre Stärken anzupassen.
* Skill-basiertes Management: Statt starrer Stellenbeschreibungen rücken individuelle Fähigkeiten in den Vordergrund.
* Proaktive Resilienz-Trainings: Schulungen, um Belastungen frühzeitig zu erkennen und zu steuern.

Ziel ist eine hohe “psychologische Sicherheit”. Mitarbeiter sollen offen ansprechen können, wenn sie sich unterfordert fühlen – ohne als faul abgestempelt zu werden.

KI: Chance und Risiko im Boreout-Kampf

Die Integration Künstlicher Intelligenz spielt eine ambivalente Rolle. Einerseits befreit die Automatisierung repetitiver Aufgaben Mitarbeiter für kreativere Tätigkeiten. Das kann das Boreout-Risiko senken.

Andererseits droht ein gefährliches Vakuum. Fallen ganze Aufgabenbereiche weg, ohne dass neue Herausforderungen geschaffen werden, fühlen sich Mitarbeiter nutzlos. Entscheidend wird sein, wie Unternehmen die gewonnene Zeit nutzen. Erfolgreiche Firmen investieren sie in Weiterbildung und Innovationsprojekte.

Europas Druck und die Chance für Arbeitgeber

Diese betriebliche Entwicklung wird von der europäischen Politik forciert. Die EU-OSHA-Kampagne “Psychische Gesundheit bei der Arbeit” (2026–2028) erhöht den Druck, psychosoziale Risiken systematisch zu erfassen. Psychische Gefährdungen werden physischen gleichgestellt.

Für Unternehmen birgt das eine große Chance im “War for Talents”. Im anhaltenden Fachkräftemangel positionieren sich Firmen mit glaubwürdigen Konzepten gegen Boreout als attraktive Arbeitgeber. Der Kampf gegen die Unterforderung ist eröffnet – nicht als altruistische Maßnahme, sondern als ökonomische Notwendigkeit.

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