Borderlands 3 im Test: Warum dieses Chaos-RPG genau das Spiel ist, nach dem du gesucht hast
12.01.2026 - 10:14:16Stell dir vor, du startest abends "nur kurz" ein Game. Zwei Stunden Ballerei, ein bisschen Loot, dann ab ins Bett. In der Realität sieht es anders aus: eintönige Missionen, Copy-&-Paste-Level, Charaktere ohne Seele. Du erwischst dich dabei, wie du mehr auf dein Handy schaust als auf den Bildschirm. Gaming als Pflichtprogramm – statt als Flucht aus dem Alltag.
Genau hier sitzt der Schmerz: Du suchst nicht einfach einen Shooter. Du suchst ein Spiel, das sich anfühlt wie eine durchgeknallte Netflix-Serie, in die du mit deinen Freunden reinspringst. Etwas, das laut, bunt, absurd und überraschend ist – und das dir das gute, alte LAN-Party-Gefühl zurückbringt, nur eben im Jahr 2026.
Wenn du beim Wort "Loot-Shooter" innerlich gähnst, aber heimlich genau auf dieses Adrenalin-Gefühl aus bist, kommt jetzt das Gegenmittel.
Die Lösung: Borderlands 3 als kontrolliertes Chaos für dein Gamer-Herz
Borderlands 3 ist kein leiser Titel. Es ist ein Vollgas-Spiel. Gearbox und der Publisher-Mutterkonzern Take-Two Interactive Software Inc. (ISIN: US8740541094) liefern hier einen Loot-Shooter, der sich wie eine spielbare Anarcho-Serie anfühlt: absurde Charaktere, überdrehter Humor, drastische Gewalt, gigantische Explosionen – und dazwischen erstaunlich viel Herz.
Du jagst nicht einfach bessere Zahlenwerte auf deiner Waffe. Du jagst Geschichten, absurde Bosskämpfe, irrsinnige Sidequests und genau die eine Waffe, deren Spezialeffekt du deinen Freunden noch Tage später im Voice-Chat beschreibst.
Statt auf einem generischen Schlachtfeld hängst du auf Planeten, die sich tatsächlich unterschiedlich anfühlen – von staubigen Ödlanden bis zu neonleuchtenden Metropolen. Und jedes Mal, wenn du denkst, du hättest alles gesehen, wirft dir das Spiel noch einen völlig überdrehten Boss oder eine Mission vor, die sich anfühlt wie eine Parodie auf das gesamte Genre.
Warum gerade dieses Modell? Der Realitäts-Check
Was macht Borderlands 3 in der Praxis besser als andere Loot-Shooter wie Destiny 2 oder The Division 2? Nicht die blanken Zahlen – sondern wie sie sich anfühlen.
- Vier spielbare Kammer-Jäger, vier Spielstile: Statt austauschbarer Klassen bekommst du starke Persönlichkeiten wie FL4K, Zane, Moze und Amara – jede mit eigenem Skilltree. Das sorgt dafür, dass sich dein Build wirklich "dein" Build anfühlt, egal ob Solo oder im Koop.
- Millionen Waffen – aber mit Persönlichkeit: Klar, die Marketing-Zahl der "Milliarden" möglichen Waffen kennst du. Spannender ist, was sie tun: Pistolen, die laufen können, Schrotflinten, die Gegner anschreien, Raketenwerfer, die Regen aus Projektile spucken. Das Ergebnis: Du lootest nicht einfach – du bist neugierig auf jeden Drop.
- Koop, der sich wie eine Chaos-WG anfühlt: Drop-in/Drop-out-Koop, balancierte Level-Skalierung, optionale getrennte Loot-Systeme – ideal, wenn ihr nicht alle gleich viel spielt, aber trotzdem zusammen zocken wollt.
- Humor, der hängen bleibt: Der typische Borderlands-Humor spaltet zwar – aber gerade Fans feiern die Kombi aus Meta-Gags, Gesellschaftssatire und komplett durchgeknallten NPCs. Das Game nimmt sich nie zu ernst – und genau das tut gut.
- Endgame, das mehr ist als nur Grind: Mayhem-Modi, Guardian-Ranks, True Vault Hunter Mode und regelmäßige Events: Du kannst Borderlands 3 wie ein Service-Game spielen, ohne jeden Tag einloggen zu müssen.
- PC, PlayStation, Xbox, Crossplay: Auf aktuellen Plattformen ist das Spiel technisch gereift. Bugs wurden über die Jahre massiv reduziert, Performance und Balancing sind stabiler denn je.
Während viele Games in dieser Kategorie nach ein paar Wochen Content-müde wirken, fühlt sich Borderlands 3 2026 an wie eine gereifte Version seiner selbst – mit allen DLCs, Patches und Quality-of-Life-Verbesserungen, die seit Release dazugekommen sind.
Borderlands 3: Auf einen Blick: Die Fakten
Borderlands 3 bündelt seine Stärken vor allem dort, wo andere Loot-Shooter schwächeln: Persönlichkeit, Koop-Flow und langfristige Motivation.
