BMJ zieht zentrale Apfelessig-Studie zurück
13.01.2026 - 21:22:12Eine vielzitierte Studie zum Abnehmen mit Apfelessig ist wissenschaftlich nicht haltbar. Der renommierte Fachverlag BMJ Group hat die Arbeit wegen schwerer methodischer Mängel offiziell zurückgezogen. Damit verliert ein populärer Diät-Trend eine seiner wichtigsten Grundlagen.
Die ursprünglich im März 2024 veröffentlichte klinische Studie hatte weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Libanesische Forscher behaupteten, übergewichtige Jugendliche könnten mit täglichem Apfelessig bis zu acht Kilogramm in zwölf Wochen verlieren. Diese verlockenden Ergebnisse verbreiteten sich rasch über soziale Medien.
Statistische Fehler und nicht reproduzierbare Daten
Die Rücknahme folgte auf eine tiefgehende Prüfung durch unabhängige Experten. Sie deckten gravierende Mängel auf:
* Die Ergebnisse ließen sich nicht reproduzieren.
* Die statistische Analyse wies erhebliche Fehler auf.
* Der Rohdatensatz enthielt unplausible Werte.
Ein schwerwiegender Verstoß betraf das Studiendesign. Die Zuordnung der 120 Teilnehmer zu den Testgruppen erfolgte wohl nicht zufällig, was die Ergebnisse massiv verfälschen kann. Zudem fehlte eine vorgeschriebene Studienregistrierung.
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Wie ein Social-Media-Hype entsteht
Der Fall zeigt, wie fragwürdige wissenschaftliche Ergebnisse im Internet Karriere machen. Influencer und Medien griffen die einfache Botschaft vom Wundermittel begierig auf – oft ohne kritische Einordnung. Ernährungswissenschaftler betonen: Eine einzelne, fehlerhafte Studie ist keine Basis für allgemeine Empfehlungen.
Die Autoren der Studie bezeichneten die Probleme als „ehrliche Fehler“, etwa durch Datenexport- und Rundungsfehler. Die BMJ-Redaktion räumte eine Fehlentscheidung ein. Man habe die Studie trotz fehlender Registrierung veröffentlicht, um Forschung aus unterrepräsentierten Regionen zu fördern.
Was bleibt vom Abnehm-Mythos?
Mit dem Wegfall dieser Studie ist die Beweislage für Apfelessig als Fatburner erheblich dünner. Experten verweisen darauf, dass es auch zuvor kaum robuste Belege für eine signifikante Wirkung gab. Beobachtete Effekte in anderen Untersuchungen sind marginal.
Der Vorfall könnte das Verbrauchervertrauen in durch Einzelstudien befeuerte Wellness-Trends erschüttern. Fachleute warnen zudem vor Risiken wie der Schädigung des Zahnschmelzes durch übermäßigen Konsum.
Für eine seriöse Gewichtsreduktion bleibt der Rat einfach: eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung. Der Traum von der simplen Wunderlösung ist damit vorerst geplatzt.
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