Bleisure-Travel, Mittelstand

Bleisure-Travel wird 2026 für Mittelstand zur Notwendigkeit

11.01.2026 - 22:00:12

Neue Steuerregeln und der Fachkräftemangel zwingen den deutschen Mittelstand zum Umdenken. Die Kombination aus Geschäftsreise und Urlaub – Bleisure-Travel – wandelt sich vom Benefit zur betrieblichen Notwendigkeit.

Während Großkonzerne oft noch mit starren Richtlinien kämpfen, setzen mittelständische Unternehmen (KMU) jetzt massiv auf flexible Reisemodelle. Auslöser sind veränderte Mitarbeitererwartungen und handfeste steuerliche Änderungen zum Jahreswechsel 2026.

Zwei fiskalische Neuerungen wirken als Katalysator für den Bleisure-Boom. Die dauerhafte Festschreibung der 7-Prozent-Umsatzsteuer in der Gastronomie macht Verpflegungspauschalen planbarer und senkt den administrativen Aufwand für verlängerte Aufenthalte.

Gleichzeitig vereinfacht die pauschale Entfernungspauschale von 38 Cent ab dem ersten Kilometer die Abrechnung von Dienstreisen mit dem PKW. Diese Regelung begünstigt besonders “Nearcations” – also Bleisure-Trips innerhalb des DACH-Raums. Für kleinere Personalabteilungen wird die Abrechnung gemischter Reisen so deutlich einfacher.

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EU verschärft Kontrollen bei “Workations”

Die neue Flexibilität birgt jedoch rechtliche Risiken. Behörden in der EU verschärfen 2026 die Kontrollen der A1-Bescheinigungen und der sozialversicherungsrechtlichen Zuordnung. Die Grauzone informeller Arbeitsverlängerungen im Ausland ist damit vorbei.

Unternehmen, die ihre Mitarbeiter ohne korrekte Bescheinigung das Wochenende am Zielort arbeiten lassen, riskieren empfindliche Bußgelder. Spezialisierte Dienstleister verzeichnen deshalb Rekordanfragen von mittelständischen Firmen. Die Botschaft ist klar: Flexibilität ja, aber nur mit rechtlicher Absicherung.

Plattform “Blend it” bündelt Know-how

Als Reaktion auf den großen Informationsbedarf haben das GCB German Convention Bureau und der Verband Deutsches Reisemanagement (VDR) die Plattform “Blend it” gestartet. Sie verzeichnet seit Jahresbeginn hohe Zugriffszahlen.

Die Initiative zielt darauf ab, Deutschland als führende Destination für “Blended Travel” zu positionieren und bietet konkrete Leitfäden. Branchenbeobachter werten dies als Zeichen: Der Mittelstand diskutiert nicht mehr über das “Ob”, sondern nur noch über das “Wie”.

Effizienz und Mitarbeiterbindung im Fokus

Die Entwicklung ist eine direkte Antwort auf zwei Kernprobleme: Kostendruck und Personalmangel. Bleisure-Travel ermöglicht “Trip Batching”. Statt für kurze Meetings mehrfach zu verreisen, werden Geschäftstermine, mobile Arbeitstage und private Zeit in einer längeren Reise gebündelt. So verteilen sich die hohen Flugkosten auf einen längeren Aufenthalt.

Für die Generationen Y und Z ist die Möglichkeit zu “Workation” oft wichtiger als ein Dienstwagen. In Zeiten der Inflation fungiert gesponserte Flexibilität als wertvolle “Währung” für Mitarbeiterzufriedenheit. Der Mittelstand nutzt hier seinen Vorteil der kurzen Entscheidungswege.

Automatisierung wird Schlüssel zum Erfolg

Für den weiteren Verlauf des Jahres wird erwartet, dass sich technische Lösungen zur automatischen Trennung von Geschäfts- und Privatausgaben in Buchungstools durchsetzen. Die manuelle Aufteilung von Hotelrechnungen gilt als letztes großes Hindernis.

Prognosen gehen davon aus, dass bis Ende 2026 über 60 Prozent der mittelständischen Unternehmen in Deutschland offizielle Richtlinien für “Blended Travel” eingeführt haben werden. Die Reise wird nicht mehr nur Mittel zum Zweck sein – sondern ein zentraler Bestandteil der neuen Arbeitswelt.

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