| Merkmal | Dein Nutzen |
|---|---|
| Genre: Loot-Shooter / Action-RPG | Perfekte Mischung aus schnelleren FPS-Gefechten und motivierendem Charakter-Fortschritt. |
| Vier spielbare Kammer-Jäger mit Skilltrees | Dein Spielstil, deine Rolle: Tank, Damage-Dealer, Pet-Controller oder Trickser – alles möglich. |
| Online- und Couch-Koop (Split-Screen, je nach Plattform) | Mit Freunden im selben Raum oder online Chaos anrichten – ideal für Abende mit Pizza und Headset. |
| Prozedural generierte Waffen und Ausrüstung | Ständiger Loot-Nachschub sorgt für Aha-Momente und neue Builds statt monotones Farmen. |
| Mehrere Planeten und abwechslungsreiche Biome | Visuelle Abwechslung und unterschiedliche Gegner-Setups halten das Spielgefühl frisch. |
| Mayhem-Modus & Endgame-Aktivitäten | Skalierbare Herausforderung für Veteranen, ohne Neueinsteiger komplett abzuschrecken. |
| Crossplay-Unterstützung (abhängig von Plattform) | Du spielst mit Freunden, egal ob sie auf PC, Xbox oder PlayStation unterwegs sind. |
Borderlands 3: Das sagen Nutzer und Experten
Borderlands 3 polarisiert – und genau das macht die Diskussion spannend. Scrollst du durch Reddit-Threads oder YouTube-Reviews, taucht ein klares Muster auf: Fans lieben den Flow, Kritiker reiben sich an Tonfall und Humor.
Was viele Spieler feiern:
- Gunplay & Build-Vielfalt: Immer wieder wird betont, wie "satisfying" sich Schießen und Skillen anfühlen. Besonders auf PC mit hoher Framerate wirkt das Gameplay butterweich und wuchtig.
- Koop als Kern-Erlebnis: Viele Reviews erzählen von legendären Abenden zu zweit, zu dritt oder zu viert. Das Spiel ist einfach im Team am stärksten – und genau so ist es gedacht.
- Langzeitmotivation: Spieler mit hunderten Stunden berichten, dass sie immer wieder zurückkehren – sei es wegen neuen Builds, Events oder einfach, um mit Freunden "blöd rumzuballern".
Was kritisch gesehen wird:
- Story & Humor: Wenn du mit dem Borderlands-Stil nichts anfangen kannst, wird Borderlands 3 dich nicht bekehren. Manche finden den Humor zu laut, zu pubertär oder zu wenig subtil.
- UI & Inventar-Management: Besonders auf Konsole bemängeln einige, dass Menüs träge wirken und Inventar-Verwaltung fummelig sein kann – gerade im Endgame mit viel Loot.
- Technik zum Launch vs. heute: Viele ältere Kritiken beziehen sich auf Bugs zum Release. Aktuelle Stimmen heben hervor, dass diese Probleme zum Großteil gefixt wurden.
Unterm Strich herrscht Einigkeit: Wenn du Borderlands magst, liefert Borderlands 3 den bisher größten, lautesten und verrücktesten Teil der Reihe – inklusive solider Unterstützung über Jahre hinweg durch Updates und DLCs.
Alternativen vs. Borderlands 3
Verglichen mit anderen großen Loot-Shootern positioniert sich Borderlands 3 ganz bewusst anders.
- Gegen Destiny 2: Destiny fühlt sich oft ernster, fast schon sakral an – Sci-Fi-Epik, bei der du dich in Seasons und Metas einarbeiten musst. Borderlands 3 ist spontaner: Du kannst auch nach Wochen Pause einsteigen, ohne Wiki-Studium, und hast in der ersten Stunde wieder Spaß.
- Gegen The Division 2: Realistischer Military-Look, gedeckte Farben, Deckungssystem – das macht Division 2 stark. Bordelands 3 setzt stattdessen auf Tempo und Absurdität. Wenn du lieber wuchtig rennst und schießt, statt dich hinter Kisten zu ducken, wirst du dich hier wohler fühlen.
- Gegen "Service-Games" mit Dauerpflicht: Viele Konkurrenten verlangen laufende Season-Pässe, tägliche Login-Belohnungen und FOMO-Events. Borderlands 3 funktioniert hervorragend als "Buy once, play when you want"-Titel – erst recht jetzt, wo Komplett-Editionen mit allen DLCs regelmäßig im Sale sind.
- Preis-Leistungs-Faktor: Da das Spiel seit 2019 auf dem Markt ist, bekommst du heute ein massives Paket an Content zu Preisen, für die andere Games gerade erst ihr Grundspiel verkaufen. Gerade in Sales auf PC, PlayStation oder Xbox ist das Preis-pro-Stunde-Verhältnis kaum zu schlagen.
Kurz gesagt: Wenn du maximal seriöses, kompetitives Endgame mit eSports-Ambitionen suchst, sind andere Titel besser. Wenn du aber nach einem Spiel suchst, das sich wie ein spielbarer, wild geschnittener Blockbuster anfühlt, ist Borderlands 3 schwer zu schlagen.
Fazit: Lohnt sich der Kauf?
Borderlands 3 ist kein Spiel, das sich bei dir einschleicht. Es knallt die Tür auf, wirft eine Handvoll völlig überdrehter Waffen in den Raum und fragt: "Na, Bock auf Chaos?"
Wenn du Loot-Shooter satt hast, die sich anfühlen wie Arbeit, ist dieses Game befreiend anders. Du bekommst:
- intensives, wuchtiges Gunplay, das sich auch nach Stunden nicht abnutzt,
- Charaktere, die du entweder liebst oder hasst – aber nie vergisst,
- Koop-Abende, an die du dich wirklich erinnerst,
- und ein Content-Paket, das 2026 mehr denn je sein Geld wert ist.
Klar: Wenn du mit schwarzem Humor, Comic-Optik und Lautstärke nichts anfangen kannst, wird Borderlands 3 dich eher überfordern als begeistern. Aber wenn du bereit bist, dich auf diese überzeichnete, trashige, liebevoll-chaotische Welt einzulassen, dann wartet hier eines der rundesten Koop-Erlebnisse der letzten Jahre auf dich.
Also: Bleibst du weiter in generischen Shooter-Schleifen hängen – oder gönnst du dir endlich ein Spiel, das sich anfühlt, als würdest du mit Freunden in einen spielbaren, völlig durchgeknallten Blockbuster springen?


