Bleileitungen: Österreich hat Zeit, Deutschland muss jetzt handeln
05.01.2026 - 12:30:12Während in Deutschland am 12. Januar die Frist für den Austausch von Bleileitungen abläuft, herrscht in Österreich Verunsicherung. Ein Faktencheck zeigt: Für heimische Immobilienbesitzer gilt Entwarnung – vorerst.
Die Novelle der österreichischen Trinkwasserverordnung setzt zwar den EU-Grenzwert für Blei im Trinkwasser von 10 auf 5 Mikrogramm pro Liter herab. Die finale Frist für die Einhaltung dieses strengeren Werts ist jedoch der 12. Januar 2036. Bis dahin gilt weiterhin der alte Grenzwert. Österreich gewährt seinen Eigentümern damit ein ganzes Jahrzehnt mehr Zeit als der Nachbar.
Die aktuelle Aufregung speist sich aus der deutlich schärferen Lage in Deutschland. Dort tritt am kommenden Montag, den 12. Januar, ein generelles Verbot von Bleileitungen in Kraft. Wer dann noch welche im Haus hat, verstößt gegen das Gesetz. Für österreichische Investoren mit deutschen Immobilien bedeutet das: Jetzt handeln oder Bußgelder riskieren.
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Diese harte Deadline hat zu einem Ansturm auf deutsche Sanitärbetriebe geführt. Die Situation zeigt den unterschiedlichen Gesetzgebungsstil: Deutschland setzt auf den harten Schnitt, Österreich auf einen langen Übergang.
Was ändert sich in Österreich 2026 wirklich?
Auch wenn die Blei-Frist noch weit weg ist, ist dieses Jahr für die Wasserwirtschaft nicht bedeutungslos. Ab dem 12. Januar gelten neue Untersuchungspflichten für andere kritische Stoffe. Im Fokus stehen:
* PFAS: Die sogenannten “Ewigkeitschemikalien” bekommen erstmals einheitliche EU-Grenzwerte.
* Bisphenol A: Dieser hormonell wirksame Kunststoffausgangsstoff wird nun strenger überwacht.
Diese Änderungen betreffen vor allem Wasserversorger und Betreiber von Hausbrunnen. Für sie lohnt sich ein Check, ob die neuen Parameter in der regelmäßigen Wasseranalyse berücksichtigt werden.
Warum frühes Handeln trotzdem klug ist
Experten raten, die Sanierung nicht auf die lange Bank zu schieben. Der Grund liegt im Markt und im Gesundheitsbewusstsein. Blei ist ein Nervengift, besonders gefährlich für Kinder. Eine “bleifreie” Immobilie lässt sich besser vermarkten.
Zudem droht ein Wertverlust. Gutachter berücksichtigen den Sanierungsstau bereits heute in ihren Bewertungen. Wer jetzt handelt, steigert den Werterhalt und umgeht in zehn Jahren möglicherweise höhere Handwerkerkosten und Zeitdruck. Der Countdown für eine strategische Planung läuft also bereits.
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